Das Wichtigste in Kürze:
- Adidas-Umsatz steigt um sieben Komma eins Prozent auf sechs Komma sechs Milliarden Euro.
- EPS liegt bei zwei Euro und siebzig Cent und übertrifft Erwartungen um siebzehn Cent.
- Operativer Gewinn steigt um 16 Prozent auf 705 Millionen Euro.
| Q1 2026 Quartalsergebnisse | Ist-Wert | Schätzung |
|---|---|---|
| Umsatz | €6.6B | €6.3B |
| EPS | €2.70 | €2.53 |
| Europa | €2.1B | €2.0B |
| Nordamerika | €1.2B | €1.1B |
| Großchina | €1.1B | €1.1B |
Adidas im ersten Quartal 2026: Umsatz und Gewinn über Konsens
Adidas ist mit Ergebnissen über den Erwartungen in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Der Umsatz erreichte im ersten Quartal 2026 sechs Komma sechs Milliarden Euro und lag damit über den erwarteten sechs Komma drei Milliarden Euro. Der Sportartikelkonzern übertraf den Konsens um 292 Millionen Euro; im Jahresvergleich entspricht das einem Plus von sieben Komma eins Prozent.
Auch beim Gewinn je Aktie lag Adidas über den Erwartungen: Das EPS belief sich auf zwei Euro und siebzig Cent nach erwarteten zwei Euro und 53 Cent und damit 17 Cent über der Prognose. Gegenüber dem Vorjahr stieg das EPS um zehn Komma neun Prozent. Der Nettogewinn belief sich auf 487 Millionen Euro, der Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten auf 484 Millionen Euro. Das Vorsteuerergebnis lag bei 646 Millionen Euro, bei Ertragsteuern von 161 Millionen Euro und einer Steuerquote von 25.0 Prozent.
Adidas-Segmente: Direktvertrieb und Bekleidung treiben Wachstum
Der wichtigste operative Wachstumstreiber war bei Adidas der Direktvertrieb an Endkunden. Der DTC-Umsatz erreichte zwei Komma fünf Milliarden Euro und lag damit über den erwarteten zwei Komma vier Milliarden Euro; gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Plus von 15 Prozent. Währungsbereinigt stieg der DTC-Umsatz sogar um 22 Prozent, getragen von 25 Prozent Wachstum im E-Commerce und 19 Prozent im eigenen Einzelhandel.
Auf Produktebene hob sich Bekleidung hervor: Der Umsatz lag bei zwei Komma vier Milliarden Euro nach erwarteten zwei Komma drei Milliarden Euro und stieg um 24 Prozent zum Vorjahr. Währungsbereinigt betrug das Plus 31 Prozent, unterstützt durch Football, Running, Training, Motorsport und Originals. Schuhe erzielten drei Komma sieben Milliarden Euro gegenüber erwarteten drei Komma fünf Milliarden Euro, lagen aber zwei Prozent unter dem Vorjahr. Regional blieb Europa mit zwei Komma eins Milliarden Euro über den erwarteten zwei Komma null Milliarden Euro, während Lateinamerika mit 831 Millionen Euro die Erwartungen von 794 Millionen Euro übertraf.
Analyse für Adidas
Fundamental zeigt Adidas im ersten Quartal 2026 eine verbesserte Ertragsqualität, auch wenn wichtige Cashflow-Kennzahlen fehlen. Der Free Cash Flow wurde nicht veröffentlicht; ein Vorjahresvergleich wurde ebenfalls nicht ausgewiesen. Auch der Operating Cash Flow wurde nicht veröffentlicht, inklusive nicht ausgewiesenem Vorjahresvergleich. Für Anleger bleibt damit offen, wie stark sich das bessere Ergebnis kurzfristig in Liquidität übersetzt.
Die Margenentwicklung spricht dennoch für operative Disziplin. Der Bruttogewinn lag bei drei Komma vier Milliarden Euro, die Umsatzkosten bei drei Komma zwei Milliarden Euro, was eine Bruttomarge von 51.1 Prozent ergibt. Der operative Gewinn stieg um 16 Prozent auf 705 Millionen Euro, die operative Marge verbesserte sich um null Komma acht Prozentpunkte auf zehn Komma sieben Prozent. Belastend wirkten Währungseffekte und höhere US-Zölle. Weitere operative Aufwendungen beliefen sich auf zwei Komma sieben Milliarden Euro, darunter 756 Millionen Euro Marketing- und Point-of-Sale-Ausgaben sowie eins Komma neun Milliarden Euro Gemeinkosten.
Elliot-Wellen-Analyse für adidas AG
Ausblick und Prognose
Adidas bestätigte für 2026 einen konstruktiven Ausblick. Der Konzern erwartet währungsbereinigte Umsätze mit einem Anstieg im hohen einstelligen Prozentbereich. Der operative Gewinn soll rund zwei Komma drei Milliarden Euro erreichen. Nach dem Ergebnis des ersten Quartals wirkt diese Zielsetzung für den Markt plausibler, da Umsatz und EPS bereits zum Jahresauftakt über den Erwartungen lagen.
Die Bilanzkennzahlen bleiben zugleich ein wichtiger Beobachtungspunkt. Adidas wies Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 873 Millionen Euro aus, Vorräte von fünf Komma acht Milliarden Euro und operatives Working Capital von sechs Komma sechs Milliarden Euro. Die bereinigten Nettofinanzverbindlichkeiten lagen bei fünf Komma fünf Milliarden Euro, die Verschuldungsquote bei eins Komma siebenfach. Positiv ist die breite Wachstumsbasis: Performance-Umsätze stiegen währungsbereinigt um 29 Prozent, unterstützt durch FIFA-World-Cup-2026-Trikots, den Spielball, Adizero, Hyperboost Edge und Adizero Dropset Elite.
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