Microsoft schlägt Erwartungen im ersten Quartal
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Microsoft schlägt Erwartungen im ersten Quartal

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Carlo Schmid

Der Windows-Entwickler Microsoft hat am gestrigen Mittwoch, den 30. April die Geschäftszahlen für das erste Quartal des aktuellen Geschäftsjahres 2025 veröffentlicht. Mit starkem Wachstum im Cloud-Bereich und positiven Wachstums-Impulsen durch Künstliche Intelligenz zeigt sich der Tech-Gigant gut aufgestellt für die kommenden Monate. Auch Analysten sehen Microsoft auf einem guten Weg, trotz kleinerer Schwächen bei den Margen. Die Aktie schoss nach den guten Quartalszahlen nahezu senkrecht nach oben.

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Microsofts Geschäftsjahr unterscheidet sich vom Kalenderjahr. Während das Kalenderjahr am 1. Januar beginnt, startet Microsofts Geschäftsjahr bereits am 1. Juli und endet am 30. Juni des folgenden Jahres. Das bedeutet:


• Das erste Quartal (Q1) des Geschäftsjahres 2025 lief bei Microsoft von Juli bis September 2024.


• Das zweite Quartal (Q2) dauerte von Oktober bis Dezember 2024.


• Das dritte Quartal (Q3), auf das sich die aktuellen Zahlen beziehen, umfasst den Zeitraum von Januar bis März 2025.


Deshalb handelt es sich bei der Veröffentlichung vom 30. April 2025 nach Microsofts Rechnung um die Ergebnisse des dritten Quartals des Geschäftsjahres 2025 – und nicht, wie beim Kalenderjahr üblich, um ein erstes Quartal. Der Einfachheit halber bezeichnen wir das abgelaufene Vierteljahr von Januar bis März dennoch als erstes Quartal.

Earnings im Überblick: Microsoft wächst



Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025 erzielte Microsoft einen Umsatz von gut 70 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 13 Prozent gegenüber dem Umsatz von knapp 62 Milliarden US-Dollar im gleichen Quartal des Vorjahres. Der operative Gewinn, also der Gewinn aus dem Kerngeschäft vor Zinsen und Steuern, lag bei 32 Milliarden US-Dollar und stieg damit um 16 Prozent gegenüber den 27.6 Milliarden US-Dollar im Vorjahr.


Microsoft glänzt mit starkem Wachstum bei Umsatz und Gewinn. Der Umsatz mit der Intelligent Cloud wächst langsam.

Noch etwas deutlicher als der Umsatz stieg Microsofts Gewinn: Der Nettoprofit belief sich auf 25.8 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum von 18 Prozent im Vergleich zu den rund 22 Milliarden US-Dollar im Vergleichszeitraum des Vorjahres entspricht. Das Ergebnis je Aktie (EPS) lag bei 3.46 US-Dollar und wuchs damit ebenfalls um 18 Prozent gegenüber 2.94 US-Dollar im Vorjahr.

Erfolgsfaktoren: Cloud und KI



Ein großer Wachstumstreiber war für Microsoft im vergangenen Quartal erneut die Cloud-Sparte. Der Bereich Intelligent Cloud erzielte Einnahmen von knapp 27 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Wall Street. Zusätzlich stieg der Umsatz der gesamten Microsoft-Cloud auf 42.4 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Insbesondere die hauseigene Azure-Plattform profitierte von der wachsenden Nachfrage nach KI-Lösungen und Cloud-Infrastruktur.


Microsofts Finanzchefin Amy Hood bestätigte, dass der Konzern im laufenden Geschäftsjahr rund 80 Milliarden US-Dollar in den Ausbau seiner Infrastruktur investieren will. Hintergrund ist die weiterhin steigende Nachfrage nach KI-Diensten, die laut Microsoft auch in den kommenden Quartalen Kapazitätsgrenzen erreichen könnte. Hood betonte in diesem Zusammenhang: „Cloud und KI sind die entscheidenden Faktoren, um die Produktivität zu steigern, Kosten zu senken und neues Wachstum für Unternehmen zu ermöglichen.“

Microsoft-Aktie trotzt Nasdaq-Schwäche



Neben der Cloud konnten auch die Bereiche Business-Software und Personal Computing überzeugen. Der Umsatz im Bereich Business-Software, zu dem etwa Microsoft 365 gehört, erreichte fast 30 Milliarden US-Dollar. Der Bereich Personal Computing, zu dem unter anderem Windows auf privaten Computern und das gesamte Xbox-Ökosystem zählen, kam auf 13.4 Milliarden US-Dollar. Besonders die starke Nachfrage nach Xbox-Inhalten und die Erholung im Werbegeschäft unterstützten das Wachstum.


Die Microsoft-Aktie hat sich so stark vom Tief Anfang April erholt wie kaum ein anderer Tech-Titel. Die Quartalszahlen brachten einen Nachfrage-Boom.

Die Aktie von Microsoft (NASDAQ: MSFT) reagierte sehr positiv auf die veröffentlichten Zahlen. Nach der Präsentation der Quartalszahlen stieg der Kurs im vorbörslichen Handel um starke zwölf Prozent. Analysten führen die Kursgewinne vor allem auf die besser als erwarteten Umsätze und Gewinne sowie auf die starken Perspektiven im Cloud- und KI-Bereich zurück. Langfristig dürfte Microsoft laut der breiten Analystenmeinung durch seine klare Ausrichtung auf Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz ein attraktives Investment bleiben.

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Analysten erwarten, dass Microsoft in den kommenden zwölf Monaten ein Umsatzwachstum von etwa zwölf Prozent erreichen könnte. Damit würde sich das Wachstumstempo im Vergleich zu den letzten zwei Jahren leicht verlangsamen, bliebe jedoch auf einem insgesamt hohen Niveau. Besonders der Ausbau der KI-Angebote könnte in Zukunft weitere Impulse setzen und Microsoft helfen, die Konkurrenz auf Abstand zu halten.


Mittelfristig steht der Microsoft-Aktie laut unserer Analyse eine lange Rallye bevor. Bricht der Kurs unter $309.45, kann die nächste Korrektur früher beginnen.
Microsoft hat im ersten Quartal dennoch erneut bewiesen, dass man auf einem soliden Wachstumskurs ist. Das gilt nach dem heftigen Abverkauf von Februar bis April so langsam auch wieder für die unternehmenseigene Aktie. Seit dem Tief vom 7. April bei rund 340 US-Dollar hat das Wertpapier eine beachtliche Rallye hingelegt und rund 25 Prozent an Kurswert gewonnen. Mit dem Boost der positiven Quartalszahlen brach der Kurs deutlich über die 400-Dollar-Marke aus und dürfte seinen aktuellen Anstieg laut unserer Analyse noch ein Stück fortsetzen.


Erst danach rechnen wir mit der nächsten größeren Zwischenkorrektur – übergeordnet aber bleibt Microsoft in einem Aufwärtstrend, der die Aktie mittelfristig über 500 US-Dollar tragen kann. Gleich zwei alternative Szenarien könnten aber für deutlich frühere Korrekturen sorgen und die aktuelle Rallye abwürgen. Um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein, informieren wir die Abonnenten unseres Tech33-Analysepakets regelmäßig über die Kursentwicklung bei Microsoft und weiteren Top-Titeln wie Meta, Nvidia oder Palantir.

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Carlo Schmid

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