CZ und MrBeast pushen Binance-DEX: Wird Aster zum Hyperliquid-Killer?
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CZ und MrBeast pushen Binance-DEX: Wird Aster zum Hyperliquid-Killer?

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Simeon Koch

Das Wichtigste auf einen Blick

Die neue dezentrale Krypto-Handelsplattform Aster bietet sowohl Spot- als auch Perpetual-Derivate auf mehreren Blockchains an und hat seit ihrem Start im September 2025 enorme Aufmerksamkeit im Krypto-Sektor erregt. Besonders auffällig ist die Unterstützung durch Binance und Changpeng Zhao, die der Plattform Glaubwürdigkeit verleihen. Aster kombiniert hohe Hebelwirkung mit renditebringendem Collateral, bietet einfache und Profi-Handelsmodi und Privacy-Features wie versteckte Orders. Damit positioniert sich Aster als direkter Herausforderer für etablierte Perpetuals-DEXs wie Hyperliquid.

MrBeast und CZ pushen Aster

Die neue Perpetuals-DEX Aster hat in den vergangenen Tagen für Aufsehen in der Krypto-Community gesorgt. Seit dem Token-Launch Mitte September 2025 stieg der Kurs auf 2.24 US-Dollar, was einer Steigerung von über 2500 Prozent innerhalb einer Woche entspricht. Aster profitiert stark von seiner Nähe zu Binance: Die Plattform wird von YZi Labs unterstützt, dem wiederbenannten Venture-Arm von Binance, was ihr Zugang zu technischer Unterstützung, Marketingressourcen und einer großen Nutzerbasis auf der BNB Chain verschafft. Prominente Unterstützung kam daher auch von Binance-Gründer Changpeng Zhao, der das Projekt mehrfach auf X lobte, sowie von YouTuber MrBeast.

Kurz nach dem Launch Ende letzter Woche bewarb CZ via Twitter die neue Perp-DEX Aster. Posts über spezifische Altcoins sieht man vom Binance-Gründer selten.

Mit einer vollständig verwässerten Marktkapitalisierung von 18 Milliarden Dollar hat das Projekt im Vergleich zum größten Konkurrenten Hyperliquid (FDV 45.5 Mrd.) noch Luft nach oben und könnte durch einen Trick in den Tokenomics noch deutlich weiter ansteigen. Zumal Aster Branchenbeobachter Aster bereits als Antwort von Binance auf den durchschlagenden Erfolg der ersten großen Perpetuals-DEX Hyperliquid einstufen, die den großen zentralisierten Börsen in den letzten Monaten beachtliche Marktanteile abgezwackt hat. Es gibt aber auch einige Kritikpunkte an Aster, die Investoren unbedingt berücksichtigen sollten.

Wie funktioniert der vermeintliche Hyperliquid-Killer?

Aster ist eine dezentrale Krypto-Börse, auf der man nicht nur Kryptowährungen, sondern auch Derivate wie Aktien-CFDs handeln kann – also Verträge, bei denen man auf steigende oder fallende Kurse setzt. Die Plattform läuft auf mehreren Blockchains gleichzeitig, darunter BNB Chain, Ethereum, Solana und Arbitrum, was den Handel flexibler macht. Aster bietet zwei unterschiedliche Handelsmodi: den Simple Mode für Einsteiger, der sehr leicht zu bedienen ist und Trades mit sehr hohem Hebel erlaubt, und den Pro Mode für erfahrene Trader mit erweiterten Funktionen wie fortgeschrittenen Ordertypen und verdeckten Orders.

Laut der Onchain-Analyseplattform Dune konnte Hyperliquid zuletzt immer größere Marktanteile von Binance abzwacken. Das wollen CZ und Co. mit Aster ändern.


Besonders ist das sogenannte Trade-&-Earn-System: Nutzer können Geld, das sie als Sicherheit für Trades (Collateral) hinterlegen, gleichzeitig verzinsen lassen, während sie damit handeln. So verdient das Kapital gleich doppelt: einmal durch die Rendite auf die Sicherheiten und einmal durch mögliche Gewinne beim Handel. Außerdem können Nutzer in Aktien-Perpetuals wie Tesla oder Apple investieren – etwas, das nur wenige Krypto-Börsen anbieten. Im Vergleich zu anderen Plattformen wie Hyperliquid nutzt Aster mehrere Blockchains, bietet versteckte Orders für mehr Privatsphäre und kombiniert verschiedene Möglichkeiten, Geld zu verdienen, was die Plattform auch für Anfänger interessant macht.

