China-Newsflash: Xiaomi kooperiert mit Nio und XPeng, Menschenrechts-Probleme bei BYD
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China-Newsflash: Xiaomi kooperiert mit Nio und XPeng, Menschenrechts-Probleme bei BYD

China ist der Wachstumsmarkt schlechthin und einer der größten Verbraucher von Erdöl und Erdgas. Der Energie- und China-Newsflash liefert die wichtigsten Nachrichten aus beiden Märkten.

Xiaomi EV kooperiert mit Nio, Xpeng und Li Auto

Xiaomi EV, die Elektroautosparte des Tech-Giganten Xiaomi, hat eine strategische Partnerschaft mit den E-Auto-Pionieren Nio, Xpeng und Li Auto geschlossen. Xiaomi-Fahrer erhalten künftig Zugang zu über 29 000 Ladepunkten dieser Unternehmen in ganz China. Der Schritt kommt, da die Nachfrage nach Ladeinfrastruktur im hart umkämpften chinesischen E-Auto-Markt wächst. Statt teure eigene Netzwerke aufzubauen, setzt Xiaomi auf bestehende Strukturen, was Zeit und Kosten spart.  Analysten loben die Partnerschaft als klugen Schachzug. Sie stärkt Xiaomis Marktposition und erleichtert den Wettbewerb mit etablierten Anbietern.

Trump fordert Aufschub des TikTok-Verbots

Der designierte US-Präsident Donald Trump hat den Obersten Gerichtshof gebeten, ein TikTok-Verbot zu verschieben. Die App soll laut Gesetz bis zum 19. Januar verkauft oder in den USA verboten werden. Trump, der die Plattform mit 14.7 Millionen Followern intensiv nutzt, sieht TikTok inzwischen als politisches Instrument, das sich auch zu eigenen Gunsten einsetzen lässt. Diese Haltung steht im Kontrast zu seiner früheren Kritik, die nationale Sicherheitsbedenken betonte. Das Verbot betrifft ByteDance, TikToks chinesische Muttergesellschaft, die Verbindungen zur chinesischen Regierung haben soll. Ein früherer Vorstoß der US-Politik stellte ByteDance vor die Wahl, TikTok entweder an einen US-Anbieter zu verkaufen oder ein Verbot hinzunehmen.

Apple muss in China billiger verkaufen

Apple bietet in China Preisnachlässe auf seine neuesten iPhone-Modelle an. Die Aktion läuft laut der Website des Unternehmens vom 4. bis 7. Januar. Apple hat mit sinkenden Marktanteilen auf dem chinesischen Markt zu kämpfen, wobei die Konkurrenz durch lokale Hersteller immer stärker wird. Der wichtigste chinesische Konkurrent Huawei hat am Wochenende seinerseits die Preise für eine Reihe von High-End-Geräten gesenkt. Apple fiel im zweiten Quartal 2024 kurzzeitig aus den Top Five der chinesischen Smartphone-Anbieter heraus, bevor man sich im dritten Quartal erholte. Dennoch sank der iPhone-Absatz in China im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr, die Verkäufe von Huawei stiegen laut Marktforschern um kräftige 42 Prozent.

China plant weitere Stimulus-Milliarden

China kündigt für 2025 Sonderanleihen im Wert von drei Billionen Yuan (411 Milliarden US-Dollar) an – ein Anstieg, der die bisherige Marke von einer Billion Yuan deutlich übertrifft. Bereits jetzt ergreift die People’s Bank of China (PBoC) Maßnahmen: Im Dezember setzte sie auf milliardenschwere kurzfristige Refinanzierungsgeschäfte (Repos), um Liquidität bereitzustellen. Ziel ist, Investitionen anzukurbeln und den Binnenkonsum zu stärken. Die Sonderanleihen sollen unter anderem Schlüsseltechnologien und die industrielle Modernisierung fördern. Chinas versucht mit den Stimuli, die gebeutelte Wirtschaft zu stabilisieren und gleichzeitig das zuletzt mittelmäßige Wachstum anzukurbeln.

Sklavenarbeit? BYD-Skandal um Arbeitsbedingungen

Brasilien hat befristete Arbeitsvisa für den chinesischen Elektroautohersteller BYD ausgesetzt. Der Schritt folgt Enthüllungen, dass 163 chinesische Arbeiter auf einer BYD-Baustelle in Bahia unter sklavenähnlichen Bedingungen leben sollen. Die betroffenen Arbeiter waren beim Subunternehmen Jinjiang Group angestellt, das die Vorwürfe bestreitet. BYD hat die Zusammenarbeit mit Jinjiang beendet und die Arbeiter vorübergehend in Hotels untergebracht. Brasilien plant strengere Kontrollen für ausländische Unternehmen, was BYDs 620-Millionen-Dollar-Investition gefährden könnte. Das Werk sollte ab März 2025 jährlich 150 000 Fahrzeuge produzieren.

Russische Gaslieferungen durch die Ukraine gestoppt

Zum Jahreswechsel hat Russland die Gaslieferungen nach Europa durch die Ukraine eingestellt. Präsident Selenskyj bezeichnete dies als "Niederlage für Putin", da die Durchleitung vor 25 Jahren noch 130 Milliarden Kubikmeter jährlich betrug. Die Ukraine verweigerte eine Vertragsverlängerung, woraufhin die Zusammenarbeit des russischen Staatskonzerns Gazprom und des ukrainischen Anbieters Naftogaz endete. Moldau und die Slowakei sind am stärksten betroffen, die EU sieht sich vorbereitet: Flexible Infrastruktur und gefüllte Gasspeicher sichern die Versorgung. Gleichzeitig stärkt Europa seine LNG-Importe, besonders aus den USA. Ein Bericht der Marktforscher von LSEG prognostiziert für die USA im Jahr 2025 eine höhere Nachfrage aus Europa und Asien.

Energieagentur erwartet globalen Öl-Überschuss

Die Internationale Energieagentur (IEA) prognostiziert für 2025 eine weltweite Ölproduktion von knapp 105 Millionen Barrel pro Tag bei einer Nachfrage von rund 104 Millionen Barrel pro Tag. Damit droht ein tägliches Überangebot von etwa 900 000 Barrel. OPEC+-Staaten wie Saudi-Arabien und Russland versuchen, durch Produktionskürzungen die Preise zu stabilisieren. Gleichzeitig erhöhen Nicht-OPEC-Staaten wie die USA, Brasilien und Kanada ihre Fördermengen. China, bislang wichtigster Ölimporteur, verzeichnet eine sinkende Nachfrage aufgrund schwacher Wirtschaft und wachsender Elektromobilität. In asiatischen Schwellenländern hingegen bleibt die Nachfrage stabil – ebenso in der chemischen Industrie.

Das war’s schon mit dem Newsflash. Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Woche!

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