Milliarden-Klage: Musk will Geld von Microsoft und OpenAI
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Milliarden-Klage: Musk will Geld von Microsoft und OpenAI

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Arcan Askin

Das Wichtigste in Kürze:

  • Musk fordert bis zu 134 Mrd. Dollar wegen Verletzung der Gründungsvereinbarung.
  • Vorwurf: Abkehr von der Gemeinnützigkeit zugunsten von Microsofts Profit.
  • OpenAI und Microsoft weisen die Forderungen als "unseriös" und "unplausibel" zurück.

Der Verrat an der Vision: Musks Kampf gegen OpenAI

Ein Beben erschüttert die Welt der künstlichen Intelligenz: Elon Musk, einer der Mitgründer von OpenAI, hat eine Klage gegen das von ihm mit aufgebaute Unternehmen und dessen Hauptinvestor Microsoft eingereicht, die es in sich hat. Die Forderung beläuft sich auf eine schwindelerregende Summe von bis zu 134 Milliarden US-Dollar. Der Kern des Vorwurfs ist fundamental: Musk behauptet, OpenAI habe seine ursprüngliche, gemeinnützige Mission verraten.

Das Unternehmen wurde 2015 mit dem Ziel gegründet, künstliche Intelligenz zum Wohle der gesamten Menschheit zu entwickeln. Stattdessen, so argumentiert Musk, sei es zu einer gewinnorientierten Tochtergesellschaft von Microsoft verkommen, die primär kommerzielle Interessen verfolge. Diese Verletzung der Gründungsvereinbarung sei die Basis für seine gigantische Forderung nach Herausgabe unrechtmäßiger Gewinne.

Milliarden für eine Idee: Die finanzielle Dimension des Streits

Musks Anwälte beziffern den Wert seiner ursprünglichen Beiträge auf eine enorme Summe. Neben einer Anschubfinanzierung von 38 Millionen US-Dollar, was damals rund 60 Prozent des Startkapitals entsprach, habe er seinen Ruf, seine Kontakte und sein Wissen über die Skalierung von Technologieunternehmen eingebracht.

Ein von Musks Seite beauftragter Experte errechnete daraus den heutigen Wert seines Anteils, der sich auf bis zu 109.4 Milliarden US-Dollar von OpenAI und weitere bis zu 25.1 Milliarden von Microsoft belaufen soll. Die Argumentation ist, dass ein früher Investor, der maßgeblich zum Erfolg beigetragen hat, auch an den späteren Gewinnen beteiligt werden muss. Die Gegenseite weist diese Berechnungen als "erfunden" und "nicht nachprüfbar" zurück und bezeichnet die Forderung als "unseriös".

Konkurrenzkampf und Gegenvorwürfe: Ein Prozess bahnt sich an

Die beklagten Unternehmen, OpenAI und Microsoft, sehen in der Klage ein strategisches Manöver. Sie kontern mit dem Vorwurf, Musk habe 2018 versucht, die volle Kontrolle über OpenAI zu erlangen und das Unternehmen mit Tesla zu fusionieren. Nachdem dies scheiterte, verließ er OpenAI im Streit. Heute ist Musk mit seiner eigenen Firma xAI und dem Chatbot Grok ein direkter Konkurrent.

Grok von xAI konkurriert mit OpenAI durch ein Sprachmodell mit weniger Inhaltsbeschränkungen.

Die Klage diene daher vor allem dazu, einen Wettbewerber zu bremsen. Ein Richter in Kalifornien hat den Antrag auf Abweisung der Klage jedoch abgelehnt, sodass nun ein brisanter Prozess für April 2026 erwartet wird. Dieser Rechtsstreit offenbart die tiefen Gräben und den erbitterten Machtkampf, der um die kommerzielle Zukunft der künstlichen Intelligenz entbrannt ist.

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FAQ 

Kann man Aktien von OpenAI kaufen?

Nein, als privater Anleger kann man derzeit keine Aktien von OpenAI kaufen, da das Unternehmen nicht an der Börse notiert ist. Ein möglicher Börsengang wird zwar für die Zukunft erwartet, aber aktuell ist der Handel nur für akkreditierte Großinvestoren im Rahmen von privaten Finanzierungsrunden möglich.

Wie hängen OpenAI und Microsoft zusammen?

Microsoft ist der mit Abstand größte Investor und strategische Partner von OpenAI und hat über 13 Milliarden US-Dollar in das Unternehmen investiert. Im Gegenzug erhält Microsoft exklusiven Zugang zu OpenAI's KI-Technologien und integriert diese tief in seine eigenen Produkte wie die Azure-Cloud und die Office-Suite.

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Arcan Askin

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