Das Wichtigste in Kürze:
- Albemarle-Umsatz stieg 32.7 Prozent auf 1.40 Milliarden US-Dollar.
- Bereinigtes EPS lag mit 2.95 US-Dollar klar über Konsens.
- Free Cash Flow sank 32.1 Prozent auf 247.6 Millionen US-Dollar.
| Q1 2026 Quartalsergebnisse | Ist-Wert | Schätzung |
|---|---|---|
| Umsatz | $1.4B | $1.33B |
| EPS | $2.95 | $1.24 |
| Energiespeicherung | $891.2M | $775M |
| Spezialitäten | $358.4M | $319M |
| Unternehmen und Sonstiges | $179.2M | $236M |
Albemarle erstes Quartal 2026: Umsatz und EPS schlagen Erwartungen
Albemarle hat im ersten Quartal 2026 die Markterwartungen deutlich übertroffen. Der Umsatz erreichte 1.40 Milliarden US-Dollar und lag damit über der Analystenschätzung von 1.33 Milliarden US-Dollar; der Konzern schlug den Konsens um 0.10 Milliarden US-Dollar. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Plus von 32.7 Prozent. Noch deutlicher fiel die Überraschung beim Gewinn aus: Das bereinigte EPS lag bei 2.95 US-Dollar nach erwarteten 1.24 US-Dollar und damit 1.71 US-Dollar über Konsens.
Der Vorjahresvergleich beim EPS wurde als NM ausgewiesen, ist also nicht sinnvoll vergleichbar. Auf GAAP-Basis meldete Albemarle ein verwässertes EPS von 2.34 US-Dollar. Der Nettogewinn lag bei 319.1 Millionen US-Dollar, der den Stammaktionären zurechenbare Gewinn bei 277.4 Millionen US-Dollar und der bereinigte Nettogewinn bei 401.5 Millionen US-Dollar.
Albemarle-Segmente: Energiespeicherung dominiert das Wachstum
Der wichtigste Treiber war die Energiespeicherung. Der Segmentumsatz stieg um 69.9 Prozent auf 891.2 Millionen US-Dollar und übertraf die Erwartung von 775.0 Millionen US-Dollar klar. Das bereinigte EBITDA der Sparte legte um 196 Prozent auf 551.0 Millionen US-Dollar zu. Ausschlaggebend waren 51 Prozent höhere Lithiumpreise, 14 Prozent mehr Volumen, günstige Spodumen-Bestände und Produktivitätsgewinne.
Auch Spezialitäten entwickelte sich besser als erwartet: Der Umsatz erhöhte sich um 11.7 Prozent auf 358.4 Millionen US-Dollar gegenüber geschätzten 319.0 Millionen US-Dollar. Das bereinigte EBITDA stieg um 30 Prozent auf 76.0 Millionen US-Dollar, gestützt durch sieben Prozent Volumenwachstum, zwei Prozent bessere Preise und Kostendisziplin. Unternehmen und Sonstiges blieb dagegen schwach: 179.2 Millionen US-Dollar Umsatz lagen unter den erwarteten 236.0 Millionen US-Dollar und 22.5 Prozent unter Vorjahr.
Analyse für Albemarle
Die Profitabilität von Albemarle hat sich spürbar verbessert, auch wenn die Cashflows gegenüber dem Vorjahr zurückgingen. Der Free Cash Flow sank um 32.1 Prozent auf 247.6 Millionen US-Dollar, der operative Cashflow um 36.7 Prozent auf 346.2 Millionen US-Dollar. Die Investitionen lagen bei 98.7 Millionen US-Dollar.
Operativ zeigen die Margen aber eine deutliche Hebelwirkung: Der Bruttogewinn erreichte 501.0 Millionen US-Dollar bei einer Bruttomarge von 35.1 Prozent, das operative Ergebnis lag bei 233.5 Millionen US-Dollar und die operative Marge bei 16.3 Prozent. Das bereinigte EBITDA sprang um 148 Prozent auf 663.8 Millionen US-Dollar, die bereinigte EBITDA-Marge betrug 46.5 Prozent. Belastend wirkten Umsatzkosten von 927.8 Millionen US-Dollar, Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeine Kosten von 137.4 Millionen US-Dollar, Forschungs- und Entwicklungsausgaben von 9.2 Millionen US-Dollar, Restrukturierungen von 25.9 Millionen US-Dollar sowie ein Verlust aus Geschäftsverkäufen von 95.0 Millionen US-Dollar.
Ausblick und Prognose
Albemarle gab keine konkrete Prognose für das nächste Quartal ab. Für das Gesamtjahr 2026 stellt das Management je nach Lithiumpreisszenario Nettoumsätze von 4.10 Milliarden bis 7.80 Milliarden US-Dollar und ein bereinigtes EBITDA von 0.90 Milliarden bis 4.40 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Die Investitionen sollen 550.0 Millionen bis 600.0 Millionen US-Dollar betragen. Die Bilanz wurde durch Portfolioverkäufe gestärkt: Aus dem Verkauf von Eurecat und einer Mehrheitsbeteiligung an Ketjen flossen netto 648.0 Millionen US-Dollar zu.
Albemarle reduzierte Schulden um 1.30 Milliarden US-Dollar, die Gesamtverschuldung liegt bei 1.90 Milliarden US-Dollar. Flüssige Mittel von 1.10 Milliarden US-Dollar, Liquidität von 2.70 Milliarden US-Dollar und ein Verhältnis von Nettoschulden zu bereinigtem EBITDA von 1.0-fach geben Spielraum. Erwartete Zinsaufwendungen sinken auf 120.0 Millionen bis 140.0 Millionen US-Dollar.
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