KI-Modell von Alibaba übertrifft DeepSeek
Alibaba hat mit Qwen2.5-Max ein neues KI-Modell präsentiert, das in mehreren Bereichen besser abschneidet als der Lokalrivale DeepSeek. Qwen ist besonders effizient, weil es nur die akut benötigten Teile seines Netzwerks aktiviert anstatt seine volle Kapazität zu nutzen, um Rechenleistung zu sparen. In Benchmark-Tests setzte sich das Modell gegen DeepSeek V3 und ChatGPT-4o durch.
Die Verfügbarkeit über die Alibaba Cloud erleichtert Entwicklern außerdem den Zugriff. Qwen2.5-Max punktet neben der Anwenderfreundlichkeit auch mit Skalierbarkeit und Performance. Alibaba verspricht zudem, dass künftige Versionen von Qwen noch leistungsfähiger werden und die Kosten für KI-Infrastrukturen um bis zu 60 Prozent sinken werden.
BYD und Xpeng expandieren nach Europa
BYD und Xpeng treiben ihre Expansion in Europa weiter voran. BYD stellte auf der Brüssel Motor Show 2025 vom 15. bis 19. Januar den Atto 2 und den Sealion 7 vor – zwei Elektro-SUVs, die speziell für den europäischen Markt entwickelt wurden. Während der Atto 2 mit kompakter Bauweise und einem erwarteten Einstiegspreis von 35 000 Euro als Stadt-SUV punkten soll, bietet der Sealion 7 über 500 Kilometer Reichweite und 390 kW Leistung.
Parallel dazu expandiert Xpeng nach Finnland und bringt dort die SUVs G6 und G9 auf den Markt. Beide Modelle setzen auf 800-Volt-Schnellladetechnologie und moderne Assistenzsysteme. BYD plant die Produktion in Ungarn ab 2026, Xpeng will bis Ende 2025 in über 60 Ländern präsent sein.
BMW, Tesla und Mercedes klagen gegen China-Zölle der EU
BMW, Tesla und Mercedes-Benz kämpfen juristisch gegen die EU-Zölle auf chinesische Elektroautos, die seit Oktober 2024 gelten. Die Abgaben von bis zu 38.1 Prozent verteuern die Importe erheblich. BMW warnt vor steigenden Preisen und geringerer Auswahl für die Verbraucher; Mercedes unterstützt eine Klage seines Partners Geely, während Tesla eine Einzelfallprüfung fordert. Der ADAC kritisiert die Maßnahme als Hindernis für die E-Mobilität.
Die anhängigen Verfahren könnten vor dem europäischen Gericht monatelang dauern und den künftigen Handel zwischen China und der EU maßgeblich beeinflussen. Aufgrund dieser Zölle prüfen chinesische Hersteller wie BYD, das bereits nach Finnland expandiert ist, und Nio die Verlagerung ihrer Produktion nach Europa, um die Zölle zu umgehen.
China Life Insurance verdoppelt seine Gewinnprognose
China Life Insurance erwartet für 2024 einen Gewinnanstieg von 100 bis 144 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Wachstum wird durch die Erholung des CSI 300 Index (+15 Prozent) und eine veränderte Investitionsstrategie angetrieben. Die Regierung hat Versicherer angewiesen, mindestens 30 Prozent neuer Prämien in Aktien zu investieren, was China Life zu einer Umschichtung zugunsten renditestarker Beteiligungen genutzt hat.
Zudem wächst die Nachfrage nach Gesundheits- und Rentenversicherungen, da bis 2035 rund 50 Prozent des Marktes auf diese Segmente entfallen sollen. Parallel steigt die Integration von Versicherungen mit Finanzdienstleistungen, während digitale Vertriebskanäle klassische Agentenmodelle ablösen.
China produziert Rekordmengen an Öl und Gas
China hat 2024 erstmals mehr als 400 Millionen Tonnen Öl-Äquivalent an Rohöl und Erdgas gefördert. Die Rohölproduktion stieg auf 213 Millionen Tonnen, ein Plus von 24 Millionen Tonnen seit 2018. Gleichzeitig erreichte die Erdgasproduktion 246.4 Milliarden Kubikmeter, mit einem jährlichen Wachstum von über 13 Milliarden Kubikmetern.
Treiber sind die Erschließung unkonventioneller Vorkommen und der Ausbau der Offshore-Förderung. Schieferöl, ein aus Ölschiefer durch hydraulisches Fracking gewonnenes Rohöl, legte um über 30 Prozent auf sechs Millionen Tonnen zu. Chinas Strategie zielt darauf ab, die Energieabhängigkeit von Importen zu verringern und langfristige Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
Trump-Zölle belasten den Kupfermarkt – Preise unter Druck
Die von Donald Trump angekündigten Importzölle auf Kupfer, Aluminium und Stahl setzen die Rohstoffmärkte unter Druck. Nach der Ankündigung fiel der Kupferpreis an der London Metal Exchange unter 9000 US-Dollar pro Tonne.
Die USA importieren 38 Prozent ihres Kupferbedarfs, doch die heimische Produktion kann wegen Engpässen in der Veredelung kaum ausgebaut werden. Langfristig wird der Kupferbedarf laut IEA bis 2040 um das 1.5-Fache steigen, während neue Minenprojekte wie in Peru, den USA (Nevada) oder in Spanien voraussichtlich nur 70 Prozent der erwarteten Nachfrage decken.
Das war's schon mit dem China/Rohstoffe-Newsflash. Der nächste wird wie gewohnt am kommenden Donnerstag erscheinen.






