Warum reduziert Berkshire Hathaway seine Beteiligung an Apple Inc.?
Kurz gesagt: Weil Berkshire einerseits neue Chancen in Technologiewerten wie Alphabet Inc. sieht und andererseits die Position bei Apple als zu groß bewertet beziehungsweise als weniger wachstumsstark einstuft – zudem wächst der Kassenbestand der Holding in einem Umfeld mit hohen Bewertungen.
Ein neuer Fokus im Tech-Portfolio
Im dritten Quartal 2025 meldete Berkshire über das obligatorische Formular 13F, dass erstmals eine Beteiligung von rund 17.85 Millionen Alphabet-Aktien aufgebaut wurde – im Wert von etwa 4.3 Milliarden US-Dollar. Parallel dazu reduzierte Berkshire seine Apple-Anteile auf rund 238.2 Millionen Stück. Diese Bewegung überraschte viele Marktbeobachter, weil Berkshire und ihr langjähriger Vorstandschef Warren Buffett Technologiewerten traditionell eher mit Vorsicht begegneten.
Berkshire reduziert seine Apple-Beteiligung – der Tech-Riese bleibt dennoch Kerninvestment.
Der Einstieg bei Alphabet lässt sich als strategische Neujustierung interpretieren: Statt sich primär auf das bisherige Schwergewicht Apple zu verlassen, öffnet sich Berkshire nun für weitere große Technologieunternehmen mit hohem Innovations- und Wachstumspotenzial. Apple bleibt zwar weiterhin die größte Einzelposition im Portfolio, doch das Gewicht wird bewusst verringert, um die Abhängigkeit zu reduzieren und die Struktur des Gesamtportfolios breiter aufzustellen.
Warum Apple Platz macht
Mehrere Faktoren sprechen dafür, dass Berkshire seine Apple-Position systematisch abbaut.
- Erstens ist die Beteiligung über Jahre hinweg stark gewachsen, sodass das Risiko einer Überkonzentration bestand.
- Zweitens wird Apple zunehmend als reiferes Unternehmen wahrgenommen, dessen Wachstumsperspektiven im Vergleich zu dynamischeren Technologieakzenten langsamer ausfallen könnten – was eine Neubewertung innerhalb des Portfolios nahelegt.
- Drittens häuft Berkshire aktuell rekordhohe Barreserven an: Im dritten Quartal 2025 lagen diese bei über 380 Milliarden US-Dollar, was auf eine insgesamt vorsichtige Ausrichtung in einem hoch bewerteten Marktumfeld hinweist. Viertens spielen steuerliche Überlegungen und die Realisierung von Gewinnen eine Rolle – Berkshire nutzt die Apple-Position, um Kapital freizusetzen und in neue Chancen wie Alphabet umzuschichten.
Zusammengenommen zeigt sich: Der Abbau der Apple-Beteiligung erfolgt nicht aus Sorge, sondern als bewusster Schritt in Richtung eines ausgewogeneren, zukunftsorientierten Technologieportfolios.
Häufige Fragen zum Thema Berkshire Hathaway
Welche Aktien hält Berkshire Hathaway?
Berkshire hält ein breit gestreutes Portfolio, darunter große Positionen wie Apple, Coca-Cola, American Express, Bank of America und neuerdings Alphabet.
Wie viel kostet eine Aktie von Berkshire Hathaway?
Die Aktie der Klasse A kostet mehrere Hunderttausend US-Dollar, während die günstigere Klasse-B-Aktie im zweistelligen bis niedrigen dreistelligen US-Dollarbereich liegt.
Welche ist die richtige Berkshire Hathaway Aktie?
Für die meisten Anleger ist die Klasse-B-Aktie gedacht, während die hochpreisige Klasse-A-Aktie sich an institutionelle oder sehr vermögende Investoren richtet.




