8000 Bitcoin im Müll: James Howells gibt Suche auf
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8000 Bitcoin im Müll: James Howells gibt Suche auf

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Carlo Schmid

Die wichtigsten Informationen des Artikels auf einen Blick:

Der Waliser James Howells hat vor zwölf Jahren versehentlich eine Festplatte entsorgt, auf der sich 8 000 Bitcoin befanden. Heute wären diese rund 920 Millionen US-Dollar wert. Dies brachte ihm unter anderem den Spitznamen Müllionär ein. Nach jahrelangen vergeblichen Versuchen, von der Stadt Newport eine Genehmigung zur Suche auf deren Mülldeponie zu erhalten, scheiterte er Anfang 2025 endgültig vor Gericht. Nun will er eine Kryptowährung herausgeben, die symbolisch an die verlorenen Coins gekoppelt ist, obwohl eine Bergung als nahezu ausgeschlossen gilt.

Ein früher Bitcoin-Pionier

James Howells aus Newport, Wales, gehörte zu den ersten Bitcoin-Minern weltweit. Bereits 2009 begann er, die damals noch weitgehend unbekannte Kryptowährung zu schürfen. Auf einer Festplatte sicherte er die privaten Schlüssel zu 8 000 Bitcoin. 2010 beschädigte er seinen Laptop dann versehentlich mit Limonade. Die Festplatte baute er daraufhin aus und bewahrte sie in einer Schublade auf. Dort blieb sie, bis sie im Sommer 2013 versehentlich auf der Mülldeponie der Stadt Newport entsorgt wurde.

Zwölf Jahre vergebliche Bergungsversuche

Mit dem Aufstieg des Bitcoin-Kurses unternahm Howells zahlreiche Anläufe, um die Genehmigung der Stadt zur Bergung der Festplatte aus der Mülldeponie zu erhalten. Die Stadt Newport lehnte stets ab, mit Verweis auf hohe Kosten, Umweltauflagen und geringe Erfolgsaussichten. Selbst großzügige Angebote, Teile des Vermögens an die Gemeinde zu spenden, blieben erfolglos. Aufwändige Pläne mit Robotern, Drohnen und KI-Technik scheiterten ebenfalls an der fehlenden Erlaubnis.

2023 zog Howells deshalb vor Gericht und forderte Schadensersatz in Höhe von 495 Millionen Pfund. Anfang 2025 wies ein Richter nun die Klage endgültig ab: Der Fall habe „keine realistische Aussicht auf Erfolg“, zudem liege das Eigentum an der Festplatte inzwischen bei der Stadt. Damit endete offiziell die jahrelange Suche nach den verlorenen Bitcoin.

Neuer Plan: Ceiniog Coin

Howells will nun 800 Milliarden Ceiniog Coins (INI) ausgeben, gebaut auf dem Bitcoin-Netzwerk. Jeder Coin soll symbolisch einem Satoshi der verlorenen Bitcoin entsprechen. Ein Satoshi ist die kleinste Einheit der Kryptowährung Bitcoin: 1 Bitcoin = 100 Millionen Satoshi. Kritiker bemängeln, dass der Token keinerlei reale Deckung habe. Howells hingegen gibt sich kämpferisch: „Man kann Türen blockieren und Gerichte kontrollieren, aber nicht die Blockchain stoppen.“ Ob das Projekt Erfolg hat, bleibt offen.

Wichtige Fragen und Antworten zu James Howells:

Wer ist James Howells?

James Howells ist ein IT-Spezialist aus Newport, Wales, der zu den frühesten Bitcoin-Minern weltweit zählt. Er wurde in den 1980er-Jahren geboren, entwickelte schon als Teenager ein Interesse an Computern und arbeitete später als Computertechniker.

Wo kommen die Bitcoin von James Howells her?

Howells begann bereits 2009 mit dem Mining von Bitcoin, als die Kryptowährung noch weitgehend unbekannt war und nur wenige Miner im Netzwerk aktiv waren. Die 8.000 Bitcoin entstanden durch diese frühen Mining-Aktivitäten mit einem einfachen Laptop.

Wie viel Bitcoin hat James Howells verloren?

Er verlor 8.000 Bitcoin, weil er 2013 versehentlich eine Festplatte entsorgte, auf der die privaten Schlüssel zu diesen Coins gespeichert waren. Heute wären diese Bitcoin rund 920 Millionen US-Dollar wert.

Wann bringt James Howells seine Ceiniog Coins raus?

Laut seinen aktuellen Plänen will Howells die Ceiniog Coins, 800 Milliarden Token, symbolisch an seine verlorenen Bitcoin gekoppelt, bis Ende dieses Jahres herausbringen.

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Carlo Schmid

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