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PayPal-Übernahme abgesagt: Unser Einstiegssignal im PYPL-Crash!

Author

Simeon Koch

Das Wichtigste in Kürze:

  • Stripe-Übernahme vom Tisch; stattdessen wappnet PayPal sich gegen feindliche Übernahme.
  • PYPL-Aktie knickte wieder ein, Februar-Tiefs halten.
  • Unsere Analyse liefert ein exklusives Einstiegssignal.

Der US-Zahlungsdienstleister PayPal steht nach tagelangen Übernahmespekulationen vor einem Scherbenhaufen: Ein möglicher Einstieg des Rivalen Stripe kommt nach übereinstimmenden Berichten nicht zustande. Statt Fusionsgesprächen bereitet sich der Konzern intern offenbar auf die Abwehr aktivistischer Investoren vor. Zugleich sorgen enttäuschende Quartalszahlen und der überraschende Rauswurf von Alex Chriss für Unruhe. Die PayPal-Aktie stürzte gestern auf 45 Dollar zurück, unsere Analyse aber bleibt bullisch – und liefert ein wichtiges Einstiegssignal.

PayPal-Deal scheitert: Das steckt dahinter

Auslöser der jüngsten Turbulenzen war ein Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach Stripe (Zahlungsabwickler für E-Commerce, etwa bei Amazon, Meta oder Spotify) Interesse an einer vollständigen oder teilweisen Übernahme signalisiert haben soll. Ein Zusammenschluss der beiden Schwergewichte hätte die Kräfteverhältnisse im globalen Zahlungsverkehr neu sortiert. Investoren hofften auf neue Wachstumsimpulse – doch konkrete Gespräche kamen offenbar nie zustande.


Da hat's geknallt: Auf das Dementi der Übernahme-Gerüchte folgte starker Verkaufsdruck, die PYPL-Aktie formte eine Kurslücke abwärts.


Stattdessen, so berichtet das US-Medienportal Semafor, arbeitet PayPal mit Investmentbanken an Verteidigungsstrategien gegen potenzielle Angriffe von außen. Hintergrund ist der stark gefallene Börsenwert, der das Unternehmen anfälliger für aktivistische Investoren oder gar eine feindliche Übernahme machen könnte. Ein Verkauf stehe hingegen nicht auf der Agenda.

Parallel erschütterte ein überraschender Führungswechsel das Vertrauen der Anleger. Der Verwaltungsrat trennte sich von Vorstandschef Alex Chriss und begründete den Schritt mit einer zu langsamen Umsetzung strategischer Veränderungen. Bis zum Amtsantritt des neuen CEOs führt Finanzchefin Jamie Miller das Unternehmen interimistisch.

Als neuer Präsident und CEO übernimmt Enrique Lores, der zuvor mehr als sechs Jahre an der Spitze von Hewlett-Packard stand. Der abrupte Wechsel fällt in eine Phase schwacher Geschäftsdynamik. Analysten bezweifeln, ob der begonnene Turnaround damit an Kontinuität gewinnt – oder ob PayPal strategisch erneut bei null beginnen muss.

So geht es für PayPal nach der Stripe-Absage weiter

Nach dem Ende der Übernahmefantasie rücken die Fundamentaldaten wieder in den Mittelpunkt. Im vierten Quartal erzielte PayPal einen Umsatz von rund 8.7 Milliarden Dollar und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1.23 Dollar – beide Werte blieben unter den Erwartungen des Marktes. Das Nettoerlöswachstum lag bei rund vier Prozent.


PayPal hat viel versucht: Vom ebay-Spin-off über die China-Expansion und Krypto-Experimente. Dennoch erreichte die Aktie ein historisches Tief.


Besonders schwach entwickelte sich das margenstarke Branded Checkout, dessen Zahlungsvolumen währungsbereinigt nur noch um ein Prozent zulegte. Gleichzeitig sank die Zahl der Transaktionen pro aktivem Konto spürbar. Management und Analysten verweisen auf eine verhaltene Konsumlaune, steigende Lebenshaltungskosten und intensiven Wettbewerb im Onlinehandel.

Für zusätzliche Ernüchterung sorgt der Ausblick: Für 2026 stellt PayPal lediglich eine Gewinnentwicklung zwischen einem niedrigen einstelligen Rückgang und einem leichten Plus in Aussicht – deutlich weniger als vom Markt erwartet. Mehrjährige Prognosen will das Unternehmen vorerst nicht mehr geben, ein Zeichen für die hohe Unsicherheit.

Kaufchance in der Korrektur? Unser Einstiegssignal bei PayPal

Zwar plant PayPal milliardenschwere Aktienrückkäufe und erwartet in der nächsten Zeit einen robusten freien Cashflow. Doch kurzfristig dominieren Zweifel, ob dies genügt, um Wachstum und Profitabilität nachhaltig zu stabilisieren. Unter neuer Führung muss PayPal beweisen, dass es im umkämpften Zahlungsmarkt wieder strategische Klarheit und operative Dynamik entwickeln kann.

An der Börse stehen die Chancen laut unserer Einschätzung gut. Mit dem Rücksetzer auf unter 40 Dollar Anfang des Monats hat PayPal nicht nur den tiefsten Stand seit zehn Jahren, sondern auch eine unserer langfristigen Einstiegszonen erreicht. Die konkreten Preiskoordinaten dieses Bereichs hat der Kurs rasch wieder nach oben hin verlassen; Abonnenten unseres Tech33-Pakets wurden im Vorfeld der Bewegung und erneut bei Erreichen der Einstiegszone benachrichtigt.

Für die nächste Zeit rechnen wir mit einer Fortsetzung der jüngsten Anstiege, bis die Verluste der PayPal-Aktie seit Oktober letzten Jahres wieder weitgehend wettgemacht sind. Eine anschließende Zwischenkorrektur soll danach neuen Schwung holen, die Tiefs von Anfang Februar aber nicht mehr erreichen. Im Primärszenario gehen wir davon aus, dass PayPal damit seine langjährige Korrektur endlich abgeschlossen hat und in eine neue übergeordnete Aufwärtsbewegung startet. Wer zu all unseren Ein- und Ausstiegssignalen topaktuell benachrichtigt werden möchte, bekommt alle nötigen Informationen im Tech33-Paket. Weder bei unserer Analyse noch bei deren Signalen handelt es sich um Anlageberatung.

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Simeon Koch

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