DAX-Newsflash: Amazon setzt auf Daimler - BASF verklagt Clariant - VW mit Sparprogramm
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DAX-Newsflash: Amazon setzt auf Daimler - BASF verklagt Clariant - VW mit Sparprogramm

Während Volkswagen tausende Stellen streicht, fordert BASF-Milliarden von Clariant und Amazon setzt auf grüne Logistik mit dem größten Elektro-Lkw-Auftrag in der Firmengeschichte.

Amazon bestellt 200 Mercedes-Benz eLKWs

Amazon sichert sich 200 batterieelektrische Mercedes-Benz eActros 600 von Daimler Truck – der bisher größte Auftrag für Elektro-Lkws des Herstellers und Amazons weltweit größte Bestellung dieser Art.

Die Lkws sollen ab 2025 in Deutschland und Großbritannien eingesetzt werden, mit Fokus auf Lieferwege zwischen Logistikzentren. Mit einer Reichweite von 500 Kilometern und innovativer Megawatt-Charging-Technologie treibt der eActros 600 die Elektrifizierung des Schwerlastverkehrs voran. Amazon investiert eine Milliarde Euro in die Umstellung seines europäischen Transportnetzwerks, um bis 2040 CO₂-neutral zu operieren.

Volkswagen mit Restrukturierung und weiterem Stellenabbau

Der Volkswagen-Konzern reagiert auf sinkende Verkaufszahlen und steigende Kosten mit einer umfassenden Restrukturierung. Bis 2030 sollen 35 000 Arbeitsplätze gestrichen und die Produktionskapazitäten um über 700 000 Fahrzeuge reduziert werden. Die Maßnahmen betreffen vor allem die deutschen Werke und sollen die Effizienz steigern, während gleichzeitig in Elektromobilität und Digitalisierung investiert wird.

Der Konzern will eine markenübergreifende Softwareplattform namens vw.os und der Volkswagen Automotive Cloud aufbauen und plant Synergien in der Produktion beginnend mit dem ID.3. Trotz eines weltweiten Absatzrückgangs von 2.3 Prozent im Jahr 2024 zielt VW für die nächsten zwölf Monate auf eine Profitabilität von 6.5 Prozent für die Kernmarke und 12 bis 14 Prozent bei Audi.

Infineon mit Thailand-Expansion

Infineon Technologies hat in Thailand mit dem Bau einer Backend-Halbleiterfertigung begonnen. Diese zielt darauf ab Chips zu testen, in Gehäuse einzubauen und für die Integration in elektronische Geräte vorzubereiten. Das Projekt zielt darauf ab, die steigende Nachfrage nach Leistungs-Modulen für industrielle Anwendungen und erneuerbare Energien zu decken.

Die Fabrik wird ab 2026 in Betrieb sein und flexibel erweitert, um auf Marktentwicklungen zu reagieren. Unterstützt vom Thailand Board of Investment (BOI), stärkt Infineon die regionale Halbleiterindustrie und sichert seine Lieferketten durch Diversifizierung. COO Rutger Wijburg betonte die Rolle der Fabrik für Dekarbonisierung und Digitalisierung als zentrale Wachstumstreiber der Branche.

BASF verklagt Clariant: 1.4 Milliarden Euro Schadensersatz

BASF hat vergangene Woche eine Klage gegen Clariant, ein Konkurrent in der Spezialchemie, bei einem Münchener Gericht eingereicht. Der deutsche Chemiekonzern fordert 1.4 Milliarden Euro Schadensersatz wegen unlauterer Einkaufsabsprachen auf dem Ethylen-Markt.

Clariant wurde bereits 2020 von der Europäischen Kommission wegen Wettbewerbsverstößen mit einer Geldstrafe von mehr als 150 Millionen Euro, die auch von BASF ausging, belegt. Das Unternehmen weist die neuen Vorwürfe zurück und argumentiert, dass keine Marktstörungen verursacht worden seien. Das Urteil könnte nicht nur finanzielle Konsequenzen haben, sondern auch als Grundlage für weitere Schadensersatzansprüche anderer geschädigter Marktteilnehmer wie Covestro, Evonik oder Lanxess dienen.

Qiagen plant synthetischen 300 Millionen Dollar Aktienrückkauf

Qiagen N.V. hat angekündigt, 300 Millionen Dollar über einen synthetischen Aktienrückkauf, der eine Kapitalrückzahlung sowie eine Aktienzusammenlegung umfasst, an Aktionäre zurückzuführen. Dieser Plan wird ab Ende Januar wirksam. Der Rückkauf folgt auf ein ähnliches Programm aus 2024 und ist Teil des Ziels, bis 2028 mindestens eine Milliarde Dollar zurückzuführen.

Die Maßnahme reduziert die Anzahl ausgegebener Aktien und steigert den Gewinn je Aktie (EPS). Genehmigt von den Aktionären im Jahr 2024, ist dieser synthetische Aktienrückkauf steuergünstiger als eine traditionelle Dividende und macht sie so für Anleger und Investoren lukrativer.

Allianz fördert Versicherungsforschung in China

Der Münchener Versicherer Allianz und die chinesische Fudan-Universität haben Anfang der Woche eine strategische Partnerschaft geschlossen, um Innovationen im Finanz- und Versicherungssektor voranzutreiben. Ein zentrales Element der Zusammenarbeit ist das neu gegründete Fudan-Allianz Finance and Insurance Research Centre in Shanghai

Dieses Zentrum wird Forschung zu technologischen Innovationen, Risikomanagement und den Herausforderungen einer alternden Bevölkerung fördern. Zusätzlich unterstützt Allianz mit einem Auditorium an der Fudan-Universität die finanzielle Bildung. Renate Wagner, Vorstandsmitglied der Allianz SE, wurde zur Gastprofessorin an der Fudan-Universität ernannt.

Das war’s schon mit dem DAX-Update. Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Rest-Woche!

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