Das Wichtigste in Kürze:
- Salesforce steigert Q4-Umsatz auf 11.2 Milliarden US-Dollar.
- Die Prognose für 2027 bleibt unter Markterwartungen.
- Neues Aktienrückkaufprogramm: 50 Milliarden US-Dollar Buyback und höhere Dividende.
Starkes Quartal trifft auf skeptische Börse
Salesforce hat im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 die Erwartungen übertroffen. Dennoch reagierte der Markt mit Kursverlusten. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 12 Prozent auf 11.2 Milliarden US-Dollar und erreichte damit den höchsten Zuwachs seit zwei Jahren.
Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 3.81 US-Dollar und damit deutlich über den erwarteten 3.04 US-Dollar. Der Nettogewinn erhöhte sich auf 1.9 Milliarden US-Dollar nach 1.7 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. Trotz dieser operativen Stärke fiel die Aktie im vorbörslichen Handel um rund vier Prozent, nachdem sie bereits im erweiterten Handel etwa fünf Prozent verloren hatte.
Gedämpfter Ausblick belastet die Stimmung
Im Mittelpunkt steht der Ausblick für das Geschäftsjahr 2027. Salesforce erwartet einen Umsatz zwischen 45.8 Milliarden und 46.2 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum von zehn bis elf Prozent entspricht. Analysten hatten im Schnitt mit 46.1 Milliarden US-Dollar gerechnet. Auch die Prognose für das laufende Quartal liegt zwar über den Erwartungen, konnte die Skepsis jedoch nicht vollständig zerstreuen.
Hintergrund sind zunehmende Sorgen, dass generative KI-Modelle klassische Softwareanbieter unter Druck setzen könnten. Vorstandschef Marc Benioff wies diese Befürchtungen zurück und betonte die wachsende Nachfrage nach KI-gestützten Lösungen wie Agentforce, dessen annualisierte Erlöse zuletzt über 800 Millionen US-Dollar lagen.
Milliarden für Aktionäre und langfristige Ziele
Parallel zu den Zahlen kündigte Salesforce ein neues Aktienrückkaufprogramm über 50 Milliarden US-Dollar an und erhöhte die Dividende um 5.8 Prozent. Bereits im Vorjahr hatte das Unternehmen Aktien im Wert von 23 Milliarden US-Dollar zurückgekauft. Zudem hob Salesforce sein Umsatzziel für 2030 auf 63 Milliarden US-Dollar an, unter Einbezug der übernommenen Datenfirma Informatica, die im Quartal 399 Millionen US-Dollar beitrug.
Für Investoren ergibt sich damit ein gemischtes Bild: kurzfristig belastet ein vorsichtiger Ausblick, langfristig setzt das Management allerdings auf KI-Wachstum, Margenstabilität und Kapitalrückführungen. Entscheidend wird sein, ob Salesforce das angekündigte zweistellige Umsatzwachstum nachhaltig realisieren kann.
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