Buffetts Abgang mit Knall - Bank of America raus, Öl rein
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Buffetts Abgang mit Knall - Bank of America raus, Öl rein

Author

Arcan Askin

Das Wichtigste in Kürze:

  • In seinem letzten Quartal als CEO verkaufte Warren Buffett 50 Prozent seiner Anteile an der Bank of America.
  • Buffett investierte rund 1.2 Milliarden US-Dollar in den Öl-Giganten Chevron.
  • Abel, der neue CEO, investierte 15.3 Millionen US-Dollar in Berkshire-Aktien.

Buffetts letzter großer Schachzug

Am 31. Dezember 2025 endete eine Ära: Warren Buffett trat nach sechs Jahrzehnten als CEO von Berkshire Hathaway zurück und übergab das Zepter an seinen Nachfolger Greg Abel. Doch das 95-jährige Orakel von Omaha verabschiedete sich nicht leise. Sein finales 13F-Filing für das vierte Quartal 2025 offenbart einen massiven strategischen Wechsel im 258.7 Milliarden US-Dollar schweren Portfolio.



Im Zentrum dieses Umbaus stand die Bank of America. Buffett, der einst als Retter der Bank galt, reduzierte die Position drastisch. Zwischen Mitte 2024 und Ende 2025 verkaufte er über 515 Millionen Aktien – das entspricht rund 50 Prozent von Berkshires einstiger Riesen-Beteiligung. Analysten vermuten hinter diesem Schritt nicht nur Gewinnmitnahmen, sondern auch eine strategische Neuausrichtung angesichts eines sinkenden Leitzinses in den USA , die die Erträge der Banken schmälern  könnte.

Öl statt Banken

Während Buffett Finanzwerte abstieß, floss das Kapital in einen anderen Sektor: Energie. In seinem letzten Quartal als CEO investierte er rund 1.2 Milliarden US-Dollar in den integrierten Öl- und Gaskonzern Chevron. Dieses Investment  ist bereits angesprungen, denn die Chevron-Aktie verzeichnete seit Jahresbeginn einen rasanten Anstieg. Dieser Schritt unterstreicht Buffetts Vorliebe als Value-Stratege für große Unternehmen mit starken Cashflows, aktionärsfreundlicher Politik und einer robusten Marktposition in Zeiten geopolitischer Unsicherheit.

Greg Abels starkes Signal

Abel fackelte als neuer Verantwortlicher nicht lange. Seine erste große Amtshandlung war die Wiederaufnahme des Aktienrückkaufprogramms von Berkshire Hathaway, das unter Buffett für 21 Monate pausiert hatte. Dieser Schritt, der Berkshires gigantischen Cash-Berg von über 373 Milliarden US-Dollar abbaut, geschah mit Buffetts ausdrücklicher Zustimmung.



Noch bemerkenswerter war jedoch Abels persönliches Engagement. Der neue CEO investierte im März 15.3 Millionen US-Dollar, was seinem gesamten Gehalt für das Jahr 2026 nach Steuern entspricht, in 21 Class-A-Aktien von Berkshire Hathaway. Er kündigte zudem an, dies jährlich wiederholen zu wollen. Ein stärkeres Signal des Vertrauens in die Zukunft des Unternehmens hätte Abel den Aktionären kaum senden können. Es zeigt: Die Ära Buffett mag als CEO vorbei sein, aber die Philosophie von Buffet lebt unter  Abel weiter.

FAQ

Was ist Berkshire Hathaway?

Berkshire Hathaway ist eine der größten Holdinggesellschaften der Welt, gegründet von Warren Buffett. Sie besitzt Anteile an Dutzenden Unternehmen – von Versicherungen über Eisenbahnen bis hin zu Konsumgütermarken.

Warum gibt es zwei Berkshire-Aktien (BRK.A und BRK.B)?

Warren Buffett wollte die ursprüngliche Class-A-Aktie (BRK.A) nie splitten, um langfristige Investoren anzuziehen. Da der Preis für viele Anleger unerschwinglich wurde, schuf Berkshire 1996 die günstigere Class-B-Aktie (BRK.B), die wirtschaftlich einem Dreißigstel einer A-Aktie entspricht.

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Arcan Askin

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