DAX-Newsflash: EZB kritisiert Deutsche Bank, Siemens baut AKWs für Rolls Royce, Polen plant Airbus-Beteiligung
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DAX-Newsflash: EZB kritisiert Deutsche Bank, Siemens baut AKWs für Rolls Royce, Polen plant Airbus-Beteiligung

EZB kritisiert Krisenpläne der Deutschen Bank

Die Europäische Zentralbank äußert Bedenken zu den Kreditrisikomodellen der Deutschen Bank. Laut Medienberichten hat die EZB im Jahr 2024 wiederholt auf mögliche Schwächen hingewiesen, insbesondere in der Berechnung der Rückstellungen für Kreditausfälle, die als unzureichend bewertet wurden. Als Reaktion erhöhte die Bank ihre Rückstellungen für Kredite, die von Kreditnehmern nicht mehr bezahlt werden können, von ursprünglich 1.5 Milliarden auf 1.8 Milliarden Euro.

Zudem wird über interne Spannungen spekuliert, die zum Ausscheiden des Chief Risk Officers geführt haben könnten. Die EZB überwacht weiterhin diese Risikomodelle sehr streng, da sie die Kapitalanforderungen und die Stabilität des Finanzsystems direkt beeinflussen.

Siemens baut Mini-AKWs für Rolls Royce

Siemens Energy und Rolls-Royce haben eine Vereinbarung zur Entwicklung kleiner modularer Reaktoren getroffen. Dabei handelt es sich um eine neue Generation von Kernkraftwerken, die kompakter, sicherer und kosteneffizienter als herkömmliche Anlagen sind. Siemens Energy wird exklusiver Lieferant für wichtige Bauteile. Die finale Vertragsunterzeichnung ist für Ende des Jahres geplant. 

Rolls-Royce plant den Bau von bis zu 15 dieser Reaktoren im Vereinigten Königreich sowie weiteren Anlagen in Tschechien. Parallel dazu stellt Siemens den Sinumerik Machine Tool Robot vor, eine hochpräzise Roboterlösung für die Fertigung. Das System steigert die Bahngenauigkeit von Industrierobotern erheblich und optimiert Produktionsabläufe.

Polen plant Einstieg bei Airbus

Die polnische Regierung erwägt den Erwerb einer Beteiligung am europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus. Laut Medienberichten steht Premierminister Donald Tusk in Verhandlungen mit dem Unternehmen, um Polen als neuen staatlichen Anteilseigner neben Frankreich, Deutschland und Spanien zu positionieren.

Dies wäre ein bedeutender Kurswechsel, nachdem Polen in der Vergangenheit vor allem auf US-amerikanische Rüstungsgüter setzte. Airbus beschäftigt bereits rund 800 Mitarbeiter in Polen. Zudem hat Polen Ende letzten Jahres einen Vertrag mit Airbus über die Modernisierung von 16 Militärtransportflugzeugen des Typs C-295M im Wert von 102.7 Millionen Euro abgeschlossen.

Adidas ernennt neuen Marketingchef für Zentraleuropa  

Adidas hat Thomas Sailer zum neuen Vice President mit dem Fokus auf Branding für Zentraleuropa ernannt. Er übernimmt die Verantwortung für das Marketing in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Osteuropa. Sailer ist seit 1998 bei Adidas und leitete zuletzt die globale Markenkommunikation für Adidas Originals. Die Ernennung erfolgt in einer entscheidenden Phase, da Adidas seine Präsenz bei den kommenden Fußball-Großereignissen stärken will. 

Die kommende Europameisterschaft 2028 findet in Großbritannien statt. Bereits 2024 unterzeichnete das Unternehmen einen Vertrag mit der Europäischen Fußball-Union UEFA über eine Verlängerung der Partnerschaft bis 2032, um seine Marktführerschaft im Sportsegment weiter auszubauen.

Fresenius reduziert Beteiligung an Fresenius Medical Care

Fresenius hat seinen Anteil an der Dialyse-Tochter Fresenius Medical Care von 32.2 Prozent auf 25 Prozent verringert. Durch den Verkauf von 10.6 Millionen Aktien zu 44.50 Euro pro Stück sowie die Ausgabe von 600 Millionen Euro in wandelbaren Schuldverschreibungen nahm Fresenius brutto 1.1 Milliarden Euro ein.

Wandelbare Schuldverschreibungen sind Anleihen, die Investoren das Recht geben, sie zu einem späteren Zeitpunkt in eine festgelegte Anzahl von Aktien des Emittenten umzuwandeln, anstatt sie in bar zurückzuzahlen. Die Einnahmen sollen für Schuldenabbau und Unternehmensoptimierung genutzt werden. Die Umstrukturierung folgt der Abspaltung von Fresenius Medical Care als eigenständige Aktiengesellschaft im Jahr 2023.

Qiagen verklagt Konkurrenten wegen Patent

Der niederländische, DAX-notierte Pharmazie-Riese Qiagen hat am gestrigen Montag eine Patentklage gegen das französische Diagnostikunternehmen bioMérieux eingereicht. Die Klage betrifft ein europäisches Patent, das zentrale Innovationen der QuantiFERON-Technologie zum Nachweis von Tuberkuloseinfektionen schützt. 

Die rechtlichen Schritte folgen einem früheren juristischen Erfolg gegen SD Biosensor im Februar, bei dem Qiagen auch für den Schutz eigener Patente klagte. bioMérieux hat sich bisher nicht öffentlich zu der Klage geäußert. Die QuantiFERON-Technologie ist weltweit von führenden Gesundheitsorganisationen wie der Weltgesundheitsorganisation WHO und dem europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten anerkannt und spielt eine Schlüsselrolle in der Tuberkulose-Diagnostik.

Das war's schon mit dem DAX-Newsflash. Der nächste erscheint wie gewohnt am kommenden Dienstag.

Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Woche!

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