Vorbild Intel: Trump plant Einstiege bei diesen Tech-Unternehmen
#Technologie

Vorbild Intel: Trump plant Einstiege bei diesen Tech-Unternehmen

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Esma Sakalli

Die wichtigsten Punkte

Die USA wollen mit staatlichen Beteiligungen an Schlüsselindustrien wie Intel oder US Steel ihre Abhängigkeit von China verringern. Finanzminister Scott Bessent kündigte an, dass Washington stärker in strategische Sektoren eingreifen wird, um nationale Sicherheit und technologische Souveränität zu sichern. Auslöser sind chinesische Exportbeschränkungen für Seltene Erden – ein Wendepunkt, der eine neue Ära amerikanischer Industriepolitik und Staatsbeteiligung einleitet.

Amerikas neue Industriepolitik: Der Staat greift durch

Die Vereinigten Staaten schlagen ein neues Kapitel in ihrer Wirtschaftsgeschichte auf. Finanzminister Scott Bessent kündigte in Washington an, dass die Regierung künftig mehr Einfluss auf strategisch wichtige Unternehmen nehmen werde – ein Schritt, der den jahrzehntelang geheiligten Glauben an freie Märkte ins Wanken bringt. Auslöser ist die jüngste Eskalation im Handelskonflikt mit China. Peking will künftig Exportlizenzen für Produkte verlangen, die auch nur Spuren von chinesischen Seltenen Erden enthalten. Das träfe vom Smartphone bis zum Kampfjet fast die gesamte westliche Industrie.

Die USA wollen im Handelskonflikt mit China ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit sichern und dafür mehr staatlichen Einfluss auf strategisch wichtige Unternehmen ausüben.

Präsident Trump reagierte mit Drohungen: 100-Prozent-Zölle auf chinesische Waren ab November. Hinter den Schlagzeilen steht eine tiefere Zäsur – die USA wollen wirtschaftliche Souveränität zurückgewinnen, indem sie sich von chinesischen Rohstoffen, Technologien und Lieferketten entkoppeln. „Wenn wir einer staatsgelenkten Wirtschaft wie China begegnen, müssen wir selbst Industriepolitik betreiben“, sagte Bessent. Der Gedanke: Nicht mehr nur regulieren, sondern mitbesitzen.

Von Subvention zu Eigentum

Diese neue Linie ist kein theoretisches Konstrukt. Washington hält bereits Anteile an US Steel, Intel und mehreren Bergbauunternehmen, darunter MP Materials und Trilogy Metals – Firmen, die kritische Rohstoffe fördern. Auch Halbleiter sind ins Zentrum der Strategie gerückt. Im August investierte die US-Regierung 8.9 Milliarden US-Dollar in Intel und sicherte sich damit knapp zehn Prozent des Unternehmens. Es ist die größte staatliche Beteiligung an einem Tech-Konzern in der amerikanischen Geschichte – und kein Rettungspaket, sondern ein Signal.


Intel gilt als Schlüssel, um die Abhängigkeit von Taiwan und China bei modernsten Chips zu verringern. Bessent nennt das eine „Strategie nationaler Resilienz“. Der Staat will künftig Preisuntergrenzen, staatliche Vorräte und jährliche Investitionszyklen für sogenannte „strategische Industrien“ festlegen – darunter Rüstung, Halbleiter, seltene Erden, Pharma und Energie. In Washington ist längst von einer Renaissance des industriellen Patriotismus die Rede, einer Rückkehr zum Gedanken, dass nationale Sicherheit und industrielle Stärke untrennbar verbunden sind.

Wettlauf der Systeme

Die Parallelen zu Chinas Modell sind unübersehbar. Jahrzehntelang verfolgte Peking eine langfristige, zentral gesteuerte Industriepolitik, während Washington auf Marktkräfte vertraute. Jetzt drehen sich die Rollen. Während China mit Exportkontrollen seine Macht demonstriert, antwortet Amerika mit einer eigenen Form von Staatskapitalismus light. Die Regierung will weder Unternehmen verstaatlichen noch lenken, sondern strategisch beteiligen – ein Mittelweg zwischen freier Wirtschaft und nationaler Kontrolle.

Kritiker warnen, der Staat könne Innovation bremsen und politische Interessen in Unternehmensentscheidungen tragen. Befürworter halten dagegen: Nur durch aktives Eingreifen könne Amerika verhindern, dass technologische Schlüsselindustrien ins Ausland abwandern. Fest steht: Mit Bessents Kurs verschiebt sich das Kräfteverhältnis zwischen Regierung und Markt dauerhaft. Was als Reaktion auf China begann, könnte sich zur grundlegendsten Neuordnung der US-Wirtschaftspolitik seit dem Zweiten Weltkrieg entwickeln – ein Experiment, das über die Zukunft westlicher Wirtschaftsmacht entscheidet.

FAQ

Was sind US-Tech-Konzerne?

US-Tech-Konzerne sind Unternehmen, die mit innovativen Technologien ganze Branchen prägen. Sie entwickeln Hardware, Software, Plattformen und digitale Dienste – von Halbleitern über Cloud-Computing bis zu künstlicher Intelligenz. Ihre Bedeutung geht weit über die Wirtschaft hinaus: Sie bestimmen Trends, treiben Forschung voran und beeinflussen globale Lieferketten. Typisch für diese Konzerne sind hohe Investitionen in Entwicklung, starke Marktpositionen und enorme Börsenwerte. Namen wie Apple, Google, Microsoft, Amazon oder Nvidia stehen sinnbildlich für den technologischen Vorsprung der USA und ihre Rolle als Innovationszentrum der Welt.

Welche Aktien sind im US Tech 100?

Der US Tech 100 entspricht weitgehend dem NASDAQ-100 (Non-Financials): Er umfasst die 100 größten börsennotierten Nicht-Finanzunternehmen der Nasdaq, gewichtet nach Marktkapitalisierung. Zu den prominenten Namen gehören etwa Apple, Microsoft, Nvidia, Alphabet, Amazon und viele andere große Tech-Firmen. Die genaue Liste wird regelmäßig aktualisiert, beispielsweise im Dezember eines Jahres, wenn Neuberechnungen stattfinden.

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Esma Sakalli

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