Coinbase: Zwischen Bitcoin-Optimismus und neuen Gebühren
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Coinbase: Zwischen Bitcoin-Optimismus und neuen Gebühren

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Carlo Schmid

Die wichtigsten Informationen des Artikels auf einen Blick:

Coinbase-CEO Brian Armstrong lobt Bitcoin als überlegen gegenüber Gold – wegen seiner digitalen Eigenschaften und globalen Nutzbarkeit. Gleichzeitig sorgt das Unternehmen mit einer neuen Gebühr von 0.1 Prozent auf größere Tether-zu-USD-Transfers für Aufsehen. Diese Maßnahme kommt kurz nach enttäuschenden Quartalszahlen. Armstrong fordert zudem regulatorische Klarheit von der US-Börsenaufsicht SEC, um Bitcoin international als monetäre Alternative zu etablieren.

Coinbase-CEO sieht Bitcoin als das bessere Gold

Brian Armstrong, CEO von Coinbase, hat Bitcoin einmal mehr als überlegenes Wertaufbewahrungsmittel gegenüber Gold bezeichnet. Für ihn sei die Kryptowährung nicht nur besser teilbar, transportabler und effizienter, sondern auch eine logische Weiterentwicklung klassischen Geldes. Insbesondere die digitale Natur und das begrenzte Angebot von Bitcoin machen es laut Armstrong zu einer idealen globalen Währung.

Seine Aussagen unterstreichen eine wachsende Bewegung, die Bitcoin nicht nur als Spekulationsobjekt, sondern als ernst zu nehmendes monetäres Asset sieht, besonders im Vergleich zu Gold, das physisch gebunden und logistisch komplizierter ist.

Coinbase setzt auf Bitcoin – auch finanziell

Die Begeisterung für Bitcoin bleibt bei Armstrong nicht theoretisch: Coinbase selbst hat im zweiten Quartal 2025 rund 292 Millionen US-Dollar in Bitcoin investiert und kauft seitdem wöchentlich weiter zu. Mit dieser Strategie integriert Coinbase die digitale Währung fest in die eigene Finanzplanung. Zugleich fordert Armstrong von anderen Institutionen, ihre Reserven ebenfalls teilweise in Bitcoin zu diversifizieren – als Absicherung gegen Inflation und für mehr wirtschaftliche Unabhängigkeit.

Gebühren auf Tether-Transfers: Neues Kapitel für Kunden

In einem weiteren Schritt kündigte Coinbase an, ab dem 13. August 2025 eine Gebühr von 0.1 Prozent auf Tether-zu-USD-Konversionen zu erheben, sofern diese im Zeitraum von 30 Tagen 5 Millionen US-Dollar überschreiten. Das Unternehmen begründet diesen Schritt mit dem Ziel, die Profitabilität zu verbessern. Hintergrund ist ein enttäuschendes zweites Quartalsergebnis 2025: Mit 1.5 Milliarden US-Dollar lag der Umsatz unter den Erwartungen der Analysten (1.56 bis 1.59 Milliarden), woraufhin die Coinbase-Aktie um acht Prozent fiel.

Diese neue Gebühr könnte besonders institutionelle Kunden treffen, die regelmäßig große Beträge zwischen Stablecoins und Fiatgeld umschichten.

Regulierungsdruck: Kritik an der SEC

Ein weiteres zentrales Thema für Armstrong ist die regulatorische Unsicherheit rund um Kryptowährungen in den USA. Er kritisierte die US-Börsenaufsicht SEC für ihre undurchsichtige Herangehensweise und fordert klare Regeln, um Innovationen nicht zu behindern. Armstrong sieht in regulatorischer Klarheit den Schlüssel zur weltweiten Akzeptanz von Bitcoin – gerade für institutionelle Anleger, die sich bislang oft aus Unsicherheit zurückhalten.

Oft gestellte Fragen rund um Coinbase: 

Wie seriös ist Coinbase?

Coinbase gilt als eines der seriösesten Krypto-Unternehmen weltweit. Es ist seit 2021 an der US-Technologiebörse Nasdaq gelistet, unterliegt damit strengen Offenlegungspflichten und wird von der US-Börsenaufsicht (SEC) reguliert. Die Plattform ist bekannt für hohe Sicherheitsstandards und Transparenz im Umgang mit Kundengeldern. Auch wir bei HKCM haben das Unternehmen in unserem TECH33 Paket.

Kann das Finanzamt auf Coinbase zugreifen?

Das deutsche Finanzamt hat keinen direkten Zugriff auf Coinbase-Daten, kann aber im Rahmen von Steuerprüfungen Auskünfte verlangen – insbesondere über internationale Abkommen zur Steuertransparenz. Wer in Deutschland mit Kryptowährungen handelt, ist verpflichtet, Gewinne korrekt in der Steuererklärung anzugeben.

Wie hoch sind die Gebühren bei Coinbase?

Die Gebührenstruktur variiert je nach Transaktionsvolumen, Zahlungsmethode und Standort. Bei einfachen Käufen über die App können Gebühren zwischen 1,49 % und über 3 % anfallen. Für aktive Trader bietet Coinbase Pro (bzw. „Advanced Trade“) niedrigere Gebühren ab 0,6 % (Maker/Taker-Modell), je nach Volumen.

Wer steckt hinter Coinbase?

Coinbase wurde 2012 von Brian Armstrong und Fred Ehrsam gegründet. Armstrong ist bis heute CEO und prägt die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in San Francisco, USA, und beschäftigt mehrere Tausend Mitarbeiter weltweit. Es gehört zu den größten Krypto-Börsen der Welt.

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Carlo Schmid

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