DAX-Newsflash: BASF verkauft Farb-Sparte, Rheinmetall mit Marine-Auftrag, DHL-Tarifstreit spitzt sich zu
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DAX-Newsflash: BASF verkauft Farb-Sparte, Rheinmetall mit Marine-Auftrag, DHL-Tarifstreit spitzt sich zu

BASF verkauft brasilianisches Farben-Geschäft

BASF verkauft sein brasilianisches Geschäft mit Außenfarben an Sherwin-Williams, den Weltmarktführer für Farben und Beschichtungen. Die Transaktion im Wert von 1.15 Milliarden Dollar umfasst die Marken Suvinil und Glasu! inklusive zwei Produktionsstandorte und 1000 Mitarbeiter.

Mit dem Schritt setzt BASF seine Strategie Winning Ways fort, die auf die Fokussierung auf Kernkompetenzen abzielt. Für Sherwin-Williams bedeutet der Zukauf eine Stärkung der Marktstellung in Lateinamerika. Suvinil ist seit 60 Jahren eine führende Premiummarke in Brasilien. Der Abschluss wird für die zweite Jahreshälfte 2025 erwartet, vorbehaltlich von wettbewerbsrechtlichen Genehmigungen.

Rheinmetall baut für deutsche Marine

Rheinmetall hat einen 60 bis 80 Millionen-Euro-Auftrag zur Ausstattung der Deutschen Marine mit dem Trainingssystem Verteilte Trainingsarchitektur der Marine, kurz VTAM, erhalten. VTAM ermöglicht simulationsbasierte Gefechts- und Schadensmanagementübungen in einer vernetzten Umgebung. Das System wird bis 2029 an sechs Standorten, darunter Wilhelmshaven und Kiel, installiert. 

Erstmals können Schiffe über Funk und Datenlinks an virtuellen Manövern teilnehmen. Die Ausbildungskosten sinken, während realistische Einsatzszenarien ohne aktive Flotteneinsätze trainiert werden können. Zudem verbessert VTAM die Einsatzbereitschaft der Marine durch wiederholbare Trainingsabläufe. Die Entwicklung erfolgte auf Basis bestehender Rheinmetall-Simulationssysteme.

RWE treibt den Ausbau von Batteriespeichern voran

RWE hat in den Orten Hamm und Neurath eines der größten Batteriespeichersysteme Deutschlands mit einer Kapazität von 220 Megawatt und 235 Megawattstunden in Betrieb genommen. Die Anlagen können Netzschwankungen in Sekundenschnelle ausgleichen und tragen zur Stabilisierung des Stromnetzes bei.

Das Unternehmen plant zudem den Bau zusätzlicher Batteriespeicher auf dem Gelände des ehemaligen Steinkohlekraftwerks Westfalen. Neben Deutschland investiert RWE in Großspeicher in den Niederlanden und den USA. Bis 2030 soll sich RWEs internationale Speicherkapazität versechsfahcne. Die Gesamtinvestition für das deutsche Batteriesystem beträgt rund 140 Millionen Euro.

SAP und Databricks verbinden Unternehmensdaten

SAP und das US-amerikanische Software-Unternehmen Databricks haben mit der SAP Business Data Cloud eine neue Plattform für die nahtlose Integration von Unternehmensdaten und KI-Anwendungen geschaffen. Die Lösung verbindet SAPs Geschäftsdaten mit Databricks’ Lakehouse-Technologie. 

Die Lakehouse-Technologie von Databricks ermöglicht Unternehmen, sowohl Rohdaten als auch verarbeitete Geschäftsdaten in einer einzigen Plattform zu speichern und zu analysieren – ohne aufwendige Datenbewegungen oder Duplikationen. Unternehmen profitieren von optimierter Datenqualität, besserer Interoperabilität und neuen KI-Funktionen wie dem Copiloten Joule. Die Plattform reduziert die Datenfragmentierung und verbessert die Prozessautomatisierung.

DHL-Tarifverhandlungen erneut vertagt

Die Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Post DHL Group und der Gewerkschaft ver.di bleiben auch im dritten Anlauf ohne Einigung. Das Unternehmen bietet eine gestaffelte Lohnerhöhung von 3.8 Prozent über 27 Monate an, während ver.di sieben Prozent bei zwölf Monaten fordert.

Streitpunkte sind zudem Urlaubsregelungen und Vertragslaufzeit. Der Konzern verweist auf steigende Betriebskosten und regulatorische Einschränkungen, während die Gewerkschaft Reallohnverluste und höhere Arbeitsbelastung ins Feld führt. Ein unbefristeter Streik könnte die Logistikkette erheblich stören. Die vierte Verhandlungsrunde soll zeitnah stattfinden.

Volkswagen baut weniger E-Autos in Sachsen

Volkswagen strukturiert seine Werke in Sachsen um und reduziert die Produktion von Elektrofahrzeugen. In Zwickau wurde die Fertigung des ID.3 und Cupra Born nach Wolfsburg verlegt, während der ID.4 künftig in Emden produziert wird. Die Gläserne Manufaktur in Dresden stellt die Montage des ID.3 sogar bis Ende 2025 ganz ein. 

Über 1000 befristete Arbeitsverträge wurden nicht verlängert. Gleichzeitig profitieren Beschäftigte in Sachsen von einer schnelleren Tarifangleichung an Westdeutschland. Die Zukunft des Werks in Zwickau bleibt ungewiss, da eine mögliche Produktionsverlagerung in die USA diskutiert wird.

Das war’s schon mit dem DAX-Newsflash. Der nächste erscheint wie gewohnt am kommenden Dienstag.

Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Woche!

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