Der Tech-Gigant Microsoft wird seine jährliche Aktionärsversammlung am 10. Dezember als rein virtuelle Veranstaltung abhalten. Beginnen wird das Meeting um 8:30Uhr Pazifikzeit. Neben der Wahl der Direktoren, den Berichten zur derzeitigen Unternehmensstrategie sowie den Finanzzielen, steht eine bemerkenswerte Aktionärsabstimmung auf der Agenda. Die Anteilseigner sollen nämlich darüber entscheiden, ob der Bitcoin zukünftig in die Unternehmensbilanz des Konzerns aufgenommen werden soll. Die Idee brachte die Denkfabrik NCPPR (National Center for Public Policy Research) ins Spiel, die Microsoft dazu aufforderte, mit dem Bitcoin seine Investitionsstrategie zu diversifizieren.
Der Vorstand lehnt ab
Mit der Begründung, dass der Konzern die Kryptowährungen mit hauseigenen Teams bereits im Blick hat und genaustens untersuche, rät die Firmenspitze die Aktionäre dazu gegen den Vorschlag zu stimmen. Man wolle auf weniger volatile Assets setzen, um so wirtschaftliche Verluste eingrenzen zu können und auch die Auswirkungen der Inflation einzudämmen.
Wird Einfluss ausgeübt werden?
Diese Frage stellen sich jedenfalls einige, da der weltweit größte Vermögensverwalter BlackRock mit 7.1 Prozent der zweitgrößte Anteilseigner von Microsoft ist und ein entscheidendes Interesse daran haben könnte, die Bitcoin-Adaption weiter voranzutreiben. Immerhin hält BlackRock mit dem eigenen Bitcoin-ETF Bitcoins im Wert von weit über $20 Milliarden. Ein ähnliches Interesse könnte auch Fidelity haben, ein weiterer Vermögensverwalter, der bedeutende Aktienanteile an Microsoft hält und ebenfalls verschiedene Investmentfonds auf Krypto-Basis ins Leben gerufen hat.
Marktauswirkungen wären wahrscheinlich
Sollte die Abstimmung für die Aufnahme des Bitcoins in die Unternehmensbilanz von Microsoft positiv ausfallen, dürfte das eine enorme Strahlkraft auf andere Firmen im Tech-Universum ausüben – und natürlich auch auf den Bitcoin-Kurs selbst. Der Softwareentwickler ist mit einer Marktkapitalisierung von derzeit rund $3.2 Billionen eines der wertvollsten Unternehmen schlechthin und könnte sich nach erfolgtem Zuspruch zum Bitcoin zu einem der größten Bitcoin-Investoren entwickeln. Für die Krypto-Leitwährung und den gesamten Krypto-Sektor könnte dies ein Impuls sein, der diese Anlageklasse neu positioniert.
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