Streit um neue Xbox: Microsoft und AMD bei Gaming-PC uneinig?
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Streit um neue Xbox: Microsoft und AMD bei Gaming-PC uneinig?

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Arcan Askin

Die wichtigsten Punkte

Ein AMD-Insider wirft Microsoft vor, die Entwicklung der neuen Xbox-Generation komplett an den Chiphersteller abzuwälzen. Während Sony eng mit AMD an der PlayStation kooperiert, sollen Microsofts Ingenieure "nicht qualifiziert genug" sein und AMD "die ganze Arbeit erledigen" lassen. Gleichzeitig stoppte Microsoft angeblich den geplanten Xbox-Handheld, weil AMD eine Mindestabnahme von zehn Millionen Einheiten forderte. Die Kontroverse offenbart die wachsende Abhängigkeit Microsofts von AMD und stellt die Engineering-Kompetenz des Tech-Giganten in Frage. Trotz offizieller Partnerschaft-Ankündigungen brodelt es hinter den Kulissen gewaltig.

AMD-Insider zerlegt Microsoft-Ingenieure

Ein AMD-Insider packt aus und zerlegt Microsofts Engineering-Team in der Luft. Laut Moore's Law is Dead entwickelt AMD die neuen Xbox-Konsolen praktisch allein, während Microsoft nur Forderungen stellt und erwartet, dass AMD "die ganze Arbeit erledigt". Der anonyme AMD-Mitarbeiter geht noch weiter und behauptet, Microsofts Ingenieure seien "nicht qualifiziert genug, um für Tech-Giganten wie Nvidia zu arbeiten". Eine andere interne Quelle fragt sich sogar, "warum diese Ingenieure überhaupt existieren". Diese vernichtende Kritik stellt Microsofts technische Kompetenz fundamental in Frage und zeigt die Spannungen in der vermeintlich harmonischen Partnerschaft.

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Sony macht es vor: Echte Kooperation

Der Kontrast zu Sony könnte nicht größer sein. Mark Cerny, der legendäre PlayStation-Architekt, arbeitet Hand in Hand mit AMD an innovativen Lösungen wie Project Amethyst für die PS6. Diese echte Kooperation bringt beiden Seiten Vorteile: Sony erhält maßgeschneiderte Hardware, während AMD die Entwicklungen in seinen Radeon-GPUs nutzen kann. Technologien wie PSSR (PlayStation Spectral Resolution) und FSR 4 entstehen durch diese symbiotische Zusammenarbeit. Microsoft hingegen scheint nur als Auftraggeber zu fungieren, der Spezifikationen vorgibt, aber keine echte technische Expertise beisteuert. Diese unterschiedlichen Ansätze erklären, warum Sony oft die innovativeren Konsolen liefert.

Handheld-Desaster: Zehn Millionen zu viel

Microsofts Handheld-Ambitionen scheiterten spektakulär an AMDs Geschäftsrealitäten. Der Hardware-Leaker KeplerL2 berichtet, dass AMD für einen dedizierten Xbox-Handheld-Chip eine Mindestabnahme von zehn Millionen Einheiten forderte. Angesichts der Marktgrößen - das Steam Deck verkaufte mehrere Millionen, Asus' ROG Ally deutlich weniger - war das für Microsoft ein untragbares Risiko. Statt eigene Hardware zu entwickeln, setzt Microsoft nun auf die Kooperation mit Asus beim ROG Xbox Ally. Diese Kapitulation zeigt, wie Microsoft von externen Partnern abhängig geworden ist und eigene Hardware-Innovation aufgegeben hat.

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Partnerschaft oder Abhängigkeit?

Trotz offizieller Verlautbarungen über eine "strategische mehrjährige Partnerschaft" scheint Microsoft zunehmend zum Juniorpartner zu werden. Xbox-Präsidentin Sarah Bond und AMD-Chefin Lisa Su beschwören öffentlich die Zusammenarbeit, doch die Realität sieht anders aus. Microsoft ist auf AMDs Magnus APU für die nächste Xbox-Generation angewiesen und hat kaum Alternativen. Die geplanten Konsolen sollen eher Windows-PCs ähneln als traditionellen Konsolen - ein Zeichen dafür, dass Microsoft seine Hardware-DNA verliert. Die Abhängigkeit von AMD wird zur strategischen Schwäche, die Microsoft in Verhandlungen schwächt.

Engineering-Krise bei Microsoft

Die harschen Worte des AMD-Insiders deuten auf eine tieferliegende Engineering-Krise bei Microsoft hin. Während das Unternehmen in Software und Cloud-Services brilliert, scheint die Hardware-Kompetenz zu schwinden. Die Kritik, Microsofts Ingenieure seien nicht einmal für Nvidia qualifiziert, ist ein vernichtender Schlag gegen den Ruf des Konzerns. Diese Schwäche erklärt auch, warum Microsoft zunehmend auf Partner wie AMD und Asus angewiesen ist. Die Frage ist, ob Microsoft noch die technische Expertise besitzt, um im Hardware-Geschäft zu bestehen, oder ob es sich komplett auf Software und Services zurückziehen sollte.

FAQ

Welchen Prozessor hat die Xbox?

Die aktuelle Xbox Series X nutzt einen maßgeschneiderten AMD Zen 2-Prozessor mit acht Kernen und 3.8 GHz Taktfrequenz. Die Xbox Series S verwendet denselben Chip mit leicht reduzierter Leistung. Für die nächste Generation plant Microsoft den Einsatz von AMDs Magnus APU basierend auf der Zen 6-Architektur, die 4K120-Gaming ermöglichen soll. Diese Chips werden speziell für Gaming optimiert und kombinieren CPU und GPU auf einem einzigen Chip.

Was für eine Grafikkarte hat die Xbox?

Die Xbox Series X verfügt über eine maßgeschneiderte AMD RDNA 2-GPU mit 52 Compute Units und 12 Teraflops Rechenleistung. Die Xbox Series S nutzt eine abgespeckte Version mit 20 Compute Units und 4 Teraflops. Beide unterstützen Hardware-Raytracing und Variable Rate Shading. Die kommende Generation wird voraussichtlich auf RDNA 4 oder neueren Architekturen basieren, die AMD in Zusammenarbeit mit Microsoft entwickelt.

Wann kommt Xbox ROG Ally raus?

Der Xbox ROG Ally ist bereits verfügbar, aber mit knappen Beständen gestartet. Asus bietet sowohl den ROG Xbox Ally als auch den leistungsstärkeren ROG Xbox Ally X an. Diese Geräte sind PC-Handhelds mit Windows 11 und einer speziellen Xbox-Vollbildoberfläche (Project Kennan). Sie bieten Zugang zu Xbox Game Pass, Xbox Cloud Gaming und der gesamten PC-Spielebibliothek über Steam und andere Plattformen.

Wie heißt die neue Xbox 2025?

Microsoft hat noch keinen offiziellen Namen für die nächste Xbox-Generation bekannt gegeben. Intern wird die Hardware mit Codenamen wie "Magnus" (für die AMD APU) bezeichnet. Die neue Konsole soll eher einem Windows-PC ähneln als traditionellen Konsolen und vollständige Abwärtskompatibilität bieten. Microsoft plant mehrere Gerätetypen: Konsolen, Handhelds, PCs und Cloud-Services, die alle Teil des erweiterten Xbox-Ökosystems werden sollen.

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Arcan Askin

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