Ubers Rekordquartal sorgt für Rätsel – warum fällt die Aktie trotzdem?
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Ubers Rekordquartal sorgt für Rätsel – warum fällt die Aktie trotzdem?

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Esma Sakalli

Hatte Uber ein gutes drittes Quartal? 

Ja, Uber hatte ein sehr gutes drittes Quartal. Das Unternehmen übertraf die Umsatz- und Gewinnschätzungen, steigerte seine Fahrten um 22 Prozent, die Bruttobuchungen um 21 Prozent und den Gewinn auf 6.6 Milliarden US-Dollar.

Uber liefert Rekordzahlen – und fällt dennoch an der Börse

Das dritte Quartal 2025 brachte für Uber starke operative Ergebnisse – doch die Anleger reagierten verhalten. Trotz eines Umsatzes von 13.47 Milliarden US-Dollar, der über den Erwartungen der Analysten lag, fielen die Aktien des Mobilitätskonzerns am Dienstag um rund acht Prozent. Die Zahl der gebuchten Fahrten stieg um 22 Prozent auf 3.5 Milliarden, die Bruttobuchungen legten um 21 Prozent auf 49.7 Milliarden US-Dollar zu.

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Auch das operative Ergebnis wuchs um fünf Prozent auf 1.1 Milliarden US-Dollar. Besonders hervorzuheben ist der kräftige Gewinnsprung: Das Nettoergebnis verdreifachte sich auf 6.6 Milliarden US-Dollar, wovon allerdings 4.9 Milliarden aus einem steuerlichen Bewertungseffekt stammen. Bereinigt um Einmaleffekte erzielte Uber einen Gewinn je Aktie von 3.11 US-Dollar und ein bereinigtes EBITDA von 2.3 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg um 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Mehr Nutzer, mehr Fahrten, mehr Umsatz

CEO Dara Khosrowshahi bezeichnete das Quartal als „das stärkste Wachstum seit Ende 2023“ und sprach von der größten Zunahme des Fahrtenvolumens in der Unternehmensgeschichte außerhalb der Pandemiezeit. Die Zahl der monatlich aktiven Plattformnutzer stieg um 17 Prozent auf 189 Millionen, und im Durchschnitt legte jeder Nutzer häufiger Fahrten zurück als im Vorjahr.

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Ubers Mobilitätssparte verzeichnete Bruttobuchungen in Höhe von 25.11 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 20 Prozent, während das Liefergeschäft mit 23.32 Milliarden US-Dollar sogar um 25 Prozent wuchs. Die daraus erzielten Umsätze betrugen 7.68 Milliarden US-Dollar für Mobilität und 4.48 Milliarden US-Dollar für Lieferdienste – beide Kennzahlen übertrafen die Erwartungen der Analysten leicht.

Khosrowshahi führte die Erfolge auf Innovationen und erschwingliche Preise zurück, die sowohl neue Kunden anziehen als auch bestehende Nutzer binden. Trotz des Wachstums bleibt das Umfeld herausfordernd: Anleger achten zunehmend auf Rentabilität und nachhaltige Margen in einem zunehmend gesättigten Mobilitätsmarkt.

Von Fahrdiensten zur autonomen Zukunft

Parallel zu den Finanzergebnissen kündigte Uber den Ausbau seiner autonomen Mobilitätsstrategie an. Das Unternehmen arbeitet mit Nvidia zusammen, um bis 2027 ein Netzwerk von 100 000 nahezu selbstfahrenden Fahrzeugen aufzubauen.

Die Fahrzeuge sollen auf der Drive AGX Hyperion 10 Plattform mit Drive AV Software basieren, die für Autonomiestufe 4 entwickelt wurde. Zudem plant Uber, künftig auch Hubschrauber- und Wasserflugverbindungen über die App buchbar zu machen – in Kooperation mit Joby Aviation, das bereits die ehemalige Uber-Elevate-Sparte übernommen hat.

Diese Entwicklungen unterstreichen Ubers Ziel, Mobilität als umfassenden Dienst zu definieren, der Land-, Luft- und künftig autonome Fahrten integriert. Trotz kurzfristiger Kursschwäche zeigt der Konzern also operativ Stärke – und richtet den Blick klar auf eine autonome Zukunft.

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Esma Sakalli

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