Trotz Beschränkungen seitens der USA: Huawei plant neuen KI-Chip für 2025
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Trotz Beschränkungen seitens der USA: Huawei plant neuen KI-Chip für 2025

Der chinesische Technologieriese Huawei will im ersten Quartal 2025 mit der Massenproduktion seines neuen Chips für Künstliche Intelligenz (KI) beginnen, der mit den Produkten des weltweit führenden KI-Chipherstellers Nvidia konkurrieren soll. Der Konzern hat einigen Technologieunternehmen schon Muster des Ascend 910C zugeschickt und nimmt bereits Bestellungen entgegen. Dies geschieht trotz der Schwierigkeiten, die Huawei in der Vergangenheit aufgrund der Handelsbeschränkungen seitens der Vereinigten Staaten bei der Chip-Produktion hatte. Insidern zufolge setzt das Unternehmen nun auf die Priorisierung strategischer Kunden, um diese Herausforderungen zu meistern.

Huaweis Vorstoß ist Teil eines größeren Technologiewettlaufs zwischen China und den USA. Während Washington Handelsbeschränkungen als Mittel zur Wahrung der nationalen Sicherheit betrachtet, arbeitet Peking daran, seine Abhängigkeit von westlicher Technologie zu verringern.

Der Ascend 910C gilt als Huaweis bisher fortschrittlichster KI-Chip, speziell entwickelt, um anspruchsvolle Aufgaben wie maschinelles Lernen, Datenanalysen und andere KI-Anwendungen effizient zu bewältigen. Experten vergleichen ihn mit Nvidias H100, einem der weltweit leistungsstärksten KI-Chips. Schätzungen zufolge könnte die Nachfrage nach dem neuen Chip 70 000 Einheiten übersteigen, was einem geschätzten Umsatz von rund $2 Milliarden entsprechen würde.

Herausforderungen durch Sanktionen der USA

Seit 2020 verhindern Exportkontrollen der USA Chinas Zugang zu extrem ultravioletter Lithografie (EUV) des niederländischen Herstellers ASML, die für die Herstellung moderner Halbleiter unerlässlich ist. Zusätzlich wurden fortschrittliche DUV-Lithografiemaschinen (Tief-Ultraviolett) von der Lieferung ausgeschlossen. Ohne diese Technologien muss Huawei auf ältere Verfahren zurückgreifen, die weniger präzise und effizient sind. Der neue KI-Chip Ascend 910C wird beim chinesischen Hersteller SMIC mithilfe der N+2-Technologie gefertigt. Aufgrund der technologischen Einschränkungen liegt die Produktionsausbeute jedoch bei nur rund 20 Prozent. Für eine wirtschaftliche Produktion wären mehr als 70 Prozent erforderlich. Ähnliche Probleme gab es bereits beim Vorgängermodell Ascend 910B: ByteDance, der Mutterkonzern von TikTok, hatte 2023 über 100 000 Stück dieser Chips bestellt, erhielt jedoch bis Juli nur knapp 30 000, da Huawei die Nachfrage nicht decken konnte.

Zwar konnte Huawei in der Vergangenheit die Sanktionen teilweise umgehen, indem es neben Chips von SMIC auch Halbleiter des taiwanesischen Herstellers TSMC nutzte, doch diese Umgehungsmöglichkeiten wurden inzwischen geschlossen. Das Handelsministerium der USA entdeckte kürzlich TSMC-Chips in einem Huawei-Produktionsprozess, was zu einer scharfen Reaktion führte. Washington untersagt TSMC nun, fortschrittliche KI-Chips an chinesische Kunden zu liefern, und verstärkte damit den Druck auf Huawei.

Huaweis neue Strategie

Da der Zugang zu entscheidender Technologie wie der EUV-Lithografie weiterhin blockiert bleibt, sieht sich Huawei gezwungen, seine Ressourcen strategisch zu priorisieren. „Huawei weiß, dass es angesichts des Mangels an EUVs keine kurzfristige Lösung gibt. Daher wird das Unternehmen strategischen Regierungs- und Unternehmensaufträgen Vorrang einräumen“, erklärte eine Quelle gegenüber Reuters. Diese Strategie soll sicherstellen, dass die begrenzte Produktionskapazität effektiv genutzt wird, um vorrangig wichtige Kunden zu bedienen. Gleichzeitig arbeitet Huawei daran, langfristig unabhängig von westlicher Technologie zu werden.

Nachdem die 2019 gestarteten Sanktionen Huawei von Google, Android und nordamerikanischen Hochleistungschips abgeschnitten hatten, brachen die weltweiten Smartphone-Exporte des Konzerns um 41 Prozent ein. Dies zerstörte beinahe das gesamte Smartphone-Geschäft des Unternehmens. Huawei konnte sich jedoch schnell an die neuen Gegebenheiten anpassen.

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