 Der Aster-Launch zeigt Wirkung: Unter den Top-Perp-DEXs geht der Marktanteil von Hyperliquid (türkis) zurück, während Aster (rotbraun) zulegt.

Nutzer können via Aster Gelder auf mehreren Blockchains bewegen, was die Einstiegshürden senkt und Arbitragemöglichkeiten eröffnet. Die Plattform plant zudem die Einführung von Aster Chain, einer Layer-1-Blockchain, die Zero-Knowledge-Proofs nutzt, um Trades zu anonymisieren und gleichzeitig die On-Chain-Verifizierbarkeit zu erhalten. Mit dieser Architektur möchte Aster Privatsphäre, Kapital-Effizienz und Nutzerfreundlichkeit kombinieren – Merkmale, die sowohl den Trade-Erfahrungen von Privatanlegern als auch institutionellen Akteuren zugutekommen.

Volle Kontrolle bei Binance: Was Anleger beachten müssen

Insgesamt wirkt Aster wie die Antwort von Binance auf den Hype rund um dezentralisierte Kryptobörsen. Vor allem Hyperliquid macht zentralen Börsen wie Coinbase oder Binance immer mehr Handelsvolumen streitig – ein Problem, auf das Binance-Gründer CZ bereits vor mehreren Monaten hinwies. Airdrop-Möglichkeiten für Nutzer und die Dezentralität der Plattform machten Hyperliquid im Kryptomarkt beliebt, womit Binance plötzlich einen schlagkräftigen Widersacher im Derivat-Geschäft bekam. Der Launch von Aster aber zeigt bereits Wirkung: Anfang Juli liefen noch fast 80 Prozent des Volumens der größten acht Perp-DEXs über Hyperliquid und nur zwei Prozent über Aster. Heute sind es nur noch gut 55 Prozent bei Hyperliquid, aber nahezu 18 Prozent auf Aster.

Spannend sind bei Aster vor allem die Tokenomics, die den kometenhaften Aufstieg erst ermöglicht haben: Der native ASTER-Token hat ein maximales Angebot von acht Milliarden Einheiten, von denen aber nur rund 1.66 Milliarden im Umlauf sind. Rund 45 Prozent der Token sind für Community-Airdrops reserviert, 30 Prozent für die Investitionen ins Ökosystem, während Team, Treasury und Liquidität zusammen knapp 17 Prozent ausmachen. Trotz der breiten Community-Verteilung bleibt die Konzentration extrem hoch: Laut der Analyse-Plattform Arkham halten die Wallets des Aster-Teams mehr als 80 Prozent des Umlaufangebots. Eine starke Kontrolle kann den Kurs stützen, gleichzeitig erhöht sie das Risiko von Manipulationen und plötzlichen Preisbewegungen.

Mehr als 91 Prozent aller Aster-Token liegen noch beim Team. Das kann den Markt stabilisieren, bedeutet aber hohes Gegenpartei-Risiko.

Anleger sollten außerdem die extrem hohe Volatilität beachten: Der Token stieg innerhalb einer Woche um über 2500 Prozent und hatte bisher keine nennenswerten Korrekturen. Zudem birgt der Einsatz von Hebeln bis 1001x ein erhebliches Liquidationsrisiko. Strategische Abhängigkeiten von Binance über YZi Labs erhöhen das Gegenpartei-Risiko, insbesondere bei regulatorischen Eingriffen. Auf der anderen Seite macht die Kombination aus Multichain-Trading, renditebringendem Collateral, Aktien-Perpetuals und der starken Story um CZ das Projekt interessant. Die zentrale Frage bleibt, ob Aster aus dem Hype eine nachhaltig profitable Plattform für den Perpetuals-Markt aufbauen kann.

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Simeon Koch

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