Cathie Wood steigt mit Ark Invest ein: Alibaba präsentiert neue Turbo-KI
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Cathie Wood steigt mit Ark Invest ein: Alibaba präsentiert neue Turbo-KI

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Carlo Schmid

Die wichtigsten Punkte

Die US-Investorin Cathie Wood hat mit ihrer Firma Ark Invest nach vier Jahren wieder in Alibaba investiert. Zwei ihrer Fonds halten nun Alibaba-Aktien im Wert von rund 16 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig hat Alibaba auf einer großen Technologiekonferenz sein bisher leistungsstärkstes KI-Modell vorgestellt. Es heißt Qwen3-Max, hat über eine Billion Rechenschritte und soll in vielen Bereichen besonders stark sein. Zudem plant Alibaba neue Rechenzentren in mehreren Ländern, um seine KI-Dienste weltweit verfügbar zu machen. Diese Nachrichten haben dazu geführt, dass mehr Anleger Alibaba-Aktien gekauft haben. Der Kurs erreichte daraufhin den höchsten Stand seit November 2021.

Ark Invest setzt wieder auf Alibaba

Cathie Wood gilt an den Finanzmärkten als Investorin, die früh auf neue Technologien setzt. Bekannt wurde sie durch Investments in Firmen wie Tesla oder Zoom. Nun hat sie nach längerer Zeit wieder Alibaba-Aktien gekauft. Ark Invest hat Anteile im Wert von etwa 16 Millionen US-Dollar erworben und diese in zwei der eigenen Fonds gelegt. Besonders auffällig: Ark hatte seit 2021 keine Alibaba-Aktien mehr im Portfolio, nachdem die chinesische Regierung damals stark gegen große Internetkonzerne durchgegriffen hatte. Mit dem Wiedereinstieg signalisiert Wood laut Analysten, dass sie Alibaba wieder mehr zutraut, vor allem mit Blick auf die neuen Entwicklungen im Bereich Künstliche Intelligenz.

Alibaba-Aktie mit deutlichem Kursanstieg

An der Börse führte die Kombination aus den Ark-Käufen und den neuen KI-Plänen dazu, dass mehr Anleger Alibaba-Aktien nachfragten. Das erhöhte Kaufinteresse ließ den Kurs der in den USA gehandelten Alibaba-Aktien (ADRs) auf den höchsten Stand seit November 2021 steigen. Im bisherigen Jahresverlauf hat sich der Wert der Papiere deutlich erhöht. Viele Anleger setzen darauf, dass Alibaba mit seiner KI-Strategie neue Geschäftsfelder erschließt, um weniger abhängig vom klassischen Onlinehandel zu sein.

Qwen3-Max: Alibabas größtes KI-Modell

Auf der Apsara-Konferenz hat Alibaba sein bislang leistungsstärkstes Sprachmodell vorgestellt: Qwen3-Max. Sprachmodelle sind Computerprogramme, die Texte verstehen und selbst schreiben können. Sie werden mit riesigen Mengen an Daten trainiert. Qwen3-Max verfügt über mehr als eine Billion Parameter, das sind die Stellschrauben, die das Modell beim Lernen anpasst. Laut Alibaba ist das Modell besonders gut darin, Programmcode zu erstellen und eigenständig Aufgaben abzuarbeiten. Erste Tests zeigen, dass es in manchen Bereichen sogar besser abschneidet als vergleichbare Modelle anderer Anbieter.

Qwen3-Next: Weniger Rechenaufwand, gleiche Leistung

Zusätzlich präsentierte Alibaba eine neue Modellfamilie namens Qwen3-Next. Während Qwen3-Max auf pure Größe setzt, geht es hier um Effizienz. Das Modell hat zwar 80 Milliarden Parameter, nutzt aber bei jeder Anfrage nur einen kleinen Teil davon. So spart es Energie und Rechenleistung, ohne dabei deutlich an Qualität zu verlieren. Für Anwender bedeutet das, dass auch sehr lange Texte oder Dokumente auf einmal verarbeitet werden können. Damit zeigt Alibaba, dass es nicht nur um immer größere Modelle geht, sondern auch um alltagstaugliche Lösungen.

Weitere Alibaba KI-Produkte

Neben den Sprachmodellen bringt Alibaba weitere Anwendungen auf den Markt. Dazu gehört ein Spracherkennungssystem namens Qwen3-ASR-Flash. Es soll gesprochene Sprache in Text umwandeln und funktioniert laut Alibaba zuverlässig in elf Sprachen – selbst bei lauten Umgebungen. Außerdem gibt es eine Vorabversion von Qwen3-Max, die über 100 Sprachen unterstützt und weniger Fehler macht als frühere Modelle. Damit wird deutlich, dass Alibaba seine Forschungsergebnisse schnell in praktische Produkte überführt.

Ausbau der Rechenzentren weltweit

Um die neuen KI-Dienste überhaupt anbieten zu können, braucht Alibaba enorme Rechenkapazitäten. Deshalb baut das Unternehmen weltweit neue Rechenzentren. Die ersten Standorte entstehen in Brasilien, Frankreich und den Niederlanden. Weitere sollen in Ländern wie Mexiko, Japan, Südkorea, Malaysia und Dubai folgen. In solchen Rechenzentren stehen zehntausende Hochleistungsrechner, die die KI-Modelle betreiben. Alibaba hatte schon zuvor angekündigt, über 50 Milliarden US-Dollar in den Ausbau seiner Infrastruktur zu investieren, und will diesen Betrag nun noch erhöhen. Zudem arbeitet der Konzern mit dem US-Chiphersteller Nvidia zusammen, um die Technik weiter zu verbessern.

Was das für Anleger bedeutet

Für Anleger ist die Botschaft klar: Mit dem Wiedereinstieg von Cathie Wood bekommt Alibaba Rückenwind von einer bekannten Investorin. Gleichzeitig zeigt das Unternehmen, dass es den Bereich Künstliche Intelligenz sehr ernst nimmt und dafür Milliarden investiert. Für den Aktienkurs ist das kurzfristig positiv, weil mehr Investoren die Aktie kaufen. Entscheidend wird aber sein, ob Alibaba es schafft, die neuen Modelle tatsächlich in profitable Produkte zu verwandeln und damit dauerhaft zusätzliche Einnahmen zu erzielen. Das wird sich erst in den kommenden Quartalen zeigen.

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Carlo Schmid

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