Das Wichtigste in Kürze:
- AMD meldet 10.3 Milliarden US-Dollar Umsatz.
- AMD erzielt 1.37 US-Dollar EPS.
- AMD erwartet 11.2 Milliarden US-Dollar Quartalsumsatz.
| Q1 2026 Quartalsergebnisse | Ist-Wert | Schätzung |
|---|---|---|
| Umsatz | $10.3B | $9.88B |
| EPS | $1.37 | $1.28 |
| Rechenzentrum | $5.8B | $5.55B |
| Client | $2.9B | $2.70B |
| Gaming | $720M | $657.6M |
AMD Earnings: Erstes Quartal 2026 klar über Konsens
AMD hat im ersten Quartal 2026 deutlich stärker abgeschnitten als von Analysten erwartet. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 38 Prozent auf 10.3 Milliarden US-Dollar und lag damit über der Konsensschätzung von 9.88 Milliarden US-Dollar; der ausgewiesene Vorsprung gegenüber den Erwartungen betrug 0.37 Milliarden US-Dollar. Damit zeigte AMD, dass die Nachfrage nach Rechenzentrums- und KI-Produkten weiter schneller wächst als der Markt eingepreist hatte.
Auch beim Gewinn je Aktie übertraf AMD die Erwartungen klar. Das non-GAAP-EPS erreichte 1.37 US-Dollar nach erwarteten 1.28 US-Dollar, ein Plus von 0.09 US-Dollar gegenüber dem Konsens und 43 Prozent mehr als im Vorjahr. Der GAAP-Gewinn je Aktie lag bei 0.84 US-Dollar, der GAAP-Nettogewinn bei 1.4 Milliarden US-Dollar. Auf non-GAAP-Basis erzielte AMD einen Nettogewinn von 2.3 Milliarden US-Dollar.
AMD-Segmente: Rechenzentrum bleibt der Wachstumsmotor
Der wichtigste Treiber war erneut das Rechenzentrumsgeschäft. AMD erzielte dort 5.8 Milliarden US-Dollar Umsatz, 57 Prozent mehr als im Vorjahr und über den erwarteten 5.55 Milliarden US-Dollar. Die Entwicklung wurde von starker Nachfrage nach AMD EPYC Server-CPUs und dem weiteren Hochlauf der AMD Instinct AI-GPU-Lieferungen getragen.
Auch das Client-Geschäft überzeugte: Der Umsatz stieg um 26 Prozent auf 2.9 Milliarden US-Dollar und lag über der Erwartung von 2.70 Milliarden US-Dollar. Gaming erreichte 720 Millionen US-Dollar nach erwarteten 657.6 Millionen US-Dollar und wuchs um elf Prozent, während Eingebettete Systeme mit 873 Millionen US-Dollar leicht unter der Schätzung von 879.0 Millionen US-Dollar lagen, aber um sechs Prozent zulegten. Für AMD ist entscheidend, dass KI-Infrastruktur, PC-Anteilgewinne und Radeon-Nachfrage schwächere semi-custom Gaming-Umsätze überkompensierten.
Analyse für AMD
Die Qualität des Quartals zeigt sich besonders in der Cash-Generierung. AMD steigerte den operativen Cashflow um 215 Prozent auf 3.0 Milliarden US-Dollar, während der freie Cashflow um 253 Prozent auf 2.6 Milliarden US-Dollar kletterte. Bei Investitionen von 389 Millionen US-Dollar unterstreicht das eine deutlich verbesserte Kapitaldisziplin und operative Skalierung.
Die Profitabilität zog ebenfalls an: Die non-GAAP-Bruttomarge lag bei 55 Prozent, die non-GAAP-operative Marge bei 25 Prozent. GAAP-seitig erreichte AMD eine Bruttomarge von 53 Prozent, einen Bruttogewinn von 5.4 Milliarden US-Dollar, operative Aufwendungen von 3.9 Milliarden US-Dollar und ein operatives Ergebnis von 1.5 Milliarden US-Dollar. Non-GAAP standen 5.7 Milliarden US-Dollar Bruttogewinn, 3.1 Milliarden US-Dollar operative Aufwendungen, 2.5 Milliarden US-Dollar operatives Ergebnis und 2.7 Milliarden US-Dollar bereinigtes EBITDA. Mit 12.3 Milliarden US-Dollar an liquiden Mitteln und 3.2 Milliarden US-Dollar Schulden bleibt die Bilanz solide.
AMD-Ausblick und Prognose
Für das zweite Quartal 2026 stellt AMD einen Umsatz von rund 11.2 Milliarden US-Dollar in Aussicht, mit einer Spanne von plus oder minus 300 Millionen US-Dollar. Das würde am Mittelpunkt einem Wachstum von 46 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprechen. Die non-GAAP-Bruttomarge soll bei etwa 56 Prozent liegen und damit leicht über dem Niveau des abgelaufenen Quartals.
Das Management verweist auf weiter anziehende KI-Infrastruktur-Nachfrage, insbesondere für Inferenz- und agentische KI-Workloads. Zudem hebt AMD eine stärkere Kundenbindung für die MI450 Series und Helios hervor, einschließlich besserer Sichtbarkeit bei großvolumigen Implementierungen. Strategisch wichtig sind Partnerschaften mit Meta, das bis zu sechs GW an AMD Instinct GPUs einsetzen will, sowie neue oder erweiterte EPYC-Instanzen bei AWS, Google Cloud, Microsoft Azure und Tencent. Für Investoren signalisiert der Ausblick, dass AMD im KI-Servermarkt weiter Marktanteile gewinnen könnte.
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