Montag: Tesla plant neues XXL-Model Y für China
Tesla hat in China offiziell Pläne für einen neuen Model Y L mit sechs Sitzen registriert. Das Modell mit verlängertem Radstand und Allradantrieb soll ab Herbst in China auf den Markt kommen. Mit 3.04 Metern Radstand, mehr Platz und einem stärkeren Antrieb will Tesla gezielt in den umkämpften chinesischen Markt für Elektro-SUVs vordringen.
Der Model Y L ist deutlich größer als das bisherige Modell Y und bietet bis zu sechs Passagieren Platz. Mit zwei Motoren bringt es der neue Stromer auf 456 PS – mehr als das aktuelle Model Y Long Range. Mit der größeren Variante will Tesla laut eigenen Aussagen der wachsenden Konkurrenz chinesischer Hersteller wie BYD besser Paroli bieten.
Dienstag: Microsoft will Genehmigungsverfahren für Atomkraftwerke per KI beschleunigen
Microsoft und das US-Atomforschungszentrum Idaho National Laboratory haben angekündigt, Künstliche Intelligenz für die Genehmigung neuer Atomkraftwerke einzusetzen. Ziel ist es, mithilfe von KI automatisch komplexe Antragsunterlagen zu erstellen, die bisher Hunderte Seiten manuell ausgefüllt werden mussten. Der Schritt folgt auf einen Erlass von Präsident Trump, der den Genehmigungsprozess in den USA auf 18 Monate verkürzen will.
Hintergrund: Die künstliche Intelligenz wertet bestehende Datenbanken erfolgreicher Genehmigungen aus und unterstützt dabei auch bei Leistungssteigerungen bestehender Anlagen. Statt menschliche Experten zu ersetzen, soll die Technik sie bei der aufwendigen Dokumentation entlasten. Durch den steigenden Energiebedarf, unter anderem durch Rechenzentren, drängt die US-Regierung auf schnellere Verfahren für den Ausbau der Kernenergie.
Mittwoch: KI-Suchmaschine Perplexity knackt 18-Milliarden-Bewertung
Perplexity AI hat sich frisches Kapital in Höhe von 100 Millionen Dollar gesichert und wird nun mit stolzen 18 Milliarden Dollar bewertet. Das 2022 gegründete Startup aus dem Silicon Valley, das mit einer KI-gestützten Suchmaschine gegen Google antritt, hatte zuvor bereits eine Finanzierungsrunde bei 14 Milliarden abgeschlossen.
Perplexity wurde von Aravind Srinivas, Denis Yarats, Johnny Ho und Andy Konwinski gegründet, allesamt erfahrene Köpfe aus Unternehmen wie OpenAI, Meta und Databricks. Die Suchmaschine kombiniert generative KI mit klassischer Websuche und liefert direkte Antworten inklusive Quellenangaben.
Hinter dem rasanten Wachstum stehen Geldgeber wie Nvidia, Amazon-Gründer Jeff Bezos, SoftBank, Databricks, Bessemer und Sequoia. Perplexity setzt dabei auf ein Freemium-Modell: eine kostenlose Basisversion mit GPT-3.5 und ein Pro-Angebot mit KI-Tools wie GPT-4.1 oder Gemini Pro.
Donnerstag: US-Kongress winkt Stablecoin-Gesetz durch – Trump soll unterschreiben
Das US-Repräsentantenhaus hat am Donnerstag ein Gesetzespaket beschlossen, das erstmals klare Regeln für Stablecoins und andere Kryptowährungen schafft. Mit 308 zu 122 Stimmen wurde der Genius Act verabschiedet, der verlangt, dass Stablecoins durch liquide Mittel wie US-Dollar oder Staatsanleihen gedeckt sind. Das Gesetz geht nun an Präsident Trump, der es voraussichtlich unterzeichnen wird.
Stablecoins sind digitale Währungen, die meist an den Dollar gekoppelt sind und schnelle Transaktionen ermöglichen. Für die Kryptobranche, die über 119 Millionen Dollar in Lobbyarbeit investiert hat, gilt das Votum als Durchbruch. Zeitgleich passierten zwei weitere Gesetzesentwürfe das Repräsentantenhaus: einer zum grundsätzlichen Rechtsrahmen für Kryptowährungen, ein anderer gegen eine digitale Zentralbankwährung.
Freitag: ChatGPT wird zum Einkaufshelfer mit Agentenfunktionen
OpenAI hat angekündigt, dass ChatGPT künftig komplexe Aufgaben für Nutzer übernehmen kann – von Online-Einkäufen bis zur Erstellung von PowerPoint-Präsentationen. Die neuen „ChatGPT-Agenten“ kombinieren Funktionen zweier KI-Tools und sollen dabei helfen, persönliche und berufliche Aufgaben effizienter zu erledigen. Der Service startet zunächst für Pro-, Plus- und Team-Abonnenten.
Hintergrund: Der Begriff Agent steht für KI-Software, die eigenständig mehrstufige Aufgaben bearbeitet, etwa Einkäufe oder Recherchen im Internet. OpenAI-CEO Sam Altman bezeichnet diese Technologie als „nächsten großen Durchbruch“. Allerdings ist die Nutzung derzeit noch fehleranfällig und teils langsam. Kritisch bleibt auch das Sicherheitsrisiko: Bestimmte Aufgaben wie Finanz- oder Rechtsfragen bleiben bewusst ausgeschlossen.






