Das Wichtigste in Kürze
- Gewinn schlägt Erwartungen deutlich, während der Umsatz im Vorjahresvergleich leicht rückläufig bleibt.
- Massive Verluste in der Foundry-Sparte und Produktionsengpässe bei neuen Chip-Generationen drücken auf die Stimmung.
- Der Ausblick auf das erste Quartal 2026 liegt weit unter den Schätzungen und signalisiert eine langsame Erholung.
Gewinn-Überraschung verblasst hinter schwacher Prognose
Die jüngsten Zahlen beendeten eine beeindruckende Kursrallye von fast 50 Prozent innerhalb eines Monats abrupt. Dabei lieferte Intel für das abgelaufene vierte Quartal 2025 eigentlich solide Ergebnisse: Mit einem Gewinn pro Aktie von 0.15 US-Dollar übertraf der Konzern die Analystenschätzungen von 0.08 US-Dollar deutlich.
Auch der Umsatz lag mit 13.7 Mrd. US-Dollar über den Erwartungen, wenngleich dies im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von etwa 5 Prozent bedeutet. Während das Geschäft mit Client-PCs und Rechenzentren eine Stabilisierung zeigte, konnten diese Erfolge die Anleger nicht beruhigen. Der Markt reagierte stattdessen auf die Signale, dass die operative Erholung im Jahr 2026 auf unerwartete Hürden stößt.
Hohe Verluste in der Fertigung und operative Hürden
Ein zentraler Belastungsfaktor bleibt die Foundry-Sparte (Auftragsfertigung). Intel investiert weiterhin massiv in moderne Chiptechnologien wie den 18A-Prozess, was kurzfristig zu operativen Verlusten in Milliardenhöhe führt. Im letzten Quartal verbuchte dieser Bereich ein Minus von rund 2.5 Mrd. US-Dollar.
Hinzu kommen Berichte über Engpässe bei der Auslieferung neuer Chip-Generationen, die das Vertrauen in eine schnelle Skalierung der Produktion untergraben. Diese Anlaufkosten und Abschreibungen engen die operative Marge massiv ein. Für Anleger bedeutet dies, dass die "neue Intel" zwar technisch vorankommt, die finanzielle Last der Transformation aber schwerer wiegt als erhofft.
Schock-Prognose für 2026 lässt Aktie einbrechen
Der eigentliche Grund für den Kurssturz von rund 12 Prozent nach Bekanntgabe der Zahlen war der Ausblick. Für das erste Quartal 2026 stellte das Management einen Umsatz in Aussicht, der deutlich hinter den Markterwartungen zurückbleibt. Besonders alarmierend: Intel rechnet für das kommende Quartal lediglich mit einem Ergebnis um den Break-Even-Punkt (nahe Null), während Analysten fest mit Profiten gerechnet hatten.
Begründet wurde dies mit einem vorsichtigen Bestellverhalten der Kunden und anhaltendem Wettbewerbsdruck durch AMD und Nvidia. Die abrupte Reaktion der Aktie spiegelt die Enttäuschung darüber wider, dass der Weg zurück zu alter Profitabilität steiniger und langwieriger ist, als es die vorangegangene Rallye vermuten ließ.
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FAQ
Was ist der beste Intel Chip?
Der beste Intel Chip hängt vom Einsatzgebiet ab. Für Privatanwender gelten die aktuellen Core Ultra Prozessoren (Serie 2 und 3) als Spitzenreiter, während im Server-Bereich die Xeon-Modelle führend sind. Eine pauschale Bewertung ist schwierig, da Intel derzeit versucht, mit der 18A-Fertigungstechnologie wieder die technologische Krone zurückzugewinnen.
Wer ist Marktführer, Intel oder AMD?
In der schieren Menge der verkauften Chips führt Intel weiterhin den Gesamtmarkt an. AMD hat jedoch in den letzten Jahren massiv Marktanteile gewonnen, insbesondere bei Hochleistungs-Servern und Gaming-CPUs. Der Kampf um die Technologieführerschaft ist so eng wie seit Jahrzehnten nicht mehr.




