Zuckerberg feiert: Die halbe Welt nutzt Instagram!
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Zuckerberg feiert: Die halbe Welt nutzt Instagram!

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Carlo Schmid

Die wichtigsten Punkte

Instagram hat die Marke von drei Milliarden monatlich aktiven Nutzern überschritten. Ein Meilenstein, den Meta-Chef Mark Zuckerberg am 24. September 2025 bekanntgab. Zuvor lag die letzte offiziell genannte Zahl im Oktober 2022 bei etwas mehr als zwei Milliarden. Den jüngsten Schub verdankt die Plattform vor allem dem Kurzvideo-Format Reels, das im direkten Wettbewerb mit TikTok und YouTube Shorts steht. Parallel dazu baut Meta seine politische und technologische Macht aus: In den USA wird Metas KI-System Llama künftig von Regierungsbehörden genutzt, auch Verbündete und die NATO sollen Zugriff bekommen. Um die nötige Rechenleistung bereitzustellen, entstehen gigantische Rechenzentren, begleitet von Milliardeninvestitionen und Steuererleichterungen, allerdings auch von Kritik. Für Meta ist Instagram längst ein zentraler Umsatztreiber. Analysten schätzen, dass Instagram 2025 mehr als die Hälfte des US-Werbeumsatzes von Meta ausmacht.

Drei Milliarden Nutzer: Ein globaler Rekord

Instagram ist heute weit mehr als eine App zum Teilen von Fotos. Seit seiner Gründung 2010 und der Übernahme durch Meta (damals Facebook) im Jahr 2012 hat sich die Plattform kontinuierlich weiterentwickelt. Am 24. September 2025 verkündete Mark Zuckerberg nun, dass Instagram drei Milliarden monatlich aktive Nutzer erreicht hat. Damit gehört die App in eine Liga mit Facebook und WhatsApp, die beide ebenfalls diese Marke überschritten haben. Zum Vergleich: Als Meta 2022 das letzte Mal offizielle Zahlen für Instagram nannte, lag die Zahl bei etwas mehr als zwei Milliarden. Innerhalb von drei Jahren sind also rund eine Milliarde neuer Nutzer hinzugekommen.

Warum Reels der Wachstumsmotor ist

Ein entscheidender Grund für dieses Wachstum sind laut des Unternehmens, die Reels, kurze Videos, die ähnlich wie bei TikTok automatisch in einem endlosen Stream angezeigt werden. Dieses Format spricht besonders junge Nutzer an, die Inhalte in wenigen Sekunden konsumieren. Meta hat Reels massiv gefördert, sowohl auf Instagram als auch auf Facebook, um den Erfolg von TikTok abzufangen. Die Strategie zahlt sich aus: Laut Reuters hat gerade dieses Format entscheidend dazu beigetragen, dass Instagram so stark zulegen konnte. Für Meta ist es wichtig, dass Nutzer länger in der App bleiben, da sich so mehr Werbung ausspielen lässt, und genau das funktioniert mit Reels.

Wie Meta seine Zahlen darstellt

Früher veröffentlichte Meta die Nutzerzahlen seiner Apps einzeln. Seit April 2024 ist das nicht mehr der Fall. Stattdessen fasst das Unternehmen alle Dienste – also Facebook, Instagram, WhatsApp und Messenger – als „Family of Apps“ zusammen. Im Juli 2025 nutzten laut CNBC täglich 3,48 Milliarden Menschen mindestens einen dieser Dienste. Das macht es schwieriger, die Entwicklung einzelner Plattformen nachzuvollziehen, gibt Meta aber mehr Spielraum, wenn eine App einmal nicht so stark wächst. Die jetzt verkündeten drei Milliarden Nutzer für Instagram sind daher ein seltenes Update.

Meta-KI bei der US-Regierung

Neben der Reichweite im Privatkundengeschäft arbeitet Meta zunehmend daran, seine Technologie auch in den öffentlichen Sektor zu bringen. Laut einem Bericht hat die US-Beschaffungsbehörde GSA angekündigt, Metas KI-Modelle der Reihe Llama in ihr sogenanntes OneGov-Framework einzubinden. Dieses System soll Behörden in den USA einen standardisierten Zugang zu modernen KI-Tools verschaffen. Bemerkenswert ist, dass nicht nur US-Behörden, sondern auch Verbündete in Europa und Asien sowie die NATO Zugang erhalten könnten. Zusätzlich verhandelt Meta über einen Cloud-Deal im Umfang von rund 20 Milliarden US-Dollar mit dem Anbieter Oracle, um die nötige Rechenkapazität bereitzustellen. Parallel dazu wurde ein neues Super-PAC gegründet, mit dem Meta politische Kandidaten unterstützt, die sich für technologische Innovationen einsetzen.

Rechenzentren, Energie und Kritik

Damit die KI-Projekte tatsächlich funktionieren, braucht Meta enorme Rechenleistung. Diese soll aus neuen Rechenzentren kommen, die zu den größten der Welt gehören könnten. Ein Beispiel ist das geplante Mega-Rechenzentrum im US-Bundesstaat Louisiana, über das der STANDARD berichtet. Dort will Meta nicht nur riesige Serverhallen errichten, sondern gleich drei neue Gaskraftwerke bauen, um den Strombedarf zu decken. Die örtlichen Behörden locken mit Steuervergünstigungen, doch Kritiker monieren, dass die Schaffung von Arbeitsplätzen unklar bleibt. In offiziellen Vereinbarungen ist lediglich vage von Vollzeitstellen die Rede, ohne dass klar wäre, wie viele davon tatsächlich vor Ort entstehen.

Warum Instagram auch fürs Geschäft entscheidend ist

Für Meta ist Instagram längst mehr als eine Plattform für soziale Interaktion. Analysten schätzen, dass die App 2025 mehr als die Hälfte des US-Werbeumsatzes von Meta beisteuern könnte. Damit wäre Instagram der wichtigste Umsatztreiber des Konzerns – noch vor Facebook. Besonders die Kombination aus jungen Zielgruppen, die viel Zeit mit Reels verbringen, und Unternehmen, die dort ihre Werbung platzieren wollen, macht Instagram so lukrativ.

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Carlo Schmid

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