Meta hat Steuerschulden: Aktie fällt nach soliden Earnings
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Meta hat Steuerschulden: Aktie fällt nach soliden Earnings

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Esma Sakalli

Die wichtigsten Punkte 

Meta steigerte im dritten Quartal 2025 den Umsatz um 26 Prozent auf 51.24 Milliarden US-Dollar, erlitt jedoch durch eine einmalige Steuerbelastung von 15.93 Milliarden US-Dollar einen Gewinneinbruch. Trotz bereinigtem Gewinn von 7.25 US-Dollar je Aktie stiegen die Ausgaben stark: Bis zu 118 Milliarden US-Dollar Gesamtkosten und 72 Milliarden für Investitionen in KI-Infrastruktur. CEO Mark Zuckerberg setzt auf massive KI- und Hardwareprojekte wie die Ray-Ban Display-Brille.

Meta im Steuerschock: Milliardenbelastung trotz Rekordumsatz

Meta hat im dritten Quartal 2025 das stärkste Umsatzwachstum seit über einem Jahr erzielt – und dennoch erlebte die Aktie einen massiven Einbruch. Der Konzern steigerte seine Erlöse um 26 Prozent auf 51.24 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Prognosen von Analysten deutlich.

Besonders das Werbegeschäft, angetrieben durch steigende Anzeigenpreise und eine wachsende Nutzerbasis von 3.54 Milliarden Menschen täglich, trug zu dem Rekordquartal bei. Doch die positive Bilanz wurde durch eine einmalige Steuerbelastung überschattet: Ein nicht-liquider Aufwand von 15.93 Milliarden US-Dollar drückte den Gewinn je Aktie auf 1.05 US-Dollar – statt der bereinigten 7.25 US-Dollar. Hintergrund ist die Umsetzung von Präsident Donald Trumps One Big Beautiful Bill Act, die kurzfristig hohe Buchverluste, langfristig aber geringere Steuerzahlungen bewirken soll.

Investitionshunger trifft Anlegernerv

Finanziell bleibt Meta auf Expansionskurs – allerdings zu einem Preis. Das Unternehmen hob seine Jahresausgaben erneut an und rechnet nun mit Kosten zwischen 116 und 118 Milliarden US-Dollar. Die geplanten Investitionen in Rechenzentren und KI-Infrastruktur steigen auf bis zu 72 Milliarden US-Dollar.

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CEO Mark Zuckerberg begründete die Ausgaben mit dem enormen Rechenbedarf der hauseigenen KI-Projekte. Meta benötige „signifikant mehr Computing-Power“, um beim Training von Modellen wie Llama 4 und bei der Entwicklung neuer KI-Anwendungen konkurrenzfähig zu bleiben. Finanzchefin Susan Li kündigte an, dass die Investitionen auch 2026 weiter zunehmen werden, getrieben von steigenden Cloud-Kosten und wachsender Mitarbeiterzahl in technischen Bereichen.

Trotz des hohen Aufwands übertraf das Werbegeschäft die Erwartungen: Die Werbeeinnahmen stiegen auf 50,08 Milliarden US-Dollar, rund 1.5 Milliarden mehr als prognostiziert. Dennoch sehen Analysten eine wachsende Spannung zwischen den langfristigen KI-Ambitionen des Unternehmens und den kurzfristigen Gewinnerwartungen der Investoren.

KI-Strategie und Hardware-Wetten prägen die Zukunft

Parallel zu den KI-Investitionen erweitert Meta sein Hardwaregeschäft. Die Sparte Reality Labs verzeichnete zwar einen Verlust von 4.4 Milliarden US-Dollar, doch Zuckerberg betont, die Produkte seien zentral für Metas Zukunftsstrategie.

Besonders die neuen Ray-Ban Display Glasses mit integriertem Bildschirm und neuronaler Steuerung gelten als technologische Pioniere.  Das Modell war bereits kurz nach Markteinführung ausverkauft, Demo-Slots sind bis Ende November ausgebucht. Auch die KI-App Vibes verzeichnete seit ihrer Einführung im September einen Downloadanstieg um 56 Prozent.

Meta beschäftigt mittlerweile 78 450 Menschen, acht Prozent mehr als im Vorjahr, und konzentriert sich auf den Ausbau seiner Superintelligence Labs, die zu den größten KI-Forschungszentren der Branche zählen. Trotz des Kursrückgangs bleibt das Unternehmen finanziell stark, technologisch ambitioniert und stellt erneut unter Beweis, dass Metas Zukunft eng mit der Weiterentwicklung künstlicher Intelligenz verknüpft ist.

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Esma Sakalli

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