PayPal-Aktie: Umsatz stagniert, Gewinn steigt
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PayPal-Aktie: Umsatz stagniert, Gewinn steigt

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Carlo Schmid

PayPal hat das erste Quartal mit einem gemischten Ergebnis abgeschlossen: Zwar übertraf das Unternehmen die Gewinnerwartungen der Analysten deutlich, blieb beim Umsatz jedoch hinter den Prognosen zurück. Dennoch sieht sich der Zahlungsdienstleister strategisch auf Kurs. CEO Alex Chriss spricht von einem “soliden Fundament” und betont Fortschritte bei zentralen Wachstumsfaktoren wie Venmo, dem Checkout-Geschäft und Payment-Service-Plattformen. Die Paypal-Aktie kämpft derweil gegen den Verkaufsdruck und dürfte ihre Talfahrt fortsetzen.

Umsatz stagniert, Gewinn steigt


Im ersten Quartal 2025 erzielte PayPal einen Umsatz von 7.8 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg um lediglich ein Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Analysten hatten mit einem etwas höheren Wert gerechnet. Deutlich besser entwickelte sich dagegen der Gewinn: Der bereinigte Profit pro Aktie lag bei 1.33 US-Dollar und damit 17 Cent über dem Marktkonsens.


Umsatz stagniert, Gewinn steigt deutlich: PayPal wächst langsam, aber wird profitabler.
Das operative Ergebnis stieg um 16 Prozent auf 1.6 Milliarden US-Dollar, die operative Marge verbesserte sich um 2.6 Prozentpunkte auf 20.7 Prozent. Die Transaktionsmarge, ein wichtiger Indikator für Profitabilität, wuchs um sieben Prozent auf 3.7 Milliarden US-Dollar. Das operative Ergebnis zeigt den Gewinn eines Unternehmens aus dem Kerngeschäft vor Zinsen und Steuern, während die operative Marge angibt, wie viel Prozent des Umsatzes als Gewinn verbleiben – also wie profitabel das Kerngeschäft ist.

Bei PayPal bedeuten der Anstieg des operativen Ergebnissesund die Verbesserung der operativen Marge, dass das Unternehmen sein Kerngeschäft deutlich effizienter und profitabler betreibt als zuvor. Beachtlich ist das vor allem, weil die Nutzerbasis kontinuierlich wächst. Zudem erklären diese Kennzahlen, warum der Gewinn deutlich stärker stieg als der Umsatz: Vom eingenommenen Geld bleibt PayPal aktuell deutlich mehr als Profit übrig als noch vor einem Jahr.

Mehr Nutzer, weniger Transaktionen


Die Zahl der aktiven Nutzerkonten wuchs im ersten Quartal 2025 um zwei Prozent auf insgesamt 436 Millionen. Damit setzt sich das moderate Wachstum der weltweiten Nutzerbasis fort. Gleichzeitig sank die Gesamtzahl der Zahlungstransaktionen um sieben Prozent. Laut PayPal ist dies auf eine gezielte strategische Entscheidung zurückzuführen: Das Unternehmen zieht sich laut eigenen Aussagen schrittweise aus weniger profitablen Bereichen zurück, um sich stärker auf margenstärkere Geschäftsmodelle zu konzentrieren.


Die PayPal-Aktie hat sich nur bedingt vom scharfen Rücksetzer Anfang April erholt und dürfte noch einmal deutlich tiefer korrigieren.
"Wir priorisieren Profitabilität vor Volumen. Unser Fokus liegt auf hochwertigem Wachstum und das zeigt sich in unserer steigenden Marge", erklärte CEO Alex Chriss im Rahmen der Bilanzpräsentation. Ein besonderes Highlight war der Dienst Venmo, mit dem Nutzer Geld direkt an andere Personen senden oder empfangen können, ein sogenannter Peer-to-Peer-Dienst. Das über Venmo abgewickelte Zahlungsvolumen stieg im Quartal um zehn Prozent auf knapp 76 Milliarden US-Dollar. Die Nutzung der Venmo-Debitkarte nahm sogar um 50 Prozent zu. Venmo ist besonders bei jüngeren Nutzern in den USA beliebt, weil sie auch soziale Funktionen bietet, z. B. Kommentare oder Emojis zu Zahlungen.



Wie steht die PayPal-Aktie?


Die PayPal-Aktie reagierte nur verhalten auf die Quartalszahlen. Trotz Gewinnüberraschung blieb die Kursentwicklung hinter der allgemeinen Markterholung zurück. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund ein Viertel an Wert verloren. Allein von Anfang Februar bis Anfang April fiel das Wertpapier um gute 40 Prozent. Analysten verweisen auf makroökonomische Unsicherheiten, wachsenden Wettbewerb und regulatorische Risiken als Belastungsfaktoren.


Übergeordnet nähert sich PayPal einem langfristigen Korrektur-Boden. Für den nächsten Impuls auf neue Allzeithochs erhalten Abonnenten konkrete Zielzonen.
Für das zweite Quartal 2025 erwartet PayPal einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1.29 bis 1.31 US-Dollar – erneut über den aktuellen Markterwartungen. CFO Jamie Miller betonte, dass PayPal seine Plattform effizienter ausrichte und zugleich weltweit neue Impulse im Checkout- und Plattformgeschäft setze: "Wir sind global aufgestellt und können auf regionale Verschiebungen schnell reagieren." Auch das margenfokussierte Wachstum wolle man fortsetzen.

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PayPal bestätigte trotz globaler Unsicherheiten seine Prognose für das Gesamtjahr 2025. Der Ausblick bleibt konservativ: Der bereinigte Jahresgewinn je Aktie soll bei 4.95 bis 5.10 US-Dollar liegen. Das Unternehmen setzt verstärkt auf margenstarke Segmente wie Venmo, um langfristig auch an der Börse wieder auf Wachstumskurs zu kommen. Dort tut sich die PayPal-Aktie seit Monaten schwer. Vom Tief Anfang August erholte sich der Titel deutlich schwächer als viele andere Nasdaq-Unternehmen. Diese Schwächephase könnte noch etwas anhalten.


Denn laut unserer Analyse befindet sich PayPal seit dem Top Anfang Februar bei rund 95 US-Dollar in einer langen Korrektur, die mittelfristig deutlich unter die Unterstützung bei etwa 50 Dollar führen dürfte. Erst danach rechnen wir wieder mit nachhaltigen Anstiegen. Sollte es der PayPal-Aktie schon früher gelingen, wieder nach oben zu drehen, könnte ein Ausbruch über den Widerstand bei 78.66 US-Dollar den nächsten Aufwärts-Impuls vorzeitig starten.

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Carlo Schmid

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