Das Wichtigste in Kürze:
- Adidas verliert deutlich und rutscht im DAX ans Indexende.
- Die Bank of America stuft die Aktie von Buy auf Underperform ab.
- Analysten sehen strukturelle Probleme im globalen Sportartikelmarkt.
Analystenabstufung trifft Adidas zur Unzeit
Während der DAX am 06.01.2026 neue Rekordstände anpeilt, steht Adidas klar auf der Kehrseite. Die Aktie des Sportartikelherstellers verliert zeitweise mehr als sechs Prozent und nähert sich ihrem Zwölf-Monats-Tief von knapp unter 150 Euro. Mitverantwortlich ist ein negativer Analystenkommentar der Bank of America, der den Titel ans Ende des Leitindex drückt.
Analyst Thierry Cota senkte seine Einschätzung gleich um zwei Stufen von Buy auf Underperform. Eine solche Abstufung gilt als ungewöhnlich deutlich und signalisiert eine grundlegende Neubewertung der Geschäftsaussichten. Zugleich wurde das Kursziel von 213 auf 160 Euro reduziert, was den Verkaufsdruck zusätzlich verstärkte.
Zweifel an der Turnaround-Story
Im Mittelpunkt der Kritik steht die Frage, wie es nach der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko weitergehen soll. Großereignisse gelten traditionell als Wachstumstreiber für die Branche und hatten die Adidas-Aktie seit November gestützt. Nach Einschätzung der Bank of America ist diese Turnaround-Story jedoch weitgehend erzählt.
Analyst Thierry Cota bringt die Neubewertung auf einen prägnanten Nenner: „Der 20-jährige Freizeit-Sportartikel-Trend ist abgeschlossen.“ Der globale Markt befinde sich in einem strukturellen Umbruch, geprägt von intensivem Wettbewerb, veränderten Konsumgewohnheiten und zunehmender Preissensibilität. Der seit dem zweiten Quartal 2023 laufende Abschwung habe sich verfestigt und zeige bislang keine belastbaren Anzeichen einer nachhaltigen Erholung.
Was bedeutet das für Anleger?
Für Investoren kommt die Neubewertung nicht völlig überraschend, trifft Adidas jedoch in einer Phase ohnehin schwacher Performance. Im Jahr 2025 gehörte die Aktie mit einem Minus von über 28 Prozent zu den größten Verlierern im DAX. Auch Konkurrenten wie Puma und Nike zeigten zuletzt hohe Volatilität, was den zyklischen Charakter der Branche unterstreicht.
Kurzfristig belasten geringe Wachstumserwartungen und begrenzte Margenperspektiven. Langfristig sehen wir trotz der aktuellen Schwächephase weiterhin Potenzial in der Adidas-Aktie, insbesondere mit Blick auf Markenstärke und globale Marktpositionierung. Zur Einordnung bestimmter Einstiegszielzonen bieten sich unsere Chartanalysen zu Adidas an.
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