Die wichtigsten Punkte
MicroStrategy von Michael Saylor meldete im dritten Quartal 2025 einen Gewinn von 2.8 Milliarden US-Dollar bzw. 8.42 US-Dollar je Aktie und erhöhte seine Bitcoin-Bestände auf 640 808 Bitcoin im Wert von 70.9 Milliarden US-Dollar. Trotz eines Aktienrückgangs von 20 Prozent bleibt das Unternehmen mit einer Bitcoin-Rendite von 26 Prozent und ehrgeizigen Jahreszielen von 24 Milliarden US-Dollar Nettogewinn seiner Bitcoin-Strategie treu.
Bitcoin beflügelt Quartalsgewinn: Strategy meldet starkes drittes Quartal
Michael Saylor bleibt seiner Linie treu. Das von ihm geführte Unternehmen MicroStrategy – bekannt als der weltweit größte börsennotierte Bitcoin-Halter – hat im dritten Quartal 2025 ein Nettoergebnis von 2.8 Milliarden US-Dollar erzielt. Das entspricht einem Gewinn je Aktie von 8.42 US-Dollar und übertrifft damit die Analystenerwartungen von 8.15 US-Dollar.
Der Gewinn resultiert maßgeblich aus gestiegenen Bitcoin-Kursen, die zwischen Juli und September um fast sieben Prozent zulegten – von etwa 107 000 auf 114 000 US-Dollar. Strategy erhöhte seine Bestände im selben Zeitraum von 597 325 auf 640 031 Bitcoin und besitzt damit aktuell, inklusive Oktober-Käufe, 640 808 Bitcoin. Diese Position wurde zu einem Durchschnittspreis von 74 032 US-Dollar pro Coin erworben und hat nun einen Marktwert von rund 70.9 Milliarden US-Dollar.
Bitcoin als Unternehmensstrategie – Zahlen, die Maßstäbe setzen
Strategy verfolgt eine konsequente und hochtransparente Bitcoin-Akkumulationsstrategie. Die Einnahmen aus Aktienverkäufen und Kapitalmarktaktivitäten fließen nahezu vollständig in den Ausbau des Kryptoportfolios. Im dritten Quartal erzielte das Unternehmen eine Bitcoin-Rendite von 26 Prozent seit Jahresbeginn und hält an seinem Ziel fest, bis Jahresende eine Rendite von 30 Prozent zu erreichen.
Der Gesamtumsatz belief sich auf 128.7 Millionen US-Dollar, ein Plus von 10.9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, womit auch hier die Prognosen übertroffen wurden. Strategy erwartet für das Geschäftsjahr 2025 einen operativen Gewinn von 34 Milliarden US-Dollar und einen Nettogewinn von 24 Milliarden US-Dollar, was 80 US-Dollar pro Aktie entsprechen würde. Diese Zahlen verdeutlichen den Maßstab, den das Unternehmen im Bereich digitaler Vermögenswerte setzt – und wie eng seine Performance mit der Entwicklung des Bitcoin-Marktes verknüpft ist.
Marktdruck und Kurskorrektur – Stabilität trotz Volatilität
Trotz des starken Quartalsergebnisses bleibt der Druck auf die Aktie hoch. Im Oktober fiel der Kurs um weitere 20 Prozent, darunter ein Rückgang von 7.5 Prozent an einem einzigen Handelstag, als Bitcoin erneut unter 107 000 US-Dollar sank. Damit notiert die mNAV derzeit nur knapp über dem Faktor 1, was die Emission neuer Aktien praktisch ausschließt – ein Versprechen, das Strategy in seiner überarbeiteten Kapitalleitlinie ausdrücklich bekräftigte.
Dennoch stiegen die Papiere nachbörslich um 3.3 Prozent, als die Zahlen veröffentlicht wurden. Während der Kryptomarkt schwankt, setzt Strategy unbeirrt auf langfristige Wertsteigerung durch Bitcoin – eine Strategie, die das Unternehmen zu einem zentralen Gradmesser der institutionellen Kryptoökonomie macht.




