BASF überrascht – doch der Cashflow warnt
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BASF überrascht – doch der Cashflow warnt

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Arcan Askin

Das Wichtigste in Kürze:

  • BASF übertraf die Umsatzprognose um 706 Millionen Euro.
  • Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg auf 1.28 Euro.
  • Der freie Cashflow sank auf minus 189 Millionen Euro.

Q2 2026 QuartalsergebnisseIst-WertSchätzung
Umsatz€17.206B€16.5B
EPS€1.28€0.85
Chemikalien€3.595B€3.3B
Materialien€3.790B€3.8B
Industrielle Lösungen€2.328B€2.3B

BASF übertrifft im zweiten Quartal 2026 die Erwartungen

BASF hat im zweiten Quartal 2026 einen Umsatz von 17 206 Milliarden Euro erzielt und damit die Analystenschätzung von 16.5 Milliarden Euro um 706 Millionen Euro übertroffen. Gegenüber dem Vorjahresquartal stiegen die Erlöse um 16.4 Prozent. Das bereinigte Ergebnis je Aktie erreichte 1.28 Euro, während der Konsens lediglich 0.85 Euro erwartet hatte. Damit lag BASF um 0.43 Euro über der Prognose. Im Jahresvergleich erhöhte sich das bereinigte Ergebnis je Aktie um 166.7 Prozent.

Das EBITDA stieg um 48.6 Prozent auf 1965 Milliarden Euro, belastet durch Sondereinflüsse von minus 484 Millionen Euro. Vor Sondereinflüssen erreichte das EBITDA 2449 Milliarden Euro, ein Anstieg um 53.6 Prozent. Nach Abschreibungen von 1028 Milliarden Euro belief sich das EBIT auf 937 Millionen Euro und lag 137.1 Prozent über dem Vorjahr. Das EBIT vor Sondereinflüssen stieg um 115.6 Prozent auf 1479 Milliarden Euro. Die Sondereinflüsse im EBIT betrugen minus 542 Millionen Euro.

Chemikalien und Materialien stützen die Entwicklung bei BASF

Das Segment Chemikalien war der wichtigste Umsatztreiber. Die Erlöse stiegen um 43.7 Prozent auf 3595 Milliarden Euro und übertrafen die Erwartung von 3.3 Milliarden Euro um 295 Millionen Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 80.3 Prozent. Höhere Petrochemiepreise infolge von Lieferengpässen im Nahen Osten, zusätzliche Mengen aus dem neuen Verbundstandort Zhanjiang und bessere Margen in Europa stützten das Geschäft.



Materialien lieferte den größten Ergebnisbeitrag. Der Umsatz stieg um 17.0 Prozent auf 3.79 Milliarden Euro, verfehlte die Prognose von 3.8 Milliarden Euro jedoch knapp um zehn Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA erhöhte sich dank höherer MDI- und Ammoniakpreise, wachsender Mengen und niedrigerer Fixkosten um 93.9 Prozent auf 792 Millionen Euro. Industrielle Lösungen steigerten den Umsatz um 7.8 Prozent, Ernährung und Pflege um 5.7 Prozent. Oberflächentechnologien wuchsen um 11.5 Prozent, Landwirtschaftliche Lösungen um 0.6 Prozent und Sonstige um 32.6 Prozent.

Einordnung und Analyse für BASF

Die Ergebnisverbesserung von BASF schlägt sich bislang nur eingeschränkt im Cashflow nieder. Der operative Cashflow sank gegenüber dem Vorjahr um 66.9 Prozent auf 524 Millionen Euro. Der freie Cashflow fiel um 135.5 Prozent auf minus 189 Millionen Euro, weil höhere Preise und Umsätze zusätzliches Working Capital banden. Die operative Marge erreichte 5.4 Prozent. Eine Bruttomarge wurde nicht ausgewiesen.

Das Finanzergebnis lag bei minus 177 Millionen Euro, während Beteiligungen 20 Millionen Euro beitrugen. Das Ergebnis vor Steuern stieg um 253.6 Prozent auf 780 Millionen Euro. Das Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten belief sich auf 589 Millionen Euro, aus aufgegebenen Aktivitäten auf 3565 Milliarden Euro. Insgesamt wurden 4154 Milliarden Euro nach Steuern verbucht. Davon entfielen 4144 Milliarden Euro als zurechenbarer Nettogewinn auf die BASF-Aktionäre. Das berichtete Ergebnis je Aktie stieg um 5211.1 Prozent auf 4.78 Euro. Davon entfielen 0.67 Euro auf fortgeführte und 4.11 Euro auf aufgegebene Aktivitäten.


Elliot-Wellen-Analyse Chart




Ausblick und Prognose

BASF erhöhte die Prognose für das EBITDA vor Sondereinflüssen 2026 auf eine Spanne von 6.9 Milliarden bis 7.7 Milliarden Euro. Für den freien Cashflow erwartet der Konzern weiterhin 1.5 Milliarden bis 2.3 Milliarden Euro. Die CO₂-Emissionen sollen zwischen 17.2 Millionen und 18.2 Millionen metrischen Tonnen liegen. Risiken bleiben ein schwächeres globales Chemiewachstum und der Konflikt im Nahen Osten.

Regional führte Asien-Pazifik das Wachstum mit 21.3 Prozent an. Greater China legte dank Zhanjiang um 34.3 Prozent zu. Europa wuchs um 18.0 Prozent, Nordamerika um 12.2 Prozent. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 8.0 Prozent auf 83 867 Milliarden Euro, während die Nettoverschuldung um 19.6 Prozent auf 17 117 Milliarden Euro sank. Die Eigenkapitalquote betrug 44.6 Prozent. Investitionen einschließlich Akquisitionen gingen um 20.9 Prozent auf 856 Millionen Euro zurück. Die Zahl der Beschäftigten bei BASF lag bei 94 910 und damit 14.4 Prozent unter dem Vorjahreswert.

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BASF SE Fundamentaldaten - Jahresabschlüsse

    

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