„Bitcoin nicht mehr Haupt-Fokus": BTC-Miner HUT 8 und Riot taumeln nach Earnings
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„Bitcoin nicht mehr Haupt-Fokus": BTC-Miner HUT 8 und Riot taumeln nach Earnings

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Arcan Askin

Ist Bitcoin für Miner nicht mehr interessant?

Bitcoin ist für Miner durchaus noch interessant, aber nicht mehr als alleiniger Geschäftszweck. Riot Platforms CEO Jason Les brachte es auf den Punkt: "Wir sehen Bitcoin-Mining nicht mehr als Endziel, sondern als Mittel zum Zweck – und dieser Zweck ist die Maximierung des Werts unserer Megawatt." Beide Unternehmen nutzen ihre massive Strominfrastruktur zunehmend für KI-Rechenzentren und Hochleistungscomputing. Bitcoin-Mining wird zur Cashflow-Maschine, die den Aufbau lukrativerer Geschäftsbereiche finanziert.

Starke Zahlen, schwache Kurse: Das Paradoxon der Q3-Earnings

HUT 8 und Riot Platforms lieferten beide beeindruckende Quartalszahlen ab, doch die Börse reagierte mit Kursverlusten. HUT 8 steigerte den Umsatz um 91 Prozent auf 83.5 Millionen Dollar und reduzierte den Verlust je Aktie von 26 auf sieben Cent. Riot übertraf mit 180.2 Millionen Dollar Umsatz die Erwartungen und erzielte einen Nettogewinn von 104.5 Millionen Dollar. Trotzdem fiel Riots Aktie um über zehn Prozent. Der Grund: Anleger sind skeptisch gegenüber der strategischen Neuausrichtung.

Hut-8-4h-Chart: Die HUT-Aktie befindet sich derzeit im Aufschwung der großen Welle (X). Zugang zu allen Zielzonen und potenziellen Szenarien erhalten Sie hier.

Der große Schwenk: Von Mining zu Mega-Rechenzentren

Beide Unternehmen investieren massiv in Rechenzentren für KI-Anwendungen. Riot startete die Entwicklung von 112 Megawatt am Corsicana-Campus in Texas, während HUT 8 eine gigantische Expansion über vier US-Standorte mit 1530 Megawatt Kapazität ankündigte. Diese Projekte könnten HUT 8s Plattform verdoppeln. Das Ziel: Die vorhandene Strominfrastruktur für hochprofitable KI-Workloads zu nutzen, anstatt nur Bitcoin zu schürfen. Analysten schätzen, dass bis Ende 2027 zwanzig Prozent der Mining-Kapazitäten zu KI wechseln werden.

Warum die Börse nervös reagiert

Die negative Marktreaktion trotz starker Zahlen spiegelt mehrere Sorgen wider. Erstens erfordern Rechenzentren massive Vorabinvestitionen mit längeren Amortisationszeiten als Mining-Equipment. Zweitens müssen die Unternehmen neue Kompetenzen entwickeln und Enterprise-Kunden gewinnen – ein völlig anderes Geschäft als Bitcoin-Mining. Drittens herrscht Unsicherheit über die Bewertung: Sind das noch Mining-Unternehmen oder bereits Rechenzentrumsanbieter? Die Transformation birgt Chancen, aber auch erhebliche Ausführungsrisiken.

FAQ

Was kostet es, einen Bitcoin zu minen?

Die Mining-Kosten variieren stark je nach Strompreis und Effizienz der Hardware. Aktuelle Schätzungen liegen zwischen 25 000 und 45 000 Dollar pro Bitcoin, abhängig von der Region und dem verwendeten Equipment. Nach dem Halving im April 2024 sind die Kosten gestiegen, da die Belohnungen halbiert wurden.

Welche Bitcoin-Aktie ist die beste?

Das hängt von der Anlagestrategie ab. Marathon Digital fokussiert weiterhin primär auf Bitcoin-Mining, während HUT 8 und Riot auf Diversifizierung setzen. Für reine Bitcoin-Exposure sind traditionelle Miner geeignet, für langfristige Infrastruktur-Plays die diversifizierten Unternehmen.

Ja, Bitcoin-Mining ist in Deutschland grundsätzlich legal. Allerdings unterliegt es steuerlichen Regelungen und muss bei gewerblichem Betrieb angemeldet werden. Private Miner müssen Gewinne versteuern, wenn sie innerhalb eines Jahres nach Anschaffung verkaufen.

Wie lange minen für einen Bitcoin?

Das hängt von der Hash-Rate und dem verwendeten Equipment ab. Mit einem modernen ASIC-Miner wie dem Antminer S21 würde es bei aktueller Netzwerk-Schwierigkeit etwa drei bis vier Jahre dauern, um einen ganzen Bitcoin zu minen. In Mining-Pools geht es schneller, aber die Belohnungen werden geteilt.

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Arcan Askin

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