Nächster Oracle-Turbo: 20-Milliarden-Deal mit Meta geplant
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Nächster Oracle-Turbo: 20-Milliarden-Deal mit Meta geplant

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Carlo Schmid

Die wichtigsten Punkte

Oracle verhandelt laut Reuters mit Meta über einen mehrjährigen Cloud-Computing-Vertrag im Volumen von rund 20 Milliarden US-Dollar. Oracle würde zusätzliche Rechenkapazität bereitstellen, damit Meta KI-Modelle trainieren und einsetzen kann. Meta kommentierte nicht, Oracle reagierte zunächst ebenfalls nicht. Der Vorstoß reiht sich ein in eine Welle großer Kapazitätsdeals, darunter der jüngst berichtete, sehr große OpenAI-Vertrag mit Oracle. Parallel baut Oracle Partnerschaften mit Amazon, Alphabet und Microsoft aus und meldet stark wachsende Auftragsbestände im Cloudgeschäft.

Worum es bei dem möglichen Deal geht

Nach Informationen von Reuters wird derzeit über einen Vertrag im Umfang von rund 20 Milliarden US-Dollar verhandelt. Kern der Gespräche ist die Frage, ob Oracle für Meta zusätzliche Rechenzentren bereitstellt. In diesen Rechenzentren stehen zehntausende Hochleistungscomputer, die speziell dafür ausgelegt sind, große Mengen an Daten zu verarbeiten. Meta will diese Kapazitäten nutzen, um eigene KI-Modelle weiterzuentwickeln und schneller einsetzen zu können. Solche Modelle stehen hinter vielen Anwendungen, die Nutzerinnen und Nutzer bereits kennen. Von der automatischen Übersetzung bis hin zu Bild- und Texterkennung. Da der Bedarf nach solcher Rechenpower rasant steigt, versucht Meta sich frühzeitig langfristige Kontingente zu sichern.

Offiziell keine Bestätigung

Weder Oracle noch Meta haben die Gespräche bislang bestätigt. Das ist bei solchen Verhandlungen nicht ungewöhnlich: Solange kein Vertrag unterschrieben ist, vermeiden die Unternehmen meist öffentliche Kommentare. Dennoch ist allein die Höhe des möglichen Volumens bemerkenswert. Ein 20-Milliarden-Deal würde Oracle in eine Reihe mit den größten Cloud-Anbietern wie Amazon oder Microsoft stellen, die bisher den Markt dominieren. Dass Meta auf Oracle zugeht, zeigt, dass es bei der Versorgung mit Rechenleistung längst nicht nur auf die ganz großen Player setzt. Für Außenstehende ist wichtig zu verstehen: Cloud-Deals in dieser Größenordnung sind nicht nur Technikprojekte, sondern echte strategische Weichenstellungen, die bestimmen, wie schnell Firmen im Bereich Künstliche Intelligenz vorankommen.

Warum Meta neue Rechenpower braucht

Die großen Tech-Konzerne befinden sich aktuell in einem Wettrennen um die Entwicklung leistungsfähiger KI. Diese Systeme brauchen enorme Mengen an Daten und Energie, um trainiert zu werden. Je mehr Kapazitäten ein Unternehmen hat, desto schneller und komplexer kann es seine Modelle verbessern. Meta setzt stark auf Künstliche Intelligenz, nicht nur für neue Produkte wie Chatbots oder Bildgeneratoren, sondern auch für seine bestehenden Plattformen Facebook, Instagram und WhatsApp. Dort kommen KI-Systeme zum Beispiel bei der Sortierung von Inhalten, bei der Erkennung von Falschmeldungen oder bei der personalisierten Werbung zum Einsatz. Wenn Meta nicht genügend Rechenleistung einkauft, könnte das die Weiterentwicklung seiner Angebote ausbremsen. Genau deshalb versucht das Unternehmen, rechtzeitig Verträge mit verschiedenen Anbietern abzuschließen.

Parallele zu OpenAI und anderen Deals

Der mögliche Vertrag mit Meta erinnert stark an einen anderen Deal, der gerade erst Schlagzeilen gemacht hat. Nur wenige Tage zuvor berichtete das „Wall Street Journal“, dass Oracle mit OpenAI einen Vertrag über rund 300 Milliarden US-Dollar abgeschlossen habe, verteilt über mehrere Jahre. Auch dabei geht es um die Lieferung von Rechenleistung für KI-Anwendungen. Dass Oracle nun gleich mit mehreren großen Kunden solche Vereinbarungen trifft, zeigt, wie schnell der Markt für Cloud-Computing wächst und wie groß der Hunger nach Rechenressourcen ist. Wer diese Kapazitäten kontrolliert, hat einen klaren Wettbewerbsvorteil. Deshalb gilt Oracle trotz seiner geringeren Größe gegenüber Amazon oder Microsoft inzwischen als ernst zu nehmender Herausforderer im Cloud-Sektor.

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Carlo Schmid

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