ChatGPT und Claude fressen Copilot: Microsofts KI-Milliarden verpuffen
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ChatGPT und Claude fressen Copilot: Microsofts KI-Milliarden verpuffen

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Arcan Askin

Das Wichtigste in Kürze:

  • Geringe Akzeptanz: Nur 3.3 Prozent Copilot-Adoption trotz Milliarden-Investitionen.
  • Sinkende Margen: Hohe Ausgaben bei sinkenden Cloud-Margen alarmieren Investoren.
  • Bewertungsrisiko: Scheitert die KI-Wette, droht eine Neubewertung der Aktie.

Die CapEx-Falle: Microsofts brennendes Geld

Microsoft befindet sich in einer Zwickmühle. Während der Cloud-Umsatz mit 51.5 Milliarden US-Dollar beeindruckt und die Azure-Sparte um 39 Prozent wächst, gibt das Unternehmen enorme Summen für den Ausbau seiner KI-Infrastruktur aus. Mit 37.5 Milliarden US-Dollar pro Quartal für Rechenzentren und Chips sind die Ausgaben (CapEx) enorm.



Das Problem: Die Cloud-Margen sind von 70 auf 67 Prozent gefallen. Investoren sind bereit, hohe Ausgaben zu akzeptieren, wenn sie zu höheren Gewinnen führen. Doch wenn die Margen weiter sinken, stellt sich die Frage, ob es sich noch um eine Investition in die Zukunft oder um eine kostspielige Aufholjagd handelt. Sollte Microsofts eigener KI-Chip, Maia 200, nicht besser als die Hardware von Nvidia abschneiden, bleibt Microsoft von teuren Zulieferern abhängig und die Margen geraten weiter unter Druck.

Die Copilot-Geisterstadt: Wo bleiben die Microsofts-Nutzer?

Microsofts Wachstumsfantasie basiert auf der Annahme, dass jeder Büroangestellte 30 US-Dollar pro Monat für einen KI-Assistenten zahlen wird. Doch die Realität sieht anders aus. Mit nur 15 Millionen verkauften Lizenzen liegt die bezahlte Copilot-Adoption bei mageren 3.3 bis 3.7 Prozent. Wenn Unternehmen Ende 2026 entscheiden, dass die KI-Tools zu fehlerhaft oder zu teuer sind, und ihre Lizenzen nicht erneuern, verliert Microsoft seine größte prognostizierte Einnahmequelle. Ein gescheiterter Copilot-Rollout würde Microsoft zu einem digitalen Versorgungsunternehmen degradieren – und Versorger wie NextEra Energy (KGV 20) (Kurs-Gewinn-Verhältnis, eine Kennzahl zur Aktienbewertung) werden nicht mit dem 35-fachen, sondern eher mit dem 18-fachen ihres Gewinns bewertet, im Gegensatz zu Innovationsführern wie Nvidia (KGV 35).

Microsoft und OpenAI: Eine gefährliche Abhängigkeit

Microsoft hat sein Schicksal eng an OpenAI geknüpft. Doch die Partnerschaft wird zunehmend zur Belastung. OpenAI wird voraussichtlich 14 Milliarden US-Dollar in diesem Jahr verlieren. Sollte OpenAI seine Spitzenposition an Googles Gemini oder Open-Source-Modelle verlieren, sitzt Microsoft auf einem riesigen, nicht-exklusiven Partnerschaftsvertrag. Wenn der Markt erkennt, dass Microsofts KI-Vorsprung in Wirklichkeit nur ein Leasing von einem volatilen Startup ist, könnte die Innovationsprämie der Aktie über Nacht verschwinden.



Der jüngste Marktkapitalisierungs-Rückgang von über einer Billion US-Dollar zeigt, dass diese Sorgen bereits eingepreist werden. Doch wo liegen die Alternativen? Während Microsoft auf ein geschlossenes Ökosystem setzt, monetarisieren Konkurrenten wie Alphabet (Google) und Meta ihre KI-Entwicklungen bereits erfolgreich in ihren Kerngeschäften (Suche, Werbung). Die Frage für Investoren ist, ob Microsofts All-in-Wette auf Copilot aufgeht oder ob die Konkurrenz mit pragmatischeren Ansätzen am Ende die Nase vorn hat. Unsere Abonnenten erhalten Zugang zu präzise definierten Zielzonen und möglichen Szenarien. Mehr dazu hier.

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FAQ

Was ist Microsoft Copilot?

Microsoft Copilot ist ein KI-Assistent, der in Office-Programme wie Word, Excel und Teams integriert ist und Nutzern bei Texten, Analysen und Aufgaben helfen soll – für 30 US-Dollar pro Nutzer und Monat.

Warum verliert Microsoft gerade an Börsenwert?

Manche Investoren zweifeln daran, ob sich Microsofts milliardenschwere KI-Investitionen jemals auszahlen werden, da die Nachfrage nach Copilot bisher weit hinter den Erwartungen zurückbleibt.

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Arcan Askin

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