US-Firmen stoppen Investitionen in China
Eine Rekordzahl amerikanischer Unternehmen hat ihre Investitionen in China 2025 eingefroren. Laut einer neuen Umfrage des US-China Business Council gaben weniger als die Hälfte der Firmen an, neue Projekte zu planen. Ein drastischer Rückgang gegenüber 80 Prozent im Vorjahr. Hauptgrund: Chinas Strafzölle und die unsichere Handelspolitik. Fast 30 Prozent der befragten Unternehmen verlagern zudem ihre Produktion ganz oder teilweise aus China.
Hintergrund ist der eskalierende Handelsstreit zwischen den USA und China. Zwar profitierten US-Firmen jahrzehntelang von Chinas günstigen Produktionsbedingungen, doch vor allem Zölle und neue Industriepolitik in China bremsen das Geschäft. Viele Firmen wechseln in den Wait-and-See-Modus und suchen Alternativen, um sich vor Kostenrisiken und Marktverlusten zu schützen. Unter den befragten Firmen sind unter anderem Apple, Tesla, Nvidia und Nike.
Nvidia-Chef lobt Chinas KI – und kündigt Chip-Export an
Jensen Huang hat bei seinem Besuch auf der International Supply Chain Expo in Peking Chinas offene KI-Modelle und besonders DeepSeek als „weltklasse“ gelobt. Auf der Messe, die vom 16. bis 20. Juli 2025 in der chinesischen Hauptstadt stattfand, erklärte der Nvidia-Chef, Chinas KI-Entwicklungen seien ein globaler Motor und kündigte zugleich an, dass Nvidia bald wieder KI-Chips nach China liefern darf. Der erste Schwung US-Exportlizenzen für den begehrten H20-Chip stehe laut Huang kurz bevor.
Damit könnte Nvidia Milliardenumsätze retten, die durch frühere US-Beschränkungen verloren schienen. Besonders Chinas starke Rolle in der KI-Forschung, etwa durch Unternehmen wie Alibaba, Tencent oder Baidu, sei laut Huang ein Schlüsselfaktor für den weltweiten Fortschritt in der Künstlichen Intelligenz.
Gold statt Dollar: Warum Zentralbanken jetzt heimische Minen anzapfen
Zentralbanken weltweit haben angefangen, vermehrt Gold direkt bei heimischen Minen einzukaufen und das, obwohl die Preise auf Rekordniveau liegen. Besonders Länder wie Ghana, Tansania und die Philippinen setzen auf diesen Weg, um ihre Goldreserven zu stärken, lokale Industrien zu fördern und gleichzeitig Devisen zu schonen. Eine Umfrage des World Gold Council zeigt: 19 von 36 befragten Notenbanken kaufen bereits lokal, teils zu Rabatten gegenüber dem Weltmarktpreis.
Hintergrund: Gold gilt in Krisenzeiten als sichere Wertanlage und Schutz vor Währungsrisiken. Durch Käufe bei kleinen lokalen Minen umgehen die Zentralbanken hohe Gebühren internationaler Goldhändler. Gleichzeitig helfen sie, den Goldabbau zu legalisieren und lokale Wirtschaftskreisläufe zu stärken – auch wenn Experten auf Risiken wie Umweltprobleme und einen wachsenden Schwarzmarkt hinweisen.
Ölpreise steigen wieder – trotz Handelsstreit und Lagerbeständen
Die Ölpreise haben sich nach drei Verlusttagen leicht erholt: Brent kletterte auf knapp 69 Dollar, während US-Öl (WTI) bei rund 67 Dollar lag. Hintergrund sind neue Lagerdaten aus den USA mit gestiegenen Dieselvorräten, aber sinkenden Rohölbeständen, sowie neue Zollandrohungen von Donald Trump an über 150 Länder. Auch Drohnenangriffe auf Ölanlagen im Nordirak sorgen für Nervosität am Markt.
Trotz Sorgen über ein Überangebot im Herbst stützen derzeit knappe Dieselvorräte und geringe Lagerbestände die Preise. Auch geopolitische Risiken wie die Attacken im Irak bleiben ein Preistreiber. Analysten warnen aber, dass sich der Trend schnell drehen könnte, wenn OPEC+ wieder mehr Öl liefert.
Chinas Wirtschaft trotzt Trump – Exporte treiben Wachstum
China hat im zweiten Quartal ein Wirtschaftswachstum von 5.2 Prozent erreicht und damit die Erwartungen leicht übertroffen. Trotz schwacher Binnennachfrage und Immobilienkrise konnte das Land vor allem durch starke Exporte und Industrieproduktion punkten. Während die Regierung auf ein Handelsabkommen mit den USA hofft, bremst der anhaltende Zollstreit mit Donald Trump den Handel weiterhin aus.
Experten warnen vor Gegenwind: Höhere US-Zölle, Überkapazitäten und sinkende Immobilienpreise könnten das Wachstum im zweiten Halbjahr belasten. Zwar sorgen Roboter, Elektroautos und Hightech-Fertigungen für Industrieaufschwung, doch schwache Konsumausgaben und ein harter Preiskampf im Inland drücken auf die Stimmung. Chinas Regierung dürfte deshalb weitere Konjunkturhilfen auflegen.







