- Der Nettogewinn von TSMC stieg um 35 Prozent auf 505.74 Milliarden Taiwan-Dollar im vierten Quartal.
- Die Bruttomarge erreichte 62.3 Prozent und übertraf damit die Analystenerwartungen von 60.6 Prozent deutlich.
- Für 2026 plant TSMC Investitionen von 52 bis 56 Milliarden US-Dollar zur Kapazitätserweiterung.
Rekordgewinne durch KI-Chip-Nachfrage
Der weltgrößte Auftragsfertiger für Halbleiter TSMC hat im vierten Quartal 2025 seine Erwartungen deutlich übertroffen und zeigt eindrucksvoll seine Schlüsselrolle im globalen KI-Chip-Markt. Der Umsatz stieg im Schlussquartal um 20.5 Prozent auf 1.046 Billionen neue Taiwan-Dollar, das entspricht 33.73 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit 1.034 Billionen neue Taiwan-Dollar gerechnet. Unter dem Strich verdiente TSMC 505.74 Milliarden neue Taiwan-Dollar oder rund 16 Milliarden US-Dollar.
Der Marktkonsens lag bei rund 478.37 Milliarden neue Taiwan-Dollar. Das entspricht einem Gewinnplus von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr und markiert das achte Quartal in Folge mit steigenden Gewinnen. Auch bei der Profitabilität lag TSMC über den Schätzungen. Die Bruttomarge stieg auf 62.3 Prozent, erwartet worden waren rund 60.6 Prozent. Die operative Marge erreichte 54 Prozent nach 50.6 Prozent im Vorquartal, während der Konsens bei knapp 51 Prozent gelegen hatte. CFO Wendell Huang äußerte sich optimistisch: „Wir erwarten, dass unser Geschäft durch anhaltend starke Nachfrage nach unseren führenden Prozesstechnologien gestützt wird."
Hochleistungsprozessoren treiben das Kerngeschäft
Das Geschäft mit Hochleistungsrechnern für Rechenzentren und künstliche Intelligenz bleibt der Haupttreiber von TSMCs Erfolg. Die High-Performance-Computing-Sparte, die KI und 5G Anwendungen umfasst, machte im Quartal 55 Prozent der Verkäufe aus. Chips mit Strukturbreiten von 7 Nanometer oder kleiner machten im Quartal 77 Prozent des Waferumsatzes aus. Im Gesamtjahr 2025 lag der Anteil bei 74 Prozent, nach 69 Prozent im Jahr zuvor.
Kleinere Strukturgrößen erlauben mehr Rechenleistung bei geringerem Energieverbrauch und sind margenstark. Das Smartphone-Geschäft trug 32 Prozent zu den Verkäufen bei. Besonders bemerkenswert ist die Massenproduktion von 2-Nanometer-Chips, die TSMC im vierten Quartal gestartet hat. Diese fortgeschrittene Technologie wird die Nachfrage von Kunden wie Nvidia und AMD weiter antreiben und TSMC in seiner Marktposition festigen.
Investitionen und Ausblick überzeugen Anleger
Für das erste Quartal 2026 stellt TSMC einen Umsatz von 34.6 bis 35.8 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Analysten hatten im Schnitt mit 33.2 Milliarden US-Dollar gerechnet. Die Bruttomarge soll 63 bis 65 Prozent erreichen, nach einer Konsensschätzung von knapp 60 Prozent. Die operative Marge wird bei 54 bis 56 Prozent gesehen, der Markt hatte rund 50 Prozent erwartet. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet Vorstandschef C.C. Wei mit einem Umsatzwachstum von nahe 30 Prozent in US-Dollar.
Zudem zieht der Konzern die Investitionsschraube deutlich an. Für 2026 sind 52 bis 56 Milliarden US-Dollar an Investitionen geplant, nach 40.9 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau der Kapazitäten in den USA. Die starke KI-Nachfrage wird voraussichtlich 2026 ein Breakout-Jahr für KI-Server-Nachfrage. Allerdings könnte eine anhaltende Speicherknappheit die Nachfrage im Smartphone- und PC-Bereich dämpfen.
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FAQ
Welche Firmen produzieren KI-Chips?
KI-Chips werden von zwei Arten von Unternehmen hergestellt. Fabless-Designer wie Nvidia, AMD, Google und Amazon entwerfen die Chips, lagern die Fertigung aber aus. Auftragsfertiger wie TSMC und Samsung stellen diese Chips dann her. TSMC ist dabei mit über 90 Prozent Marktanteil bei hochperformanten KI-Chips der dominierende Fertiger weltweit.
Wer ist führend bei KI-Chips?
Bei der Chip-Entwicklung ist Nvidia der unangefochtene Marktführer. Das Unternehmen designt die meistgenutzten KI-Prozessoren wie die H100 oder die H200. Bei der Fertigung ist TSMC führend und produziert den Großteil der Nvidias Chips. Zusammen bilden diese Unternehmen das Rückgrat der globalen KI-Infrastruktur.



Nvidia und TSMC unterhalten eine strategische Partnerschaft, bei der TSMC als der einzige und bevorzugte Chipfertiger für Nvidias hochmoderne AI- und Grafikprozessoren fungiert.
