Die wichtigsten Punkte
Am 19. September 2025 meldete CNBC, xAI stehe vor einer frischen Finanzierung über 10 Milliarden Dollar bei 200 Milliarden Dollar Bewertung. Elon Musk widersprach dem noch am selben Tag auf X mit den Worten: „Fake news. xAI is not raising any capital right now.“ Reuters berichtete über Musks Dementi und ordnete ein, dass xAI bereits Ende Juni/Anfang Juli ein separates 10-Milliarden-Paket aus 5 Milliarden Dollar Schulden und 5 Milliarden Dollar Eigenkapital erhalten hatte – organisiert u. a. von Morgan Stanley. Damit vermischen sich eine frühere, bestätigte Finanzierung und die nun dementierte neue Kapitalspritze.
Worum es konkret ging
Laut Reuters berichtete CNBC am 19. September, xAI sammle 10 Milliarden Dollar neues Kapital ein; die Bewertung solle bei rund 200 Milliarden Dollar liegen. Diese Angaben stammten aus dem CNBC-Bericht, den Reuters wiedergab und einordnete.
Musks Dementi auf X
Elon Musk reagierte umgehend auf X: „Fake news. xAI is not raising any capital right now.“ Damit stellte er klar, dass es aktuell keine neue Finanzierungsrunde gebe. Reuters zitiert Musks Post und datiert das Dementi auf den 19. September 2025.
Der bereits bekannte 10-Milliarden-Deal vom Sommer
Unabhängig vom aktuellen Dementi war zuvor ein anderes 10-Milliarden-Paket bekannt geworden: Laut Digital Watch Observatory sicherte sich xAI zum 1. Juli 2025 insgesamt 10 Milliarden Dollar. Davon 5 Milliarden Dollar als besicherte Kredite (arrangiert von Morgan Stanley) und 5 Milliarden Dollar als strategisches Eigenkapital. Das Geld soll u. a. den Aufbau eines großen Rechenzentrums und die Weiterentwicklung von xAIs Assistenten Grok finanzieren, der in die Plattform X integriert ist. Digital Watch verweist zudem darauf, dass xAI im Vorjahr bereits 6 Milliarden Dollar in einer Series-B-Runde aufgenommen hatte.
Wofür neues Kapital laut CNBC gedacht gewesen wäre
Den CNBC-Angaben zufolge, die Reuters zusammenfasst, sollte die kolportierte neue Runde primär in Rechenzentren mit Nvidia- und AMD-GPUs fließen und in die Anwerbung teurer KI-Talente. Reuters erinnert außerdem an xAIs Supercomputer-Cluster „Colossus“ in Memphis, das als besonders groß beschrieben wird. Diese Punkte gehören zur Einordnung des CNBC-Berichts; Musk bestreitet allerdings, dass eine neue Runde läuft.
Einordnung in den KI-Finanzierungsboom
Reuters stellt die Dynamik im Markt dar: Trotz Debatten über die hohen Ausgaben bleibt die Investorenstimmung robust. OpenAI lotet laut Reuters eine Mitarbeiter-Aktienplatzierung aus, die eine Bewertung um 500 Milliarden Dollar implizieren könnte. ByteDance liegt bei einem neuen Mitarbeiter-Rückkauf über 330 Milliarden Dollar Bewertung. Anthropic meldete Anfang September 13 Milliarden Dollar zu einer Bewertung von 183 Milliarden Dollar. Vor diesem Hintergrund würde eine zusätzliche 10-Milliarden-Runde xAI noch näher an die Top-Bewertungen der Branche heranführen. Sie ist aber von Musk explizit dementiert worden.
Was offen bleibt – und worauf zu achten ist
Unstrittig ist das 10-Milliarden-Finanzierungspaket vom Sommer 2025, das aus Schulden und Eigenkapital bestand. Unklar bleibt, ob und wann xAI darüber hinaus tatsächlich eine weitere große Runde startet. Musks aktuelles Dementi spricht dagegen. Klarheit würden offizielle Mitteilungen von xAI, potenziellen Lead-Investoren oder Banken bringen; ebenso Finanzdokumente zu neuen Kreditlinien oder Eigenkapitaltranchen. Bis dahin gilt: Der CNBC-Bericht über eine frische 10-Milliarden-Runde steht Musks eindeutiger Zurückweisung gegenüber.



