Nvidia Q4 2026: Umsatz und EPS über Erwartungen
Nvidia übertrifft in Q4 2026 mit 68.1 Milliarden US-Dollar Umsatz klar die Erwartungen.
Das Wichtigste in Kürze:
- Der Umsatz von 68.1 Milliarden US-Dollar lag 2.42 Milliarden US-Dollar über dem Konsens.
- Das EPS von 1.62 US-Dollar übertraf die Erwartung um 0.10 US-Dollar.
- Das Datenzentrum erreichte 62.3 Milliarden US-Dollar und wuchs um 75 Prozent.
| Q4 2026 Quartalsergebnisse | Ist-Wert | Schätzung |
|---|---|---|
| Umsatz | $68.1B | $65.71B |
| EPS | $1.62 | $1.52 |
| Datenzentrum | $62.3B | $60.1B |
| Gaming und KI-PC | $3.7B | $3.3B |
| Professionelle Visualisierung | $1.3B | $1.1B |
Nvidia-Zahlen Q4 2026: Umsatz und Gewinn klar über Konsens
Nvidia hat im vierten Quartal 2026 erneut ein starkes Zahlenwerk vorgelegt und die Markterwartungen klar übertroffen. Der Umsatz stieg auf 68.1 Milliarden US-Dollar, nach Analystenschätzungen von 65.71 Milliarden US-Dollar. Damit lag Nvidia um 2.42 Milliarden US-Dollar über dem Konsens und wuchs im Jahresvergleich um 73 Prozent.
Noch deutlicher fiel die Dynamik beim Ergebnis je Aktie aus. Nvidia meldete ein EPS von 1.62 US-Dollar, während der Markt lediglich 1.52 US-Dollar erwartet hatte. Das entspricht einer positiven Gewinnüberraschung von 0.10 US-Dollar und einem Plus von 82 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Unter dem Strich erzielte das Unternehmen einen Nettogewinn von 39.6 Milliarden US-Dollar. Die Zahlen zeigen, dass Nvidia nicht nur von der anhaltend hohen KI-Nachfrage profitiert, sondern diese Nachfrage auch in profitables Wachstum umsetzen kann.
Nvidia profitiert vor allem vom Datenzentrum und Blackwell
Der zentrale Wachstumstreiber bei Nvidia blieb auch in Q4 2026 das Datenzentrum. Der Segmentumsatz erreichte 62.3 Milliarden US-Dollar und lag damit über den erwarteten 60.1 Milliarden US-Dollar. Im Jahresvergleich entspricht das einem Wachstum von 75 Prozent. Damit stammte der Großteil des Konzernumsatzes aus dem KI- und Rechenzentrumsbereich, getragen von Investitionen der Hyperscaler und Unternehmen in beschleunigtes Rechnen und KI-Infrastruktur.
Auch außerhalb des Datenzentrums zeigte Nvidia Stärke. Das Segment Gaming und KI-PC setzte 3.7 Milliarden US-Dollar um und übertraf damit die Erwartung von 3.3 Milliarden US-Dollar. Das Plus zum Vorjahr lag bei 47 Prozent. Zusätzlich sprang die professionelle Visualisierung auf 1.3 Milliarden US-Dollar und lag damit über den erwarteten 1.1 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum von 159 Prozent entspricht. Das unterstreicht die breite Nachfrage nach der Blackwell-Architektur über mehrere Endmärkte hinweg.
Einordnung und Analyse
Fundamental bleiben die Nvidia-Zahlen sehr stark. Der operative Cashflow stieg im Quartal auf 36.2 Milliarden US-Dollar und legte damit um 118 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Der freie Cashflow erreichte 34.9 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 125 Prozent. Diese Entwicklung signalisiert, dass Nvidia das hohe Umsatzwachstum in erhebliche liquide Mittel umwandelt.
Auch die Profitabilität bleibt auf einem für die Branche herausragenden Niveau. Die Bruttomarge lag bei 75.2 Prozent, während die operative Marge 67.7 Prozent erreichte. Das spricht für erhebliche Preissetzungsmacht, einen günstigen Produktmix mit margenstarken KI-Beschleunigern und starke operative Hebel. Für Investoren ist das entscheidend: Nvidia wächst nicht nur schnell, sondern verteidigt trotz hoher Investitionen auch eine sehr hohe Ertragsqualität. Das reduziert die Sorge, dass der KI-Investitionszyklus zwar Umsatz, aber nicht nachhaltig hohe Renditen liefern könnte.
Elliot-Wellen-Analyse für NVIDIA Corporation

Ausblick und Prognose
Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 stellte Nvidia einen Umsatz von 78.0 Milliarden US-Dollar in Aussicht, plus oder minus zwei Prozent. Damit signalisiert das Management weiteres Wachstum gegenüber den bereits sehr starken 68.1 Milliarden US-Dollar aus Q4 2026. Besonders bemerkenswert ist, dass dieser Ausblick laut Unternehmen keine Rechenzentrums-Compute-Umsätze aus China unterstellt. Das deutet auf robuste Nachfrage in anderen Regionen und bei anderen Kundengruppen hin.
Bei den Margen erwartet Nvidia eine GAAP-Bruttomarge von 74.9 Prozent und eine Non-GAAP-Bruttomarge von 75.0 Prozent, jeweils plus oder minus 50 Basispunkte. Die operativen Aufwendungen sollen bei rund 7.7 Milliarden US-Dollar nach GAAP und 7.5 Milliarden US-Dollar auf Non-GAAP-Basis liegen. Für das Gesamtjahr rechnet Nvidia mit einer Steuerquote zwischen 17.0 Prozent und 19.0 Prozent. Für den Markt ist das ein klares Signal, dass der KI-Investitionszyklus vorerst intakt bleibt.
📚 Leseempfehlung
KI-Sensation: Cisco attackiert Nvidia mit neuem Chip
Nvidia steht mit seinen starken Q4-Zahlen exemplarisch für den KI-Boom – und ist nur einer der spannendsten Werte in unserem KI-Aktien-Paket. Dort bündeln wir Unternehmen, die von Rechenzentren, Automatisierung und der nächsten Welle künstlicher Intelligenz profitieren. Neben Nvidia finden Sie hier auch Palantir, Micron, Dell und Meta Platforms. Zum KI-Aktien geht es HIER.


