Frisches Geld von Apple: Intel-Aktie steigt weiter
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Frisches Geld von Apple: Intel-Aktie steigt weiter

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Carlo Schmid

Die wichtigsten Punkte

Intel hat laut einem Bericht von Bloomberg Gespräche mit Apple über eine mögliche Investition aufgenommen. Noch handelt es sich um frühe Sondierungen, die auch ohne Ergebnis enden könnten. Die Nachricht sorgte dennoch für Aufsehen: Die Intel-Aktie sprang in New York um 6.4 Prozent auf 31.22 US-Dollar. Apple schloss leicht im Minus. Bereits zuvor hatten Nvidia und SoftBank Milliardenbeträge in Intel gesteckt, auch die US-Regierung hält seit August rund zehn Prozent am Konzern. Für Intel ist die Unterstützung wichtig, weil der Chipriese seit Jahren Marktanteile verloren hat und einen schwierigen Neustart versucht. Eine Rückkehr von Apple zu Intel-Prozessoren gilt aber als unwahrscheinlich.

Worum es bei den Gesprächen geht

Nach Informationen von Bloomberg hat Intel Apple gebeten, eine finanzielle Beteiligung zu prüfen. Ziel wäre es, frisches Kapital und zugleich einen starken Partner zu gewinnen. Außerdem sei auch über eine engere Zusammenarbeit gesprochen worden. Noch sind diese Gespräche allerdings in einem sehr frühen Stadium. Das heißt: Es gibt keine verbindlichen Zusagen, und es ist gut möglich, dass am Ende keine Vereinbarung zustande kommt. Intel selbst wollte die Berichte nicht kommentieren, und auch Apple hat auf eine Anfrage zunächst nicht reagiert. Für Intel wäre eine Zusage von Apple nicht nur finanziell, sondern auch symbolisch ein wichtiger Erfolg, schließlich gilt Apple als einer der einflussreichsten Technologiekonzerne der Welt.

Reaktion an der Börse

Die Anleger reagierten sofort auf die Gerüchte. Am Mittwoch, den 24. September 2025, stieg der Kurs der Intel-Aktie in New York um 6.4 Prozent und erreichte damit 31.22 US-Dollar. Das zeigt, wie groß die Erwartungen sind, dass Intel mithilfe neuer Partner wieder Tritt fassen könnte. Bei Apple selbst fiel die Reaktion dagegen zurückhaltend aus: Die Aktie gab leicht nach und schloss weniger als ein Prozent im Minus bei 252.31 US-Dollar.  Allein die Möglichkeit einer Apple-Beteiligung hat die Stimmung rund um Intel deutlich verbessert.

Bereits an Bord: Nvidia, SoftBank und die US-Regierung

Intel konnte in den vergangenen Wochen bereits einige prominente Geldgeber gewinnen. Nvidia, der große Konkurrent im Chipgeschäft, hat 5 Milliarden US-Dollar investiert und will mit Intel künftig bei Chips für Computer und Rechenzentren zusammenarbeiten. SoftBank, die japanische Investmentgesellschaft, beteiligte sich im Vormonat mit 2 Milliarden US-Dollar. Und im August kaufte die US-Regierung rund zehn Prozent an Intel. Hinter diesem Schritt steht der Plan, die Chipproduktion in den USA zu stärken und unabhängiger von Asien zu werden. Vor diesem Hintergrund würde ein Einstieg von Apple in eine Reihe hochkarätiger Unterstützer passen und Intels Position zusätzlich aufwerten.

Intels Probleme und seine Strategie

Die Schwierigkeiten von Intel sind seit Jahren bekannt. Der Konzern hat den Anschluss an Konkurrenten wie AMD verloren und hinkt auch im Geschäft mit Chips für künstliche Intelligenz hinterher, wo Nvidia den Markt dominiert. Mit der sogenannten Foundry-Strategie versucht Intel, sich neu aufzustellen. Dabei geht es darum, nicht nur eigene Prozessoren zu bauen, sondern auch als Auftragsfertiger für andere Unternehmen zu arbeiten. Ähnlich wie es der taiwanische Chipriese TSMC seit Jahren erfolgreich macht. Allerdings agiert Intel inzwischen vorsichtiger: Neue Technologien wie das 14A-Verfahren sollen nur dann umgesetzt werden, wenn Kunden feste Zusagen machen. Zudem spart der Konzern Kosten, unter anderem durch Stellenabbau und den langsameren Ausbau von Fabriken.

Das Verhältnis zwischen Apple und Intel

Apple war lange Zeit einer der wichtigsten Kunden von Intel. Bis 2020 nutzten alle Macs Prozessoren von Intel. Dann aber wechselte Apple auf selbst entwickelte Chips, die inzwischen von TSMC in Taiwan produziert werden. Diese Entscheidung war ein schwerer Schlag für Intel. Eine Rückkehr zu Intel-Prozessoren in Apple-Geräten gilt nach Einschätzung von Bloomberg derzeit als sehr unwahrscheinlich. Trotzdem könnte eine Investition für beide Seiten sinnvoll sein: Intel würde dringend benötigtes Kapital und Prestige bekommen, während Apple sein Netzwerk an Partnern in den USA stärken könnte. Apple investiert ohnehin stark in die heimische Industrie – nach eigenen Angaben flossen in den letzten vier Jahren 600 Milliarden US-Dollar in die USA, unter anderem für den Glashersteller Corning. Apple-Chef Tim Cook betonte kürzlich, dass Wettbewerb im Foundry-Markt wichtig sei und er „gerne sehen würde, dass Intel zurückkommt“.

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