KI-Kampf der Giganten: OpenAI schlägt SpaceX und weist Musk-Klage zurück
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KI-Kampf der Giganten: OpenAI schlägt SpaceX und weist Musk-Klage zurück

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Carlo Schmid

Die wichtigsten Punkte

OpenAI hat den größten Mitarbeiter-Aktienverkauf seiner Geschichte abgeschlossen und wird nun mit 500 Milliarden US-Dollar bewertet, mehr als Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX. Gleichzeitig verteidigt sich OpenAI gegen eine Klage von Musks KI-Firma xAI, die dem Unternehmen den Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen vorwirft.

OpenAI bestreitet die Vorwürfe entschieden und bezeichnet die Klage als Versuch, ehemalige Mitarbeitende einzuschüchtern. Parallel wehrt sich auch Apple vor Gericht gegen ähnliche Vorwürfe von xAI, wonach die Partnerschaft zwischen Apple und OpenAI den Wettbewerb im KI-Markt behindere.

OpenAI überholt SpaceX bei der Bewertung

OpenAI hat eine neue Spitzenbewertung erreicht: Das Unternehmen ist jetzt 500 Milliarden US-Dollar wert. Zum Vergleich: SpaceX, das von Tesla Gründer Elon Musk gegründete Raumfahrtunternehmen, wird je nach Schätzung mit 400 bis 456 Milliarden US-Dollar bewertet. Damit liegt OpenAI erstmals über Musks bislang wertvollstem Konzern.

Möglich wurde dieser Sprung durch einen Aktienverkauf, bei dem bestehende Mitarbeitende Anteile für insgesamt 6.6 Milliarden US-Dollar verkaufen konnten. Anders als beim klassischen Börsengang fließt das Geld nicht direkt ins Unternehmen, sondern in die Taschen der Beschäftigten, die ihre Anteile schon länger halten.

Mitarbeiter-Aktienverkauf: Signal für Vertrauen und Bindung

OpenAI hatte es Mitarbeitenden und ehemaligen Angestellten erlaubt, einen Teil ihrer Anteile zu verkaufen. Maximal hätten bis zu 10.3 Milliarden US-Dollar umgesetzt werden können, tatsächlich lag das Volumen aber bei 6.6 Milliarden. Dass viele Beschäftigte ihre Anteile behalten haben, wird als Zeichen dafür gewertet, dass sie an den langfristigen Erfolg von OpenAI glauben.

Solche Anteilsverkäufe sind bei schnell wachsenden Start-ups üblich. Sie schaffen Liquidität für Angestellte, die seit Jahren Aktien halten, ohne dass das Unternehmen an die Börse gehen muss. Gleichzeitig helfen solche Angebote, hochqualifizierte Fachkräfte im Unternehmen zu halten, ein entscheidender Vorteil im harten Wettbewerb um KI-Talente.

Musk gegen OpenAI: Klage und Gegenwehr

Während OpenAI auf der wirtschaftlichen Seite glänzt, muss es sich juristisch mit einer Klage von Musks KI-Firma xAI auseinandersetzen. xAI wirft OpenAI vor, gezielt ehemalige Mitarbeitende abgeworben und dabei Geschäftsgeheimnisse gestohlen zu haben. OpenAI weist diese Vorwürfe zurück und argumentiert, dass die Klage nur dazu diene, Ex-Mitarbeitende unter Druck zu setzen und andere Talente von einem Wechsel zu OpenAI abzuschrecken.

Das Verfahren läuft unter dem Titel X.AI Corp. v. OpenAI Inc. vor einem Gericht in Kalifornien. Noch ist unklar, ob die Klage Bestand haben wird oder abgewiesen wird. Für Musk ist der Rechtsstreit auch ein Symbolkampf, denn er hatte OpenAI einst selbst mitgegründet, bevor es zum Bruch kam. Und es ist ebenfalls nicht das erste Duell der beiden KI‑CEOs – in einem Schachmatch standen sich zumindest die KI-Modelle der beiden Rivalen gegenüber. Damals ging Sam Altman als Gewinner hervor.

Apple gerät ins Visier von xAI

Nicht nur OpenAI selbst, auch Apple muss sich aktuell mit Vorwürfen von Musks Firmen auseinandersetzen. xAI und Musks Plattform X behaupten in einer Klage in Texas, dass die Partnerschaft zwischen Apple und OpenAI den Wettbewerb behindere. Die Integration von OpenAI in Apples Systeme, etwa beim Sprachassistenten Siri, würde angeblich Konkurrenten wie xAI benachteiligen.

Apple weist das entschieden zurück und erklärt, die Kooperation sei nicht exklusiv. Man arbeite auch mit anderen Partnern und sehe keinen Verstoß gegen Wettbewerbsrecht. Apple hat deshalb die Abweisung der Klage beantragt.

Strategischer Hintergrund: Wachstum, Produkte und Talente

Die neue Bewertung und die gerichtlichen Auseinandersetzungen sind Teil eines größeren Bildes. OpenAI arbeitet derzeit an neuen Produkten und plant Deals mit großen Technologiekonzernen wie Oracle. Außerdem denkt das Unternehmen über eine Umwandlung in eine sogenannte Public-Benefit-Corporation nach, also eine Unternehmensform, die stärker am Gemeinwohl ausgerichtet ist.

Gleichzeitig tobt im Hintergrund ein intensiver Wettbewerb um Fachkräfte. Große Tech-Unternehmen bieten teils enorme Gehälter, um Spitzenkräfte im Bereich Künstliche Intelligenz abzuwerben.

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