Alibabas KI-Modell versteht Emotionen
Alibaba hat gestern sein neuestes KI-Modell R1-Omni veröffentlicht. Entwickelt vom Tongyi Lab, erkennt die Software menschliche Emotionen durch Analyse von Gesichtsausdrücken, Körpersprache und Stimme. Die Open-Source-Technologie soll Anwendungen in Bereichen wie Kundenservice und Gesundheitswesen revolutionieren.
Das Modell nutzt einen neuartigen Ansatz namens Reinforcement Learning from Visual and Reflective Feedback (RLVR), der es ermöglicht, widersprüchliche emotionale Signale aus verschiedenen Quellen präzise zu interpretieren. Alibaba hat zudem eine KI-Partnerschaft mit Apple geschlossen, um KI-Funktionen für iPhones in China zu integrieren. Während OpenAIs GPT-4.5 kostenpflichtig ist, bietet Alibaba das Modell kostenlos an.
Baidu gibt milliardenschwere Wandelanleihen aus
Baidu hat gestern eine Anleihe in Höhe von zwei Milliarden US-Dollar ausgegeben. Diese nullverzinslichen Bonds, auch Zero-Coupon-Anleihen genannt, zahlen während ihrer Laufzeit keine Zinsen. Stattdessen kann der Inhaber sie bis zur Fälligkeit 2032 halten oder in Aktien der Trip.com Group Limited umwandeln, an der Baidu als Aktionär und Teilhaber beteiligt ist.
Die Umwandlungsprämie beträgt 43 Prozent über dem Preis während der Ausgabe der Anleihe. Die Anleihe wurde ausschließlich an ausländische Investoren verkauft und an der Frankfurter Börse gelistet. Baidu behält sich das Recht vor, bei der Wandlung Trip.com-Aktien oder Bargeld bereitzustellen. Die Erlöse dienen der Rückzahlung bestehender Schulden und allgemeinen Unternehmenszwecken.
XPeng plant Investition in humanoide Roboter
XPeng hat am vergangenen Montag eine mögliche Investition von bis zu 13.8 Milliarden US-Dollar in humanoide Roboter angekündigt. Laut CEO He Xiaopeng ist das Unternehmen seit fünf Jahren in diesem Bereich aktiv und plant, über zwei Jahrzehnte hinweg weiter zu investieren. Der humanoide Roboter Iron wurde im November 2024 vorgestellt und arbeitet bereits in XPengs Guangzhou-Fabrik.
Iron ist 178 cm groß, wiegt 70 kg und verfügt über 62 bewegliche Gelenke. Seine Hände haben 15 Freiheitsgrade und sind analog zu menschlichen Händen gestaltet. Die Technologie nutzt KI-Systeme aus XPengs Autonomie-Forschung, und die Massenproduktion erster fortschrittlicher Modelle soll 2026 beginnen.
NIO entlässt Mitarbeiter: Zehn Prozent der Belegschaft betroffen
NIO will Mitarbeiter entlassen, heimische Berichte sprechen davon, dass etwa zehn Prozent der Mitarbeiter betroffen sind. Der Schwerpunkt des Personalabbaus soll dabei auf die Verkaufsteams, dem Kundendienst, den After-Sales-Stores und dem Nio House Operations liegen.
Dem Hersteller von Elektrofahrzeugen plagen hohe Verluste, weswegen nun die finanziellen Aufwendungen neu strukturiert werden sollen. Es heißt, dass die ersten Entlassungen bereits getätigt wurden. Die ehemaligen Mitarbeiter sollen alternative Arbeitsstellen oder ein Entlassungspaket bekommen. Einige der betroffenen sollen zu Xiaomi Auto gewechselt sein, die momentan dabei sind ihren Servicebereich auszubauen.
Tencent Cloud expandiert in Indonesien
Tencent Cloud hat heute eine strategische Partnerschaft mit Mega Berjaya Teknologi, einem führenden indonesischen Unternehmen, das sich auf Cloud-Dienste spezialisiert hat, geschlossen, um die digitale Transformation in Indonesien voranzutreiben. Die Zusammenarbeit umfasst Cloud-Infrastruktur, künstliche Intelligenz und digitale Sicherheitslösungen. Ein drittes Rechenzentrum in Indonesien soll bis 2030 mit einer Investition von 500 Millionen Dollar entstehen.
Gleichzeitig zieht sich NetEase aus dem Cloud-Markt zurück. Der öffentliche Cloud-Dienst in China wird zum 7. April 2025 eingestellt. Kunden mit ungenutzten Gutschriften können Erstattungen beantragen, während ein Migrationsteam den Übergang zu anderen Anbietern begleitet. NetEase begründet die Entscheidung mit einer strategischen Neuausrichtung hin zu profitableren Geschäftsbereichen wie Gaming, E-Commerce und Musik-Streaming.
PetroChina in Europa, Russland exportiert Öl nach China
PetroChina hat letzte Woche eine vorläufige Vereinbarung mit Mabanaft, einem Energieunternehmen mit Sitz in Hamburg, unterzeichnet, um den Kraftstoffvertrieb in Nordwesteuropa auszuweiten. Die Kooperation umfasst Diesel, Flugkraftstoff, Bio-Flugkraftstoff und Logistikdienstleistungen. Gleichzeitig erholt sich der Ölhandel zwischen Russland und China, trotz weiterer US-Sanktionen.
Chinesische Käufer importieren erneut mehr Rohöl, während neue Logistikwege die Sanktionen abschwächen. Bereits für den kommenden April wurde festgelegt, dass russisches Öl über den Hafen Kozmino exportiert wird und bisher nicht verkauft wurde, nun für 2.50 Dollar pro Barrel über dem Brent-Preis angeboten wird. Schatten-Tanker transportieren weiterhin 84 Prozent des russischen Rohöls, was Russlands Rolle als Chinas wichtigster Ölversorger sichert.
Das war's schon mit dem China/Rohstoffe-Newsflash.
Der nächste wird wie gewohnt am kommenden Donnerstag erscheinen.






