ChatGPT geht Microsoft fremd: Amazon-Aktie in Richtung 300 Dollar?
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ChatGPT geht Microsoft fremd: Amazon-Aktie in Richtung 300 Dollar?

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Arcan Askin

Was hat ChatGPT mit Microsoft zu tun?

ChatGPT wurde seit 2019 exklusiv auf Microsofts Azure-Cloud betrieben. Microsoft investierte 13 Milliarden Dollar in OpenAI und war bis Januar 2025 der einzige Cloud-Anbieter. Jetzt diversifiziert OpenAI mit einem 38 Milliarden Dollar Amazon AWS-Deal und beendet Microsofts Monopol.

38 Milliarden Dollar Seitensprung schockt Microsoft

OpenAI zerschlägt Microsofts jahrelange Exklusivität mit einem spektakulären 38 Milliarden Dollar Deal über sieben Jahre mit Amazon Web Services. Der ChatGPT-Hersteller erhält sofortigen Zugang zu hunderttausenden Nvidia-Grafikprozessoren und beendet damit seine komplette Abhängigkeit von Microsofts Azure-Cloud. Seit 2019 war Microsoft der einzige Infrastruktur-Partner von OpenAI und kontrollierte jeden Aspekt der ChatGPT-Infrastruktur durch eine exklusive Partnerschaft.

Diese Monopolstellung bröckelte bereits im Januar 2025, als Microsoft seinen Exklusivstatus verlor und nur noch ein Vorkaufsrecht behielt. Jetzt ist auch diese Präferenz Geschichte und OpenAI kann frei zwischen Cloud-Anbietern wählen. Der Deal katapultiert Amazons Aktie auf ein neues Allzeithoch mit einem Tagesgewinn von vier Prozent und der besten Zwei-Tage-Performance seit November 2022.

Amazon-Aktie explodiert

Amazons Aktie schießt nach der Deal-Ankündigung um vier Prozent auf ein neues Rekordhoch und sammelt in zwei Handelstagen beeindruckende 14 Prozent Kursgewinn. Der 38 Milliarden Dollar Vertrag über sieben Jahre stärkt AWS massiv im Kampf gegen Microsoft Azure und Google Cloud um die lukrative KI-Infrastruktur.

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Amazon baut nicht nur bestehende Kapazitäten für OpenAI aus, sondern errichtet komplett neue Rechenzentren speziell für den ChatGPT-Hersteller. Die Partnerschaft verschafft AWS enormen Glaubwürdigkeitsschub im KI-Bereich und positioniert Amazon als bevorzugten Partner für KI-Unternehmen weltweit.

Microsoft verliert Kontrolle über KI-Kronjuwel

Microsoft muss zusehen, wie sein 13 Milliarden Dollar Investment in OpenAI an strategischem Wert verliert, während der ehemalige Exklusivpartner zu Konkurrenten wechselt. Die seit 2019 bestehende Monopolstellung über OpenAIs Infrastruktur war Microsofts wichtigster Wettbewerbsvorteil im KI-Rennen gegen Google und Amazon. Jetzt kann OpenAI frei zwischen Cloud-Anbietern wählen und Microsoft muss um jeden Deal konkurrieren wie alle anderen auch.

Zwar behält Microsoft einen 27 Prozent Anteil an der neuen gewinnorientierten OpenAI-Corporation und sichert sich zusätzliche 250 Milliarden Dollar Azure-Käufe, doch die strategische Kontrolle ist verloren. ChatGPT bleibt weiterhin in Microsoft Office, Bing und Windows integriert, aber die Infrastruktur-Abhängigkeit ist gebrochen.

1.4 Billionen Dollar Ausgaben-Wahnsinn alarmiert Märkte

OpenAI verpflichtet sich zu astronomischen 1.4 Billionen Dollar Infrastruktur-Ausgaben und übertrifft damit selbst die kühnsten Erwartungen der KI-Branche. Diese Summe übersteigt OpenAIs Jahresumsatz von über 13 Milliarden Dollar um das Hundertfache und wirft ernste Fragen zur Finanzierbarkeit auf. CEO Sam Altman wehrt sich gegen Kritik an der Ausgaben-Explosion und behauptet, OpenAI verdiene "deutlich mehr" als die berichteten 13 Milliarden Dollar.

Die 38 Milliarden Dollar für Amazon sind nur ein Bruchteil der geplanten Gesamtausgaben, die auch 300 Milliarden für Oracle und weitere Milliarden für Nvidia umfassen. OpenAI plant einen Börsengang zur Finanzierung der gigantischen Infrastruktur-Investitionen, da die aktuellen Einnahmen bei weitem nicht ausreichen.

Cloud-Krieg eskaliert - AWS greift Azure frontal an

Der OpenAI-Deal verwandelt den Cloud-Markt in ein Schlachtfeld, auf dem Amazon Microsoft direkt um die lukrativsten KI-Kunden angreift. AWS nutzt die Partnerschaft als Referenz für andere KI-Unternehmen und signalisiert, dass auch die größten Microsoft-Partner zu Amazon wechseln können. Paradoxerweise konkurriert Amazon jetzt mit seinem eigenen Investment Anthropic, da OpenAI der direkte Rivale des Amazon-finanzierten KI-Unternehmens ist.

Microsoft verliert nicht nur OpenAI-Exklusivität, sondern muss auch zusehen, wie Amazon seine KI-Glaubwürdigkeit mit dem prestigeträchtigsten Partner der Branche stärkt. Der Deal zeigt, dass selbst die engsten Technologie-Partnerschaften nicht vor Konkurrenz geschützt sind, wenn bessere Angebote locken.

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Arcan Askin

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