China/Rohstoffe: Alibaba mit neuem KI-Flaggschiff, BYD-Premiumsegment startet in Europa, China stockt Gold weiter auf
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China/Rohstoffe: Alibaba mit neuem KI-Flaggschiff, BYD-Premiumsegment startet in Europa, China stockt Gold weiter auf

Alibaba kündigt neues KI-Flaggschiffmodell an

Alibaba Cloud bereitet die Veröffentlichung von Qwen 3 vor, einem Nachfolgemodell seines leistungsstarken KI-Modells Qwen 2.5, das voraussichtlich im April 2025 erscheint. Bereits im März wurde das multimodale Modell Qwen2.5-Omni-7B vorgestellt, das Sprache, Bild, Audio und Video verarbeiten kann – optimiert für mobile Endgeräte. Zusätzlich wurden spezialisierte Modelle wie Qwen-VL für visuelles Verständnis und Qwen-Audio für Sprachverarbeitung präsentiert.

Alle Modelle stehen als Open Source zur Verfügung und richten sich gezielt an globale Entwickler. Mit diesem Angebot zielt Alibaba darauf ab, kosteneffiziente KI-Agenten auch auf Edge-Geräten nutzbar zu machen.

Anta Sports wird weltweit Nummer drei hinter Nike und Adidas

Anta Sports erzielt 2024 einen Gesamtumsatz von 13.7 Milliarden Dollar und steigt damit zur drittgrößten Sportartikelmarke der Welt auf.  Mit diesem Ergebnis überholt das chinesische Unternehmen erstmals internationale Wettbewerber wie Puma oder Lululemon.

Allein die Marke Anta erwirtschaftet rund 4.6 Milliarden Dollar, FILA kommt auf 3.6 Milliarden. Die US-Tochter Amer Sports trägt 5.18 Milliarden Dollar bei und ist in Europa und Nordamerika stark vertreten. In China führt Anta den Markt mit 23 Prozent Anteil an und verkauft dort mehr als Nike und Adidas zusammen.

BYD bringt Premiummarke Denza nach Europa

Zu Beginn der Woche feierte der chinesische Elektroautohersteller BYD die Europapremiere seiner Luxusmarke Denza auf der Design Week in Mailand. Mit dem Sportkombi Z9 GT und dem Van D9 nimmt Denza ab Ende 2025 gezielt Premiumkunden ins Visier.

Das Topmodell Z9 GT bietet 952 PS, Allradlenkung, Luftfederung und BYDs Cell-to-Body-Batterietechnik. Die Fahrzeuge sollen zunächst aus China importiert werden, bis Werke in Ungarn und der Türkei 2025/2026 anlaufen. Denza markiert den Einstieg BYDs ins europäische Premiumsegment – mit direkter Konkurrenz zu Porsche, Mercedes und BMW.

CATL plant Mehrheitsbeteiligung an Nio Power

Der chinesische Lithium-Ionen-Batteriehersteller CATL verhandelt über den Kauf einer Mehrheitsbeteiligung an Nio Power, dem Betreiber von über 3 000 Batteriewechselstationen in China. Bereits im März 2025 hatte CATL bis zu 342 Millionen Dollar in die Einheit investiert. 

Nio Power wurde 2024 zuletzt mit rund 1.37 Milliarden US-Dollar bewertet – deutlich weniger als ein Jahr zuvor. CATL plant bis 2030 den Aufbau von 30 000 Stationen, davon allein 500 mit Sinopec noch 2025. Die Übernahme würde CATLs Infrastrukturpläne beschleunigen und Nio finanziell entlasten.

Energie in China weiterhin unter Druck 

Hongkongs Gasverbrauch bleibt 2024 im sechsten Jahr unter dem Vorkrisenniveau. Sinkender Tourismus, Konsumverlagerung aufs Festland und milde Winter bremsen die Nachfrage. Towngas, der einzige Versorger der Stadt, sieht keine Erholung – die Nettoverschuldung des Unternehmens liegt schon bei rund 6.5 Milliarden Dollar. Hinzu kommt: Immer mehr ältere Hongkonger nutzen kostenlose Bahnreisen nach Shenzhen und konsumieren dort.

Zudem leidet die lokale Gastronomie unter zurückhaltendem Binnenkonsum, was den Gasbedarf weiter dämpft. Gleichzeitig setzen US-Zölle von 84 Prozent auf Flüssiggas Chinas Petrochemie unter Druck. 60 Prozent der chinesischen LPG-Importe stammen aus den USA – erste Anlagen fahren ihre Produktion zurück, Ersatz ist kaum verfügbar.

China kauft im März erneut Gold

Chinas Zentralbank hat im März 2025 ihre Goldreserven zum fünften Mal in Folge erhöht – um 90 000 Unzen auf 73.70 Millionen Unzen. Die Reserve hat nun einen Gesamtwert von 229.6 Milliarden US-Dollar – ein Plus von über 20 Milliarden US-Dollar gegenüber dem Vormonat. Parallel erreichte der Goldpreis zuletzt ein neues Hoch von über 3 200 Dollar je Unze, getrieben durch globale Unsicherheiten. 

China hat allein in den letzten zweieinhalb Jahren rund elf Millionen Unzen Gold hinzugekauft. Die People’s Bank of China war 2024 der weltweit größte institutionelle Käufer. Auch Chinas Devisenreserven sind im März leicht gestiegen – auf rund 3.2 Billionen US-Dollar.

Das war's schon mit dem China/Rohstoffe-Newsflash.

Der nächste erscheint wie gewohnt am kommenden Donnerstag.

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