Die wichtigsten Punkte
Netflix kündigt einen 10-für-1-Aktiensplit an, um den Kurs von über 1000 US-Dollar zu senken und Mitarbeitern den Aktienzugang zu erleichtern. Aktionäre erhalten am 10. November neun zusätzliche Aktien, der Handel startet am 17. November. Ziel ist breitere Teilhabe und langfristiges Wachstum bis zu einer Marktbewertung von einer Billion US-Dollar.
Netflix teilt seine Aktie im Verhältnis 10:1 – ein Signal für breitere Teilhabe
Netflix hat am 30. Oktober 2025 einen bedeutenden Schritt an der Börse angekündigt: Eine 10-für-1-Aktienteilung soll die Beteiligung der Mitarbeiter erleichtern und die Aktie für ein breiteres Publikum zugänglich machen. Das Unternehmen mit Sitz in Los Gatos, Kalifornien, wird jedem Aktionär neun zusätzliche Aktien für jede bereits gehaltene Aktie zuteilen.
Maßgeblicher Stichtag ist der 10. November, während der Handel auf gesplitteter Basis am 17. November startet. Der Schritt folgt auf eine längere Phase stark schwankender Kurse. Nachdem der Aktienpreis im Juni ein Allzeithoch erreichte (siehe 4-Stundenchart), notierte die Netflix-Aktie am Donnerstag bei 1089 US-Dollar – ein Rückgang von fast 19 Prozent seit Sommerbeginn.
Der Split senkt den Kurs rechnerisch unter die Marke von 1000 US-Dollar und soll die Beteiligung am Unternehmen wieder praktikabler gestalten. In Nachbörse legte die Aktie um 3.2 Prozent zu, ein Zeichen positiver Marktresonanz auf die Entscheidung.
Ein strategischer Schritt für Mitarbeiter und Märkte
Das Ziel der Maßnahme ist klar formuliert: Die Preisanpassung soll es Angestellten erleichtern, über das Aktienoptionsprogramm am Unternehmenserfolg teilzuhaben. Netflix betont, dass der Schritt keine Reaktion auf Schwäche sei, sondern eine bewusste Anpassung an den rasanten Kursanstieg der vergangenen Monate.
Seit Anfang des Jahres hatte die Aktie die Marke von 1000 US-Dollar überschritten und war damit unter die höchstbewerteten Werte des S&P 500 gerückt. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 466 Milliarden US-Dollar ist Netflix weiterhin eines der wertvollsten Medienunternehmen der Welt.
Der Schritt erfolgt zudem in einem Umfeld, in dem Aktiensplits wieder an Bedeutung gewinnen – zuletzt hatte auch ServiceNow einen Split angekündigt. Im bisherigen Jahr 2025 gab es laut Dow Jones Market Data erst drei effektive Splits im S&P 500, deutlich weniger als im Jahr 2024. Die Entscheidung unterstreicht somit Netflix’ Anspruch, eine moderne, mitarbeiterorientierte Kapitalstruktur zu pflegen.
Wachstum mit Blick auf 2030 – trotz kurzfristiger Dämpfer
Parallel zur Ankündigung präsentierte Netflix aktuelle Geschäftszahlen. Der Umsatz stieg im dritten Quartal auf 11.51 Milliarden US-Dollar – exakt im Rahmen der Analystenerwartungen. Der Nettogewinn blieb aufgrund einer einmaligen Steuerbelastung in Brasilien hinter den Prognosen zurück, was das Management als temporären Effekt bezeichnete.
Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern nun 45.1 Milliarden US-Dollar Umsatz und eine operative Marge von 29 Prozent, leicht unter der vorherigen Prognose. Trotz der Korrektur zeigt sich das Unternehmen optimistisch: Wachsender Werbeumsatz, steigende Abonnentenzahlen und Preisanhebungen sollen weiteres Wachstum sichern.
Bis 2030 strebt Netflix an, den Umsatz zu verdoppeln und eine Marktkapitalisierung von einer Billion US-Dollar zu erreichen. Mit über 300 Millionen Abonnenten in mehr als 190 Ländern bleibt Netflix ein globaler Maßstab für Streaming – und sendet mit dem Aktiensplit ein klares Signal: Beteiligung am Erfolg soll nicht vom Aktienpreis abhängen.




