Das Wichtigste in Kürze:
- 3M erzielt 6.5 Milliarden US-Dollar Umsatz und übertrifft die Prognose.
- Das bereinigte EPS von 2.40 US-Dollar übertrifft den Konsens um 0.13 US-Dollar.
- 3M hebt die EPS-Prognose für 2026 auf 8.80 bis 8.95 US-Dollar an.
| Q2 2026 Quartalsergebnisse | Ist-Wert | Schätzung |
|---|---|---|
| Umsatz | $6.5B | $6.38B |
| EPS | $2.40 | $2.27 |
| Sicherheit und Industrie | $3.091B | $3.03B |
| Transport und Elektronik | $2.066B | $2.06B |
| Konsumgüter | $1.247B | $1.29B |
3M übertrifft im zweiten Quartal 2026 die Erwartungen
3M hat im zweiten Quartal 2026 einen bereinigten Umsatz von 6.5 Milliarden US-Dollar erzielt. Damit übertraf der Industriekonzern die Markterwartung von 6.38 Milliarden US-Dollar um 0.12 Milliarden US-Dollar. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die bereinigten Erlöse um 5.5 Prozent, organisch lag das Plus bei 5.4 Prozent.
Auch beim Ergebnis schnitt 3M besser ab als erwartet. Das bereinigte Ergebnis je Aktie erhöhte sich um elf Prozent auf 2.40 US-Dollar und lag damit 0.13 US-Dollar über dem Konsens von 2.27 US-Dollar. Auf GAAP-Basis stieg das Ergebnis je Aktie um 33 Prozent auf 1.78 US-Dollar.
Die ausgewiesenen GAAP-Umsätze wuchsen lediglich um 2.4 Prozent, organisch um 2.3 Prozent. Das GAAP-Betriebsergebnis erreichte 984 Millionen US-Dollar, während der Nettogewinn bei 933 Millionen US-Dollar lag. Die Differenz zwischen bereinigter und ausgewiesener Entwicklung unterstreicht den weiterhin hohen Einfluss von Sonderbelastungen.
Industrie- und Elektronikgeschäft treiben das Wachstum von 3M
Das Segment Sicherheit und Industrie war der wichtigste Wachstumstreiber. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 8.2 Prozent auf 3091 Milliarden US-Dollar und übertraf die Analystenschätzung von 3.03 Milliarden US-Dollar um 61 Millionen US-Dollar. Die Entwicklung deutet auf eine robuste Nachfrage im industriellen Kerngeschäft hin.
Transport und Elektronik steigerte den Umsatz um 6.2 Prozent auf 2066 Milliarden US-Dollar. Damit lag die Sparte knapp über der Erwartung von 2.06 Milliarden US-Dollar. Konzernweit bremsten Akquisitionen und Veräußerungen das Wachstum um 0.7 Prozentpunkte, während Wechselkurse einen positiven Beitrag von 0.8 Prozentpunkten lieferten.
Neue Partnerschaften sollen die Dynamik verstetigen. Microsoft setzt die Expanded-Beam-Optics-Technologie von 3M in KI-Rechenzentren ein, mit Airbus wurde eine langfristige Vereinbarung für Isolationslösungen geschlossen. Zudem nutzt der digitale Kundenassistent Ask 3M die Cloud- und KI-Infrastruktur von AWS, um neue Anwendungen und Vertriebschancen zu erschließen.
Analyse für 3M
Die Cashflow-Zahlen stützen das insgesamt positive Bild. 3M wies einen freien Cashflow von 1.3 Milliarden US-Dollar und einen operativen Cashflow von 1.0 Milliarden US-Dollar aus. Vergleichbare Vorjahresveränderungen wurden für beide Kennzahlen nicht angegeben. An die Aktionäre flossen 1.4 Milliarden US-Dollar zurück.
Die Bruttomarge erreichte 41.3 Prozent. Bereinigt stieg das Betriebsergebnis auf 1615 Milliarden US-Dollar, während sich die bereinigte operative Marge dank Produktivitätsfortschritten und Transformation um 40 Basispunkte auf 24.9 Prozent verbesserte. Die GAAP-Marge sank dagegen um 290 Basispunkte auf 15.1 Prozent.
Belastend wirkten Veräußerungsverluste von 0.61 US-Dollar je Aktie, Rechtsstreit- und PFAS-Ausstiegskosten von 0.44 US-Dollar sowie Transformationskosten von 0.15 US-Dollar. Hinzu kamen Akquisitionskosten von 0.02 US-Dollar und ein Solventum-Bewertungseffekt von minus 0.60 US-Dollar je Aktie. Für Anleger zeigt die große Margendifferenz: Das operative Kerngeschäft gewinnt an Qualität, die Sondereffekte bleiben jedoch relevant.
Ausblick und Prognose für 3M
Nach der positiven Entwicklung im ersten Halbjahr hat 3M den Ausblick für 2026 angehoben. Der Konzern erwartet nun ein bereinigtes Umsatzwachstum von mehr als 4.5 Prozent und ein bereinigtes organisches Wachstum von über 3.5 Prozent. Die bereinigte operative Marge soll sich im Gesamtjahr um 70 bis 80 Basispunkte ausweiten.
Beim bereinigten Ergebnis je Aktie peilt das Management jetzt 8.80 bis 8.95 US-Dollar an. Zudem soll der bereinigte operative Cashflow zwischen 5.8 Milliarden und 6.0 Milliarden US-Dollar erreichen. Die angestrebte bereinigte Free-Cashflow-Konversion liegt bei mehr als 100 Prozent.
Die Prognose signalisiert, dass 3M trotz Veräußerungen, PFAS-Kosten und konjunktureller Unsicherheit mit anhaltender Nachfrage und weiteren Effizienzgewinnen rechnet. Entscheidend wird sein, ob das Unternehmen die im Quartal erreichte organische Wachstumsrate von 5.4 Prozent zumindest teilweise halten und die bessere bereinigte Profitabilität zunehmend in nachhaltig verfügbaren Cashflow übersetzen kann.
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