Das Wichtigste in Kürze:
- Tesla meldet 2025 erstmals einen Umsatzrückgang von drei Prozent.
- Die Produktion der Modelle S und X wird im nächsten Quartal eingestellt.
- Kapazitäten sollen für Roboter und autonome Fahrzeuge genutzt werden.
Tesla durchbricht seinen Wachstumskurs
Tesla hat 2025 eine historische Marke erreicht – allerdings keine positive. Erstmals in der Unternehmensgeschichte schrumpfte der Jahresumsatz. Der Erlös sank um drei Prozent auf rund 94.8 Milliarden US-Dollar. Im vierten Quartal erzielte Tesla dennoch bessere Ergebnisse als erwartet: Der Umsatz lag bei 24.9 Milliarden US-Dollar, der operative Gewinn im dritten Quartal bei 1.4 Milliarden US-Dollar. Entsprechend reagierte die Aktie zeitweise mit Kursgewinnen von bis zu fünf Prozent.
Der Rückgang spiegelt jedoch strukturelle Probleme wider. Die weltweiten Auslieferungen fielen 2025 um 8.5 Prozent auf rund 1.6 Millionen Fahrzeuge. Damit setzte sich der negative Trend fort, nachdem bereits im Vorjahr weniger Autos verkauft worden waren. Besonders das Kerngeschäft mit Fahrzeugen verlor an Dynamik, während Kosten und Wettbewerbsdruck zunahmen.
Abschied von Model S und X zugunsten von Robotik
Vor diesem Hintergrund kündigte Tesla-Chef Elon Musk einen tiefgreifenden Strategiewechsel an. Die Produktion der Modelle S und X soll im kommenden Quartal auslaufen. Die beiden Fahrzeuge machten zuletzt nur noch einen sehr kleinen Teil der Auslieferungen aus, während Model 3 und Model Y fast 97 Prozent stellten. Die frei werdenden Kapazitäten im Werk Fremont sollen künftig für die Fertigung des humanoiden Roboters Optimus genutzt werden.
Das 2012 eingeführte Model S hatte einst den Ruf Teslas als innovativen Elektroautobauer begründet, das Model X folgte 2015. Nun rückt Tesla seine Zukunftsvision stärker in den Fokus. Parallel investiert das Unternehmen rund zwei Milliarden US-Dollar in das KI-Start-up xAI, um Software, Robotik und autonomes Fahren enger zu verzahnen.
Robotaxis als Hoffnungsträger trotz sinkender Gewinne
Der Strategiewechsel erfolgt zu einem Zeitpunkt deutlich rückläufiger Gewinne. Der Nettogewinn brach 2025 um mehr als ein Viertel auf rund 5.8 Milliarden US-Dollar ein, im vierten Quartal sogar um 61 Prozent. Ursachen sind sinkende Nachfrage, auslaufende Elektro-Förderungen in den USA und geringere Erlöse aus Emissionszertifikaten.
Gleichzeitig wächst die Konkurrenz, insbesondere aus China. Für Investoren setzt Tesla dennoch auf eine klare Botschaft: Wachstum soll künftig aus Robotaxis, KI und Robotik kommen. Die Produktion des autonomen Fahrzeugs Cybercab ohne Lenkrad und Pedale soll noch in diesem Jahr starten. Gelingt der Technologiewechsel, könnte Tesla neue Erlösquellen erschließen. Kurzfristig bleibt das Risiko jedoch vorhanden, da das klassische Autogeschäft weiter unter Druck steht.
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FAQ
Wo gibt es überall Tesla-Fabriken?
Tesla betreibt große Produktionsstandorte in den USA, Deutschland und China. Wichtige Werke stehen in Kalifornien, Texas, Brandenburg bei Berlin und in Shanghai. Weitere Anlagen dienen der Batterie- und Komponentenfertigung.
Warum boykottiert man Tesla?
Ein Boykott richtet sich vor allem gegen die politischen Positionen und öffentlichen Äußerungen von Elon Musk. Kritiker empfinden diese als antidemokratisch oder extrem und sehen im Kauf eines Teslas eine indirekte finanzielle Unterstützung des CEOs.





